So erreichen Sie uns

Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege e.V.
Altmühlstraße 3
93059 Regensburg

Telefon
0941/4009 370

Kreisverband

Gartenkultur und Landespflege

Beinahe 23000 Garten- und Naturfreunde in 85 Obst- und Gartenbauvereinen schützen und pflegen Natur und Umwelt, prägen Orte und gestalten Heimat im Landkreis Regensburg.

Wir sind für Sie da 0941/4009 370

„Geschichten aus meinem Garten – meine persönlichen Gartentipps“.
17.09.2021 12:37
von Stephanie Fleiner
(Kommentare: 0)

„Geschichten aus meinem Garten – meine persönlichen Gartentipps“.

Die "Strolche" Kindergruppe des OGV Laub
Die "Strolche" des OGV Laub bestehen seit 2011

Thomas Schmal ist Jugendbeauftragter des OGV Laub und gestaltet mit den Kindern das eigene Wohnumfeld zum Natur- und Erlebnisraum, nicht nur für die Kinder sondern für die ganze Bevölkerung. Mit den verschiedenen Aktionen wie dem Wünschebaum, dem Insektenhotel, den drei Anglern und dem Drachen möchte Thomas die Lou verschönern und etwas einzigartiges mit den Strolchen schaffen. Einen Ort in der Natur, an dem man gerne verweilt.


Die Besonderheit: Die Kindergruppe macht durch diese Aktionen auf dieses wunderbare Stück Erde aufmerksam. Sie möchten, dass alle sich von dieser Schönheit verzaubern lassen.

Mein ganz persönlicher Gartentipp

Das Ziel und Bestreben von Oberstrolch Thomas war von Anfang an, den Kids
etwas Besonderes bieten zu können und die Freude an der Natur weiter zu geben.

Elfriede und Josef Schäffer, OGV Laub
Elfriede und Josef Schäffer des OGV Laub legten ihren Garten in Eigenregie an.

Wir haben unseren Garten in den Jahren 1985 und 1986 selbst angelegt. Unser Garten besteht aus vielen blumigen Abschnitten, vereinzelten Sträuchern und Büschen als Sichtschutz sowie einer Rasenfläche, die zum Relaxen und Spielen unserer Enkelkinder einlädt. Unseren Gemüsegarten im hinteren Gartenbereich haben wir es zu verdanken,
dass wir im Sommer auf ein reichhaltiges Obst- und Gemüseangebot zurückgreifen können.

Besonderheit:
Wir legen viel Wert auf eine große und farbenfrohe Blütenpracht in allen Frühjahrs- und Sommermonaten und genießen es jede einzelne Blüte der recht dicht aneinandergereihten Blumen aufgehen zu sehen. 

 

Mein ganz persönlicher Gartentipp

Auch wenn ein blumiger Garten natürlich arbeitsintensiv ist und die vielen Blumen vor allem in den heißen Sommermonaten oft gegossen werden wollen, so rate ich dennoch jeden Gartenliebhaber seinen Garten bei einer heißen Tasse Kaffee am Morgen oder einem kühlen Getränk am Abend nach getaner Arbeit zu genießen. 

Hannelore und Alois Hofbauer, OGV Laub
Hannelore und Alois Hofbauer des OGV Laub haben sich auf 200 m² ein kleines Paradies angelegt.

Als wir im Jahre 2000 den Garten anfingen zu gestalten, ist nach und nach unser kleines Paradise mit vielen lauschigen Ecken, die zum Verweilen einladen, entstanden. Im idyllischen Gartenteich tummeln sich munter die Goldfische. 2008 wurde der Garten durch einen liebevoll gestalteten Ofen aus Ton ergänzt. Durch den angebauten Kamin, bringt er das Holz schnell zum Glühen, so lässt sich im Inneren des Ofens leckeres Fleisch zubereiten, für einen netten Abend mit Freunden.

Mein ganz persönlicher Gartentipp

Ein schöner Garten wischt den Alltag von der Seele.

Georg Werner, OGV Sinzing
Georg Werner, 1. Vorsitzender des OGV Sinzing hat auf seinen 800 m² ein mediterran / exotisches Kleinod geschaffen

Bevor Georg Werner seinen Garten 1994 anfing umzugestalten, war es ein streng formaler Nutzgarten mit Obstbäumen, Beerensträuchern, Gemüse- und Blumenbeeten.

Mittlerweile gibt es im Garten über 1000 verschiedene Pflanzenarten und -sorten mit überwiegend mediterran/exotischer Ausstrahlung. Bei der Gestaltung stehen vor allem die kleinklimatischen Ansprüche der einzelnen Arten im Vordergrund. Die formale Grundstruktur wurde als Verweis auf die ursprüngliche Gestaltung beibehalten.

Besonderheit: 

Viele "exotische" Pflanzen wie Yucca, Agaven, Marokkoginster, aber auch Hibiscus, Bambus, Palmen und eine Banane sind frei ausgepflanzt. Daneben wachsen mediterrane Gehölze wie Judasbaum, Feigen oder Erdbeerbaum. Auf ein ganzjähriges Blühen im Garten wird Wert gelegt.  Im lichten Schatten unter Obstbäumen fühlen sich Bodendecker und Blumenzwiebeln wohl.

 

Mein ganz persönlicher Gartentipp

Der Traum vom Süden läßt sich im eigenen Garten durch geeignete Pflanzenauswahl ein Stück weit verwirklichen. So können einstämmig gezogene Säulenthuja an Mittelmeerzypressen erinnern. Ölweiden (Elaeagnus) eignen sich, um den Eindruck von Olivenbäumen zu vermitteln. Mit in entsprechender Form geschnittenen Mädchenkiefern lassen sich die typischen Silhouetten von Pinien nachbilden. Mit weiteren winterharten Gehölzen, Stauden, Blumenzwiebeln und Gewürzpflanzen aus sommertrockenen Gegenden, kann das mediterrane Flair abgerundet werden. Einmal angewachsen ist der Pflegeaufwand minimal und man hat mehr Zeit seinen „privaten Süden“ mit allen Sinnen zu genießen.

 

Helga und Christoph Danisch, OGV Thalmassing-Luckenpaint
Familie Danisch, OGV Thalmassing-Luckenpaint hat Ihr 400m² großes Refugium 2004 angelegt.

Der Garten ist für uns ein kleines Paradies zum Wohlfühlen und Runterkommen. Schattige Plätzchen mit vielen Sitzgelegenheiten bieten uns Erholungsraum. Die Vielfalt der Sträucher und Stauden schafft für die Tiere und Vögel einen freundlichen Lebensraum. Die alten Bruchsteine, mit der wir die Einfassung gestaltet haben runden das ganze ab. 

Unsere Besonderheit ist auf alle Fälle die Vielfalt der Stauden und Rosen. 

Mein ganz persönlicher Gartentipp

Stauden und Kräuter zwischen Rosen pflanzen!

Stauden, Küchen- und Heilkräuter und der Duftstoff von Lavendel, Minze, Salbei, Thymian tragen durch die ätherischen Öle zur Gesunderhaltung der Rosen bei. Deutlich reduziert wird dadurch der Befall der Rosen von Mehl- und Sternrußtau. Ebenso reduziert sich die Anzahl der Blattläuse und Spinnmilben.

Erich Weiß, OGV Thalmassing-Luckenpaint
Erich Weiß, OGV Thalmassing-Luckenpaint hat ein ehemaliges Freibad mit ca. 3.000 m² renaturiert

Das ehemalige Freibad von Thalmassing 1000 m² Wasserfläche wurde zu einem Wassergarten mit Unterwasserbeobachtung naturnah umgestaltet. Die Renaturierung begann 1998.
Hier wurden unterschiedliche Elemente einer natürlichen Gestaltung gewählt und im Laufe der Jahre umgesetzt.
Ein Steg in der Mitte des Sees gibt dem Betrachter die Möglichkeit ganz nah in die vorhandene Flora und Fauna mit der atemberaubenden Unterwasserwelt einzutauchen und die ca.40 verschiedenen Fischarten durch eine Glasscheibe zu beobachten.
Das gesamte Bild des ökologischen Fingerabdruckes in der Umgebung einzigartig.
Es wurde beim planen der Anlage und bei der Umsetzung mit der Auswahl der Pflanzen größter Wert auf einheimische Pflanzen und Fische gelegt.
Mit den Jahren haben sich zahlreiche Amphibien, Insekten und Vogelarten angesiedelt.
Es handelt sich hier um Wasserfrösche, Lurche, Mosaikjungfer bei den Vogelarten ist der Eisvogel, Nachtreiher, Schilfrohrsänger anzutreffen. Auf der Restfläche von 2000 m² sind Kombinationen aus Natur mit Gartenelementen verschiedener Materialien wie zum Beispiel: Stein, Holz und Metall künstlerisch und naturnah miteinander verbunden.
Diverse Beobachtungshäuschen, aus denen man die Tiere aus nächster Nähe beobachten kann, sind vorhanden und in das gesamte Konzept eingepflegt.
Wasser ist hier das prägende Element und spiegelt sich in Brunnen und Bachläufen wieder.
Ein Wasserrad mit der Funktion der Regulierung des Wasserstandes in der Anlage kann in seiner Funktion betrachtet werden.
Alles in allem, ist das eine gelungene und einzigartige Oase in der Umgebung Thalmassing.
Eine Besonderheit hier, dass Natur und Gartengestaltung bei all Ihrer Vielfalt nach 20 Jahren gelungen ist. Die große Anzahl der unterschiedlichen Tierarten, die sich angesiedelt haben mit der Unterwasserwelt bestärken hier meine nachhaltige Gestaltung.
Ich würde mich freuen, wenn Sie sich vor Ort selbst ein Bild verschaffen möchten.

Petra Hierl, OGV Langenerling
Petra Hierl, 1. Vorsitzende des OGV Langenerling bewirtschaftet 1.000 m² Gartenfläche

Nach und nach wurde aus den Grünflächen rund um die Wirtschaftsflächen des Bauernhofs ein Rosengarten mit vielen Gartenzimmern und Sitzgelegenheiten. Von 2000 - 2015 wurden nach und nach neue Rosen gepflanzt, Rosenbögen für zahlreiche Kletterrosen installiert und die Flächen für die Gartenzimmer modelliert. So entstanden nach und nach viele romantisch, verspielte Ecken und auch Wasserflächen für so manche Seerose. Damit es das ganze Jahr blüht wurden viele Begleitstauden zwischen die Rosen gepflanzt. 

Die Besonderheiten in Petra Hierls Garten sind viele Rosen vereint mit den alten Strukturen, z.B. lehnt sich die stark kletternde  Bobby James, am alten Kirschbaum an und umhüllt zugleich den Laubengang. 

Mein ganz persönlicher Gartentipp

Vertraue auf die Natur, das meiste regelt sich selbst!

Barbara Seibold, OGV Moosham-Sengkofen
Barbara Seibold, 1. Vorsitzende des OGV Moosham Sengkofen bewirtschaftet ihr 7.000 m² großes Grundstück seit 2006

Der Garten wurde von Oma Allmeier, Barbara Seibold, Erich Weiss (lieber Freund und beruflich: Renaturierung von Truppenübungsplätzen) 2006 neu angelegt.

Es wurde eine sehr sumpfige Wiese ausgebaggert. Das Baggergut wurde zu Hügeln im Garten modelliert. Die „Quellen“ des Isarwassers wurden freigelegt, welches über die Tegelschicht seinen weiten Weg daher-mäandert.

Seither schmiegen sich ehemaliger Betriebsbereich der Dorfschmiede, Hausgarten mit kleinem Gemüsebereich und „Biotop-Teil“ aneinander.

die Besonderheiten: Im Biotop-Bereich dürfen sich Wiesel, Wildenten, Ringelnattern, Libellen, Fledermäuse, Graskarpfen und Co tummeln. Wobei Oma Allmeier mit Ihren 92 Jahren im Hausgarten immer noch „rumkrautert“ und für „Ordnung“ sorgt.

Mein ganz persönlicher Gartentipp

Mit ein wenig Hilfe und natürlichen Begrenzungen dürfen Brennnesseln, Beinwell, Giersch und weitere Wildkräuter gerne neben Lilien, Rosen, Hortensien und sonstigen Gartenschönheiten Ihre Pracht entfalten! Sie dienen vielen Insekten als Nist- und Nährbereich. Aus Brennesseln bereite ich eine stärkende Jauche für meine Pflanzen. 

Konrad Lachner, OGV Kareth
Konrad Lachner, OGV Vorsitzender in Kareth bewirtschaftet seinen 200 m² großen Garten seit 1960.

Die Gestaltung und Anlage des gesamten Gartens wird jedes Jahr neu belegt, bepflanzt und neu bearbeitet.
Die Artenvielfalt machen den gesamten Garten Interessant.

Das besondere in seinem Garten sind 4 Bienenvölker, ein größeres Insektenhotel und 5 Starenunterkünfte sowie Unterkünfte für Meisen und Spatzen sind in bestimmten Höhen angebracht. Auch ein überdachtes Fischbecken und weitere Wasserauffangbecken sind im Garten eingebracht. Die Gartenerde ist bestens geeignet zum Anbau von Radi. Bereits ab Ende Mai wird der erste beliebte und bekannte Radi im Garten Lachner geerntet. Die Vielfalt ob Gemüse, Blumen, Obst, Beeren, Kräuter, Gräser, Sträucher, Vogelbehausungen, Bienen, Insektenhotel, Gewässer und noch vieles mehr dürfte in meinem Garten einzigartig sein.

 

Mein ganz persönlicher Gartentipp

Im Garten ist es immer wichtig, rechtzeitig auf Artenvielfalt zu achten, zeitgerecht das für den Eigenbedarf geeignete zu säen und pflanzen. Auch unsere Insekten, Vögeln und sonstigen Lebewesen nicht außer Acht lassen. Im Garten gibt es kein Unkraut, das verdächtige Kraut steht nur auf dem falschen Platz.

Dieses Jahr wird der Kreisverband 125 Jahre alt.

In all den Jahren haben sich Mitglieder generationenübergreifend über ihre Gärten ausgetauscht und das Fachsimpeln kam damals wie heute nie zu kurz.

Nur durch das persönliche Engagement jedes einzelnen können wir heute auf 125 erfolgreiche Jahre im Obst- und Gartenbau zurückblicken. Wir stellen Ihnen die Menschen, die hinter diesem Erfolg stecken vor.

Die Tipps und Tricks gaben und geben unsere Mitglieder selbstverständlich an die nächste Generation weiter und gerne hören wir auch heute noch zu, wenn jemand uns über Besonderheiten seines Gartens erzählt.

Über das Wissen, die Erfahrung und die gärtnerische Leidenschaft erfahren Sie hier in unserer Serie „Geschichten aus meinem Garten – meine persönlichen Gartentipps“.

 

Zurück

Copyright © Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege e.V.