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Informationsfahrt der Regensburger Gartenpfleger nach Weihenstephan
07.07.2018 10:51
von Stephanie Fleiner
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Die Gartenpfleger informieren sich in den Weihenstephaner Gärten

Viele Gartenpfleger nutzten das Angebot des Kreisverbandes und fuhren am 07.07.2018 nach Weihenstephan zu den Weihenstephaner Gärten.

Die Gärten unterstützen die Lehre an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und dienen der Forschung und Sichtung von Freilandzierpflanzen. In verschieden Führungen wurden die Gartenpfleger fachkundig durch die Gärten geleitet.

Ein Teil der Gruppe ging durch den Sichtungsgarten der 1947 gegründet wurde und eine Fläche von mehr als 5 Hektar umfasst. In dem Lehr- und Versuchsgarten werden Stauden- und Gehölzsortimente sowie Rosenneuheiten auf ihren Gebrauchswert geprüft. Ein wichtiger Aspekt ist die standortgerechte Verwendung von Stauden in ästhetisch ansprechenden Kombinationen. Im Zentrum des Gartens sind Beet- Stauden-Sortimente und schmuckvolle Rabatten zu sehen. Diese ändern je nach Jahreszeit Farben und Formen der Blüten. Am südgeneigten Hang schließen sich steppenheideartige Pflanzungen, Steingartenanlagen sowie ein Teich und Wasserbecken an. Die Randbereiche sowie der westliche Teil des Gartens sind geprägt durch ein Gehölzsortiment mit einem artenreichen Staudenunterwuchs.

Ein anderer Teil der Gruppe bekam eine fachkundige Führung im Kleingarten. Hier werden bekannte und seltene Gemüsearten, Kräuter und Obstarten für den Hausgarten in zahlreichen Sorten angebaut. Das Experimentieren mit Neuheiten hat dabei einen besonderen Stellenwert.  

Am Nachmittag ging es für alle in den Oberdieckgarten, Hof- und Parterregarten.

Der Oberdieckgarten wurde durch den Bau eines Lehrsaalgebäudes um 1925 vom Hofgarten getrennt. Die ursprüngliche Planung des nach dem Obstkundler Oberdieck benannten Gartens stammt von Carl Wilczek. Seine Grundidee eines architektonischen, in Terrassen und rechtwinkligen gegliederten Gartenareals wurde bei der Neugestaltung der Anlage 2008 aufgegriffen und konsequent fortgeführt. Die einzelnen Geländeabschnitte beherbergen die Gartenthemen: Rosen, Duft- und Arzneipflanzen, Freilandorchideen, Berglorbeer und Azaleen, Pfingstrosen und Zieräpfel, Hortensien und Begleitstauden. Umrahmt wird das Gelände von Gehölzen, die die Szenerie durch unterschiedliche Grünschattierungen und kontrastierende Wuchsformen lebhaft gestalten.

Der parkähnliche Hofgarten umspannt den einstigen Kernbereich des Klostergartens der früher in Weihenstephan angesiedelten Benediktiner. Im Zentrum steht das in den 1990er Jahren renovierte Salettl - das ehemalige Gartencasino der Weihenstephaner Äbte. Sein heutiges Gesicht erhielt der Hofgarten nach mehreren Umgestaltungen um 1950. Ein sehenswerter Baumbestand, abwechslungsreiche Stauden- und saisonale Rabatten Pflanzungen beeindruckten die Gartenpfleger.

Beherrschende Bäume sind markante Blut-Buchen, ein alter Ginkgo, stattliche Exemplare des Silber-Ahorns und des Lebkuchenbaums.

Der Parterregarten musste 2014 komplett um konzipiert werden, da Aufgrund des Befalls mit der Pilzerkrankung Cylindrocladium buxicola der Buchs gerodet wurde und dieser Teil des Gartens ein neues Pflanzkonzept erhielt. Die Frühjahrs- und Sommerblumenarrangements im Parterregarten sind meist als Draufsichtpflanzungen konzipiert, deren Gestaltungsmuster sich den Regensburger Gartenpfleger vom höher gelegenen Hofgarten aus erschloss. Die Schmuckpflanzungen spielen in moderner Weise mit Farben und Formen. Sie bieten überraschende, harmonische, manchmal kontrastreiche oder mitunter auch bizarre Kombinationen.

„Ein gelungener und lehrreicher Tag“, so eine Teilnehmerin, die es sichtlich genossen hat durch die Weihenstephaner Gärten zu wandeln.

 

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