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Die Wolfgangseiche
17.08.2020 12:50
von Sebastian Köhler
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Ein Naturdenkmal

Die Wolfgangseiche

Ihren Namen hat sie vom Heiligen Wolfgang, einem der ersten Bischöfe von Regensburg. Er soll der Legende nach unter der Eiche gepredigt haben. Auch wenn das wohl eher in das Reich der Sagen verbannt werden kann – ein christlicher Ort ist der Baumriese noch heute. Alljährlich findet im Juli ein Gottesdienst unter der Eiche statt, nur die Corona-Pandemie ließ die Messe im Grünen dieses Jahr ausfallen.

 

Nachkommen sollen die Eiche für die Zukunft bewahren

Die alte Eiche für die Zukunft zu bewahren – das ist der Wunsch von Karl Pröpstl, Ehrenvorsitzender des Kreisverbands Regensburg für Gartenkultur und Landespflege.

Deshalb sammelten er und seine Frau im Jahr 2008 Wolfgangs-Eicheln und pflanzten sie mit etwas Hilfe ein. Mittlerweile sind daraus etwa 90 Pflänzchen gewachsen. Im ganzen Landkreis hat er sie an die Obst- und Gartenbauvereine verteilt. „Mit dem Hintergedanken, dass dieses einzigartige Naturdenkmal wieder mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt wird. Und vor allem auch, dass spätere Generationen wissen, dass dieses Naturdenkmal existiert hat.“

Ein Sprössling direkt vor der alten Eiche

Ganz in der Nähe der Wolfgangseiche steht nun einer dieser Nachkömmlinge – er gedeiht prächtig. Ernst Kulzer, Vorsitzender des Obst- Gartenbauvereins Thalmassing, weiß auch den Grund dafür: „Das ist der gute Standort, der auch der alten Eiche schon guttat. Und mit dem Vorbild direkt vor der Nase wächst er umso besser heran.“ Auch vor dem Landratsamt steht ein Sprössling der Eiche, erst auf den zweiten Blick ist zu erkennen, dass das kein Unkraut, sondern eine kleine Eiche ist.
Auch Raffael Parzefall, Bürgermeister und Ortsheimatpfleger von Thalmassing, hat großen Respekt vor dem uralten Baum. Auch, weil sie nicht durch Menschenhand entstanden ist wie andere Bauwerke, sondern die Natur sie selbst hervorgebracht hat: „Erst wenn man sich mit der Eiche näher beschäftigt, dann wird einem erst bewusst, wie alt sie ist und wie viel die schon gesehen hat. Das macht es bemerkenswert und ist eigentlich das Imposante daran.“

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