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20.10.2019 11:42
von Stephanie Fleiner
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 30 Interessierte, darunter einige jugendliche Nachwuchs-Pilzsammler, nutzten eine Pilzexkursion mit Helmut Knoll, Pilzsachverständiger der deutschen Gesellschaft für Mykologie, um sich Wissen über „Schwammerl“ anzueignen oder vorhandenes Wissen zu erweitern. Angeboten wurde die Exkursion vom Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege, der tags zuvor bereits ein theoretisches Seminar in Oberpfraundorf angeboten hatte.

Im Schwaighauser Forst empfing die Sammler nach einer kurzen Einführung eine große Vielfalt an Pilzen in den verschiedenen Waldformen, so dass jeder Teilnehmer bald Sammelerfolge zu verzeichnen hatte. Diese wurden gleich vor Ort vom Referenten analysiert und zugeordnet. So manche Giftpilze und sogar der gelbe Knollenblätterpilz wurden entdeckt und genauer betrachtet. Dieser Lamellenpilz und seine Verwandten sind tödlich giftig und stellen ein hohes Gefahrenpotential für unvorsichtige und unkundige Sammler dar. Deshalb wurden die Teilnehmer auf unverwechselbare Merkmale speziell hingewiesen. Ebenso erklärte der Experte, dass es ein schlechtes Zeichen ist, wenn Pilze nach Rettich riechen. Dies sei fast immer ein Indiz für deren Giftigkeit.

Der Pilzexperte wies aber auch auf viele Pilzarten hin, an denen der gemeine Sammler mangels Kenntnissen sonst vorbeiläuft. Dabei erfuhren die Teilnehmer ganz nebenbei, dass manche Pilzarten geschützt sind, und nicht entnommen werden dürfen. Ganz viel Informationen gab es natürlich zu gemeinhin bekannten Arten wie Steinpilze, Rotkappen, Maroni und verwandte Röhrlinge, die in großen Mengen in den Sammelkörben landeten. Hier zeigte sich, dass nicht nur die Optik, sondern auch der Geruch, der Geschmack und die Haptik wichtige Bestimmungsmerkmale von Pilzen sind.

Die reichlichen Sammelfunde wurden zum Abschluss der fast dreistündigen Tour ausgebreitet und durchgesprochen. So mancher schimmelige Rotfuß-Röhrling, ungenießbare Trichterling oder giftige Fälbling fand dabei den Weg zurück in den Wald - verbunden mit der im Zweifelsfall lebensrettenden Warnung des Referenten: „Oberste Maxime beim Pilzesammeln ist: Wenn ihr euch nicht ganz sicher seid - unbedingt stehenlassen".

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