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Seminar für Kinder- und Jugendgruppenbetreuer in der Oberpfalz
24.02.2018 08:57
von Stephanie Fleiner
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Focus Streuobstwiese

Die Streuobstwiese steht auf der Roten Liste der gefährdeten Biotoptypen und ist von der vollständigen Vernichtung bedroht. Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. kämpft um ihren Erhalt mit seinem allerersten landesweiten Kinder- und Jugendwettbewerb.
Zu diesem Wettbewerb fand am Samstag, 24.02.2018  ein Seminar das vom Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege unterstützt und vom Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege organisiert wurde in Regensburg statt.  Stephanie Fleiner, Geschäftsführerin des Kreisverbandes begrüßte aus der ganzen Oberpfalz Kinder- und Jugendgruppenbetreuer der OGV.

Als Landesjugendbeauftragter und Geschäftsführer des Bezirksverbandes für Gartenbau und Landespflege informierte Werner Thumann die Teilnehmer ausführlich über den ersten landesweiten Kinder- und Jugendwettbewerb. Dabei machte er deutlich, dass jegliches Wissen über Abläufe und Zusammenhänge in der Natur nicht so päsent sind und viele der älteren Mitglieder in den OGV über umfangreiche Kentnisse verfügen, dass sie gerne an die jüngere Genaration weitergeben. Der Wettbewerb bietet den Rahmen für gemeiname Aktionen.

Referentin Marion Zlamal, Dipl. Ing. (FH) Gartenbau und Gartenpädagogik zeigte anhand von  vielen Beispielen wie kleine Aktionen oder auch größere Projekte mit Kindern und Jugendlichen auf der Streuobstwiese durchgeführt werden können. Zu jeglicher Situation, Jahreszeit oder Alter der Kinder konnte Sie die Teilnehmer mit einem großen Blumenstrauß an Anregungen für die Arbeit mit den Kindern zu diesem Thema begeistern. Die Teilnehmer waren sichtlich motiviert sich mit dem Thema des Wettbewerbes in den nächsten Gruppenstunden mit den Kindern zu beschäftigen.

Am Nachmittag bekamen alle Teilnehmer eine umfangreiche Führung bei der Kelterei Nagler in Regensburg. Seniorchef Konrad Nagler begrüßte die Kinder- und Jugendgruppenleiter der Oberpfalz und erzählte ein wenig über die Entstehung der Kelterei.
Durch Markus Nagler bekamen die Teilnehmer bei einem Rundgang einen Einblick in die Abläufe der Kelterei. Herr Nagler betonte, dass es der Kelterei wichtig ist, dass dort, wo die Kelterei heimisches Obst verarbeiten könne, immer heimisches Obst bevorzugt wird. „Wir kümmern uns aktiv um den Obstbestand in der Region, indem wir ständigen Kontakt mit den Obst- und Gartenbauvereinen halten und neue Streuobstwiesen-Projekte unterstützen“, so Markus Nagler. Er machte auch deutlich, dass Apfelsaftkonzentrat aus China bei Ihm nicht verabeitet wird, da dies seiner Meinung nach nichts mit dem Produkt Apfelsaft zu tun hat wie wir es kennen und schätzen. Den OGV Mitgliedern wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit zwischen Besitzern oder Kümmerern einer Streuobstwiese und einer Kelterei nur die logische Konsequenz ist um das wertvolle Gut Streuobst bis zum letzten Apfel zu verarbeiten.


Hintergrund:
In der Gründungsphase des Landesverbandes stand die Sicherung einer gesunden Ernährung für die Bevölkerung an erster Stelle, wobei Streuobstwiesen eine wichtige Rolle spielten und auch in Kriegsjahren zur Versorgung der Menschen beitrugen. Der Rückgang dieser Biotope in den letzten 50 Jahren ist alarmierend. In der Roten Liste 2017 heißt es, die Streuobstwiese sei von vollständiger Vernichtung bedroht.

Streuobstwiesen sind ein natürliches Genreservoir für fast vergessene, alte Obstsorten. Die naturbelassenen Wiesen und Gehölze bieten bedrohten Tier- und Pflanzenarten eine Vielzahl an Kleinbiotopen, die ihr Überleben sichern. Die Wiesen dienen der Heugewinnung, als Viehweiden und werden für die Imkerei eingesetzt.

Seine Aktion „Streuobst-Vielfalt – Beiß rein!“ nutzt der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V., um mit seinem ersten Kinder- und Jugendwettbewerb der Streuobstwiese wieder neue Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die Idee sieht wie folgt aus: Erfahrene Multiplikatoren gestalten im Verlauf des Jahres 2018 ihr Wissen über Streuobstwiesen gemeinsam mit der jungen Generation spielerische, entdeckungsreiche und kulinarische Aktionen. Die Streuobstwiese wird zur Ideenwerkstatt und zum Abenteuerspielplatz der Kinder und Jugendlichen. Gemeinsames Ernten und Verarbeiten des Obstes sowie die gemeinsame Erfahrung der großen Artenvielfalt auf der Streuobstwiese fördern das Gespür für den Wert des bedrohten Biotops und das soziale Miteinander.

Teilnahmeberechtigt sind Gartenbauvereine mit kinder- und jugendgerechten Aktionen rund um das Streuobst. Einige treten mit ihren eigenen Kinder- und Jugendgruppe an. Je nach örtlichen Gegebenheiten der Kreisverbände werden beispielsweise die Anzahl gesammelter Äpfel, Aktivitäten rund ums Obstgehölz, Sonderaktionen wie Fotoprojekte oder Bastelaktionen und vieles mehr beurteilt. Am Ende des Wettbewerbsjahres 2018 entscheidet eine fachkundige, neutrale Jury des jeweiligen Kreisverbandes, wer es zur Preisverleihung im 125. Jubiläumsjahr des Landesverbandes 2019 zur Landesgartenschau nach Wassertrüdingen geschafft hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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