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Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege e.V.
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Gartenkultur und Landespflege

Beinahe 23000 Garten- und Naturfreunde in 85 Obst- und Gartenbauvereinen schützen und pflegen Natur und Umwelt, prägen Orte und gestalten Heimat im Landkreis Regensburg.

Wir sind für Sie da 0941/4009 370

Es ist Zeit zum Säen und Pflanzen

jetzt erst recht!

Schön, dass Sie hier sind!

In diesen außergewöhnlichen Zeiten, in denen viele unserer Lieblings-Freizeitbeschäftigungen wie Reisen und  Freunde treffen  wegfallen, wird klar, was für ein Luxus es sein kann wenn man einen Garten oder Balkon sein eigen nennt. Denn auch wenn unser Alltag in Teilbereichen eingefroren ist, der Frühling hat Einzug gehalten und in der Natur gibt’s keinen Stillstand.

 

Überraschungstüten mit Samen von Blühendem, Duftendem und Fruchtendem

Auch unsere jährliche Samentauschbörse ist den Umständen zum Opfer gefallen. Kein Grund die gesammelten Schätze nicht unters Volk zu bringen - wir schicken Sie Ihnen per Post!! Aktuell basteln wir Überraschungstüten und füllen Sie mit Samen von Blühendem, Duftendem und Fruchtendem. Alles was Sie tun müssen: hinterlassen Sie im Kontaktformular Ihre Adresse und schon macht sich das kleine Geschenk auf den Weg zu Ihnen.

Wir freuen uns über Ihre Nachricht

unsere Kurztipps

Sie haben noch nie was gesät, gepflanzt und kultiviert? Kein Problem, unsere Kurztipps beantworten die wichtigsten Fragen für die Umsetzung.
Sie glauben, nicht die passende Ausstattung zu haben? Kein Problem, wir zeigen, wie Sie improvisieren können.
Sie sind schon lange Gartenbesitzer und haben sich in den letzten Jahren nur wenig um das Thema gekümmert? Kein Problem, wir bringen Sie auf den neuesten Stand in Sachen Pflege und Gestaltung.

Lassen Sie sich ein auf das spannende Erlebnis des Wachsens und Gedeihens und auf die Genüsse des Erntens. Ein alltägliches Wunder, das in jedem Alter Spaß macht.

Aussaaterde

Vielleicht haben Sie sich schon mal gefragt, warum es für die Anzucht von Saatgut spezielle Erde zu kaufen gibt. Kann man nicht einfach normale Gartenerde benutzen und ist das vielleicht nur ein Trick, um ein gewöhnliches Produkt teuer zu verkaufen?

Nun, wärmeliebende Gemüsearten - wie Tomate oder Gurke – werden im Warmen vorgezogen. Herkömmliche Gartenerde ist dafür oft zu lehmig oder hat einen zu geringen Humusanteil. Und vor allem ist sie nicht keimfrei und möglicherweise mit Pilzsporen oder Unkrautsamen versetzt.

Die Folge: bei der Anzucht auf dem Fensterbrett entwickeln sich nicht nur die gewünschten Sämlinge, auch Pilzsporen und Unkrautsamen gedeihen prächtig und können zu starken Einbußen in der Qualität der jungen Pflänzchen führen. Aber Aussaaterde ist nicht nur keimfrei sondern auch luftig und locker und kann trotzdem ausreichend Wasser speichern.
Außerdem ist  Anzuchterde nährstoffärmer als normaler Gartenboden. Dies führt dazu, dass sich die Sämlinge anstrengen müssen um an die Nährstoffe zu kommen und deshalb mehr Wurzeln bilden. Ein Aufwand, der sich beim späteren Umtopfen bezahlt macht – mehr Wurzeln, schnelleres und kräftigeres Wachstum.

Aufgesch(l)aut

Viele Kräuter gedeihen gut in diesem nährstoffarmen Substrat, so dass man überschüssige Aussaaterde gut für die Kultur von Kräutern in Töpfen verwenden kann. Gartencenter und Baumärkte bieten geeignetes Substrat auch auf ihren Online-Plattformen an, so dass man auch in Zeiten von nicht mehr existierendem Direktvertrieb bestellen kann.

Faszination Saatgut

Ist es nicht faszinierend, dass ein Samenkorn von gerade mal ein paar Millimetern all die Informationen enthält um zu eine meterhohen Pflanze heranzuwachsen. Dieses Wunder wieder wahrzunehmen, können wir sehr gut von unsren Kindern lernen. Das ungläubige Staunen beim Verteilen der Samen sobald ihnen klar wird, dass daraus leckeres Naschgemüse und in der Folge auch ihr Lieblingsketchup wird – unbezahlbar!


Gut ausgereift befinden sich die genetischen Informationen der Pflanzen in der Keimruhe, bei trockener und kühler Lagerung behält der Samen dabei über Jahre hinweg die Fähigkeit auszutreiben und zu wachsen. Er  wartet quasi auf den richtigen Moment und die optimalen Bedingungen. In trockenen Regionen z.B. können saisonale Regenereignisse das Keimen und Blühen tausender im Boden wartender Samen auslösen.
Bei uns ist es oft ein Kältereiz, der eine Zeit lang auf den Samen einwirken muss damit  die Keimung in Gang kommen kann. Damit stellen einige Pflanzen sicher, dass Samenkörner, die im Herbst zu Boden fallen, nicht sofort keimen. Die sich entwickelnden Jungpflanzen würden schließlich dem ersten Frost zum Opfer fallen.

Aufgesch(l)aut

Die – auch künstliche – Aussetzung der Samen mit einem Kältereiz, um die Keimung in Gang zu bringen, nennt man Stratifikation

Vorziehen auf der Fensterbank - Fruchtgemüse

Gerade unsere beliebtesten Gemüsesorten wie Tomate, Gurke, Paprika und Kürbis haben lange Kulturzeiten bis wir endlich die Früchte ernten können. Deshalb werden sie schon zu Beginn des Jahres auf der Fensterbank vorgezogen. Wenn dann Mitte März die Gefahr der Nachfröste vorüber ist, haben sie bereits einen großen Wachstumsvorsprung, die Blüte setzt früher ein.
Auch Ende März kann man noch Jungpflanzen vorziehen. Große Samen wie die von Gurke, Kürbis und Zucchini stecke ich zu zweit oder dritt in die Erde. Sie dürfen auch zusammen weiterwachsen und werden nach der Entwicklung des ersten Blattpaares in größere Töpfe mit nährstoffreicherer Erde umgetopft. Arten mit kleinen Samen wie Tomate oder Aubergine sähe ich in Reihe mit Abstand von ca 1cm. Sobald das erste Blattpaar voll entwickelt ist, werden die Pflänzchen mit viel Fingerspitzengefühl pikiert.
Nach dem Pikieren bzw umtopfen sollten die Pflänzchen schon mal kühler gestellt werde. Und man achtet darauf dass sie ausreichend hell stehen, sonst werden sie sehr langtriebig und brechen später bei der Umsiedlung ins Freie leicht.

Aufgesch(l)aut

Wenn Sie Saatgut von samenechten Sorten verwenden können sie im Herbst fürs nächste Jahr gleich Samen ernten.

Vorziehen auf der Fensterbank – Kräuter und Blumen

Kräuter sollten in keinem Garten fehlen und lassen sich selbst auf dem kleinsten Balkon noch kultivieren. Viele kann man auf der Fensterbank schon mal vorziehen, gerade im Frühjahr sind frische Kräuter ja ein Hochgenuss.
Das Besondere: die meisten Kräuter sind sog. Lichtkeimer. Das bedeutet, dass sie zur Keimung auf keinen Fall mit Erde bedeckt werden dürfen, sonst treiben Sie nicht aus. Nach dem Befüllen der Saatschale werden die Samen also auf der Oberfläche der Erde verteilt und leicht angedrückt. Nun heißt es aufpassen, dass beim Angießen die Samen nicht in eine Ecke gespült werden. Optimal wäre ein Pflanzen -Sprüher, mit dem man Samen und Erde gut durchfeuchtet.
Damit die offen liegenden Samen nicht austrocknen bedeckt man die Schale mit Frischhaltefolie, in die zur Belüftung ein paar Löcher gemacht werden. Sobald die Keimlinge sichtbar sind darf man die Folie dann wieder entfernen.
Zu den typischen Lichtkeimern gehören  z.B.:
- Basilikum
- Bohnenkraut
- Kerbel
- Majoran
- Gartenkresse
- Dill
Aber auch ganz viele Blumen wie:
- Fingerhut
- Akelei
- Glockenblume
- Buschwindröschen
- Beinwell
- Goldrute
- Lein
- Ringelblume
- Nelke, und viele mehr…

 

Aufgesch(l)aut

Auch die Samenmischungen von sogennanten Blühwiesen enthalten sehr viele Lichtkeimer. Deshalb darf man nach der Aussaat im Freien das Saatgut auch nur andrücken, damit es nicht vom Wind verweht wird aber nicht unterarbeiten. Sonst würde ein Großteil der Arten nicht keimen.

Bodenvorbereitung im Frühjahr

Alle Gartenpflanzen lieben Wärme. Deshalb hat es erst Sinn, den Gartenboden zu bearbeiten, wenn er ausreichend angewärmt ist. Wie stelle ich das fest? Ganz einfach, mit der Hand in den Boden graben. Wenn uns in den Fingern nicht mehr friert passt die Temperatur.
Umgraben ist out! Verwenden Sie zum Herrichten der Beete sogenannte „nicht wendende“ Werkzeuge, also Sauzahn (für schwere Böden), Kreil, Kultivator oder einen Eisernen Rechen. Alles, was an Bewuchs noch auf den Beeten ist, wird auf den Kompost gegeben (den jeder Gartenbesitzer haben sollte). Dann geht’s los: einfach die oberen 5 bis 10 cm Bodenschicht lockern, bei schweren Böden bis zu 20 cm tief. Als Grunddüngung kann Kompost (max. 3 Liter auf den Quadratmeter) oberflächlich eingearbeitet werden. Jetzt wird die Oberfläche noch eingeebnet. Das geht z.B. sehr gut mit einem breiten Holzrechen. Nun kann gesät und gepflanzt werden.

Aufgesch(l)aut

Wenn Sie schwere tonige Erden im Gemüsegarten haben, ist es sinnvoll, durch Zugabe von Sand die Böden leichter zu machen. Dabei sollten sie nicht sparen. Mindestens 100 Liter Sand auf den Quadratmeter ist sinnvoll. Dies kann die nächsten Jahre auch widerholt werden.

Gemüse-Aussaat ins Freie im April

Es gibt auch Gemüsearten, die man jetzt – im April - schon ins Freie säen kann. Kopfsalat z.B. keimt schlechter bei über 16° und ist deshalb für die frühe Aussaat gut geeignet. In Reihen ins vorbereitete Beet gesät können die Pflanzen dann vereinzelt werden, wenn sie zu dicht aufgegangen sind.


Hier eine Liste von Pflanzen, die sie jetzt schon draußen säen können:
- Mangold
- Dicke Bohnen
- Radieschen und Rettich
- Rote Bete
- Spinat
- Rucola
- Erbsen
- Möhren


Versteht sich von selbst, dass dies erst nach der richtigen Bodenvorbereitung gelingt. Dann ist der Boden abgetrocknet, feinkrümelig und ausreichend erwärmt. Bei drohendem Nachtfrost schützt man die Jungpflanzen mit einem Vlies.

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Möhren brauchen sehr lange um zu keimen. Um sicher zu gehen, dass man die Reihen wiederfindet, kann man Radieschen mit einsäen. Diese treiben schon nach einer aus und markieren die Reihen. Bis dann die Möhren mehr Platz brauchen hat man die Radieschen eh schon geerntet.

Gemüse-Pflanzen ins Freie im April

Wer das Glück hatte noch Jungpflanzen zu ergattern oder selber welche vorgezogen hat stellt sich vielleicht die Frage, ob die jetzt schon nach draußen dürfen.

Hier eine Liste von Pflanzen, die nicht besonders kälteempfindlich sind::
- Blumenkohl
- Kohlrabi
- Salate
- Weißkohl und Blaukraut
- Knollensellerie
- Knoblauch und Zwiebel


Pflanzen Sie Kohlpflanzen nicht zu tief, damit die Köpfe später keinen direkten Kontakt zum Boden haben. So verhindern Sie Fäulnis bei längeren Regenperioden. Und natürlich sollten die Abstände ausreichend groß sein damit die ausgewachsenen Pflanzen sich nicht berühren. Das Gleiche gilt für die Setzlinge von Salatpflanzen. „Der Salat muss im Wind wehen“ sagt eine alte Gärtnerregel, also kein Kontakt der zarten Blätter mit dem Boden!
Junge Tomaten, Paprika oder Gurkenpflanzen müssen unbedingt noch im Haus bleiben. Sie sind nicht nur besonders frostempfindlich, zu kalte Tagestemperaturen können auch mal zu einem Wachstumsstopp führen. Also Geduld bis die Gefahr der letzten Nachtfröste vorüber ist.

Aufgesch(l)aut

Bei der Bodenvorbereitung ist der Nährstoffbedarf zu beachten. Starkzehrer wie Kohlarten freu-en sich über eine gute Grundversorgung in Form von ausgereiftem Kompost und Hornspäne zur Stickstoffversorgung über Jahr.

Blühmischung – Tipps zur Ansaat

Bodenvorbereitung:
Die Bodenvorbereitung ist entscheidend für den Erfolg der Ansaat. Der Boden muss vor der Aussaat gepflügt oder gefräst werden. Anschließend muss, z.B. mit einem Eisernen Rechen eine feinkrümelige Bodenstruktur hergestellt werden. Ein zu grobkörniges Saatbett birgt die Gefahr, dass die Samen nach der Aussaat von dem sich setzenden Boden zu sehr bedeckt und damit in Ihrer Keimung beeinträchtigt werden (Lichtkeimer!).
Die Flächen sollten vor allem frei von mehrjährigen Unkräutern wie Quecke, Breitblättrigem Ampfer oder Brennnesseln sein.
Ansaatzeitpunkt:
Der optimale Saatzeitpunkt ist von den aktuellen klimatischen Bedingungen (Spätfröste, Trockenphasen) abhängig und kann von Jahr zu Jahr erheblich variieren. Idealerweise sollte vor Beginn der feuchten Witterung gesät werden. Wildkräuter- und Wildgräsersamen benötigen nach der Aussaat mindestens 6 Wochen durchgehende Feuchtigkeit, um optimal zu keimen.
Der günstigste Zeitpunkt für eine Ansaat ist das Frühjahr, wobei - mit Einschränkungen - prinzipiell eine ganzjährige Ansaat möglich ist.
Ansaattechnik:
Zur leichteren Ansaat und um ein Entmischen der verschiedenen Korngrößen zu verhindern, sollte das Saatgut vor der Ausbringung auf ca. 10-20 g/m² mit Sojaschrot oder einem ähnlichen Trägerstoff (z.B. Sand) aufgemischt werden. Das Saatgut sollte flach auf ein feinkrümeliges Saatbett ausgebracht werden. Dabei sollen die Samen nicht in den Boden eingearbeitet werden, die maximale Ablagetiefe beträgt 0,5 cm (die Samen sind Lichtkeimer).
Das unbedingt notwendige Anwalzen nach der Aussaat sorgt für den nötigen Bodenschluss und so in der Folge für eine gleichmäßige Keimung.

Aufgesch(l)aut

Je nach Witterung sind nach zwei bis drei Wochen die ersten Keimlinge zu sehen. Da einige konkurrenzschwache Kräuter sich nur langsam entwickeln ist insbesondere nach einer Frühjahrsaussaat nach 6 bis 8 Wochen ein Schröpfschnitt auf ca. 5 cm empfehlenswert. Der Schröpfschnitt dient auch zur Eliminierung eventuell vorhandener einjähriger Unkräuter (Gänsefuß, Hirtentäschel etc.), die auf keinen Fall zur Samenreife gelangen sollten. Bei starkem Befall sollte der Schröpfschnitt wiederholt werden. Das Schnittgut ist immer zu entfernen

Da diese Rubrik auf unsrer homepage gerade im Aufbau ist, bitten wir um Verständnis wenn ihre aktuelle Fragestellung  grade noch nicht aufbereitet ist. Nutzen Sie dann doch einfach den direkten Draht zu den Fachberatern für Gartenkultur und Landespflege. Telefonische Beratung zu allen Problemen rund ums Grün. Wir beraten Sie gerne!

 

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