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Tag der Hängematte am 22.Juli
28.06.2020 06:20
von Stephanie Fleiner
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Gartenbotschafterin in der Hängematte

Den Tag der Hängematte als Symbol für die vielen Möglichkeiten, die uns der Garten bietet, haben sich Garteninitiativen, Kreisfachberater und die Bayerische Gartenakademie gewählt und in verschiedenen Regionen Gartenbotschafter in der Hängematte interviewt.
Hier in Regensburg haben Stephanie Fleiner Geschäftsführerin des Kreisverbandes für Gartenkultur und Landespflege und Christine Gietl, Kreisfachberatrin Lisa Schmucker, Mitglied des Obst- und Gartenbauvereins Regenstauf zu ihrem Garten befragt. Die Gespräche mit Botschaftern aus anderen Regionen sind in der jeweiligen regionalen Tagespresse und unter www.gaerten.bayern.de zu finden.

 

Interview mit Lisa Schmucker, OGV Regenstauf

Interview mit der Gartenbotschafterin zum Tag der Hängematte am 22.Juli 2020, Landkreis Regensburg

Das Interview wurde geführt von Stephanie Fleiner, Geschäftsführerin des Kreisverbandes Regensburg für Gartenkultur und Landespflege und Christine Gietl, Kreisfachberaterin.

Welche Rolle spielt der Garten allgemein in Ihrem Leben?
Das Stückchen Land, sprich der Garten ist wichtiger als das Haus, ich lebe mehr draußen als drinnen.
Der Garten gibt mir in meinem Leben Struktur. Zum einen durch die Arbeiten in den verschiedenen Jahreszeiten, zum anderen durch die verschiedenen Gartenräume. Meine Enkel haben z.B. ihren eigenen Bereich in dem sie Spielen und Toben oder Pflanzen säen und Tiere beobachten und ich habe meinen Bereich, meinen „Stillegarten“, meinen großen Tisch untern meinem Apfeldorn oder mein kleines Plätzchen an dem ich übers Tal blicken kann.

Welche persönliche Verbindung haben Sie mit dem Garten?
Ich habe in meinem Leben schon 3 Gärten komplett neu angelegt, jedes Mal wieder wie wenn es der letzte Garten meines Lebens wäre. Jedes Mal war nichts vorhanden. Jedes Mal wurden viele neue Pflanzen von überall her geholt und eingepflanzt. Es steckt immer viel Herzblut drin. Als erstes haben wir bei unserem jetzigen Grundstück den Gemüsegarten angelegt, da meine ganze Energie und meine Ideen schon weg waren. Der Gemüsegarten gab dem ganzen Struktur und Neubeginn und dann kam auch die Energie wieder. Und wir haben einfach angefangen. Heute muss ich nicht mehr, ich kann, wenn ich will. Ich habe aber auch viel Hilfe von meiner Familie. Der Garten ist unser Begegnungssort für die Familie und unsere Freunde.

Welches sind Ihre Lieblingsecken im Garten?
Jede Stimmung, jede Tages- und jede Jahreszeit lockt mich in eine andere Ecke meines Gartens und so gibt es viele Lieblingsecken, auch die unscheinbaren und nicht „fertigen“ Ecken haben ihren Charme. Allerdings liebe ich es schon sehr, wenn ich morgens in aller Früh an der Spitze unseres Gartens ins Tal Blicken und dem Zauber des neun Tages nachfühlen kann.

Welche Pflanzen mögen Sie besonders und vielleicht können Sie uns sagen warum?
Der Löwenzahn, er steht immer wieder auf. Auch der Girsch ist so eine Pflanze. Es sind treue Begleiter. Aber auch die Wegwarte liebe ich, sie wächst wo es keiner für möglich hält und im warsten Sinne des Wortes: „Die Blume, die am Weg auf Dich wartet“ sie ist immer da und streckt ihre Blüten dem Sonnenlicht entgegen.

Was sind die Besonderheiten in den einzelnen Jahreszeiten? Spricht Sie eine Jahreszeit im Garten besonders an?
Alle Jahreszeiten sind wunderschön, lediglich bei Unwetter und Sturm werden wir unruhig und suchen Schutz in unserem Haus. Die helle Zeit ist freilich die leichtere Zeit, die dunkle Zeit ist die Zeit des Rückzugs. Den November ehren wir, da kommt die „Nebelfrau“ das Tal über die Wiesen rauf und umhüllt uns.

Warum lohnt es sich für Sie mehr Zeit/das Wochenende/den Urlaub im Garten zu verbringen?
Mein Mann und ich fahren einmal im Jahr weg um unsere Zweisamkeit zu genießen. Den Rest des Jahres sind wir in unserem Garten. Wenn ich Urlaub habe genieße ich die Zeit, ich meditiere im Garten, lade Freunde ein, organisiere evtl. eine Begegnung zu einem bestimmten Thema für Interessierte, spiele mit meinen Enkeln oder lege ein neues Staudenbeet an. Die Frage bleibt, warum soll ich weggehen, wenn es zu Hause schön ist.

Wir bedanken uns herzlich für das Gespräch.

Stephanie Fleiner und Christine Gietl

den Gartenhorizont erweitern

Gerade in den letzten Monaten haben viele Garten- und Balkonbesitzer sicher gemerkt, wie gut es tut, sich um sein eigenes kleines oder großes Stück Grün zu kümmern, Pläne zu schmieden und sich dann an den Erfolgen zu freuen. Doch nicht nur der eigene Garten bietet Entspannung und Raum für Freizeit. Wer keinen Garten hat, der findet in den wunderschönen öffentlichen Parks und Grünflächen in Bayern schattige Plätze unter Bäumen, sonnenverwöhnte Wiesen oder Erfrischung an Bächen und Seen.
In den Städten schaffen engagierte Urban Gardening Initiativen Begegnungsorte für gemeinsames Gärtnern, Ernten, Verarbeiten und Genießen.

Albert-Plagemann-Kreislehrgarten in Regenstauf

Der Garten wurde in den 80er Jahren auf Anregung des damaligen Kreisverbandsvorsitzenden Albert Plagemann angelegt. Es sollten alle wesentlichen Gestaltungselemente für einen vielseitigen Hausgarten aufgezeigt werden. Albert Plagemann sah den Hausgarten als „natürlichen“ Lebensraum für Pflanzen, Tiere und den Menschen.
Auf der insgesamt 3500 m² großen Fläche wird eine naturnahe Bewirtschaftung mit gestalterischen Ansprüchen verbunden, die auch die ökologischen Belange mit einbeziehen. Es lohnt sich ein Spaziergang durch die Anlage, sie dient nicht nur als Anschauungs- und Lernobjekt, sondern als wunderschön angelegter, naturnaher Raum, in dem es viel zu entdecken gibt und man sich an vielen Plätzen entspannen kann, Besucher sind herzlich willkommen.


Albert-Plagemann-Kreislehrgarten, gegenüber Böhmerwaldstraße 20, 93128 Regenstauf
Öffnungszeiten: Geöffnet von März bis Oktober, Eintritt frei, Führungen nach Anfrage

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