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Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege e.V.
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Gartenkultur und Landespflege

Beinahe 23000 Garten- und Naturfreunde in 85 Obst- und Gartenbauvereinen schützen und pflegen Natur und Umwelt, prägen Orte und gestalten Heimat im Landkreis Regensburg.

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Gartentipps

Nützliche Informationen von unseren Fachberatern für Gartenkultur und Landespflege

Damit Sie nichts Wichtiges vergessen, finden Sie in unseren Gartentipps die wichtigsten Gartenarbeiten nach Monaten sortiert. Hier erfahren Sie, wann Sie  z. B. an Obstgehölzen den richtigen Schnitt vornehmen, wie Sie am besten mit Kompost düngen, wie Sie bei Obst und Gemüse mit umweltgerechten Maßnahmen vorgehen um die Pflanzen vor Schädlingen oder Pilzen zu schützen und vieles mehr ...

Immer am Anfang jeden Monats können Sie hier die entsprechenden aktuellen Tipps als pdf herunterladen 

-schauen Sie wieder vorbei ...

OKTOBER
Monat Oktober

Der Oktober ist der Monat des bunten Laubs, der ersten Frostnächte und der letzten halbwegs warmen Tage.
Im Ziergarten werden jetzt die Kübelpflanzen nah ans Haus gerückt, um sie vor der Nachtkälte zu schützen. Sie sollten aber möglichst lange draußen belassen werden. Ein Vlies zum Abdecken kann die Freiluftsaison vor dem Einwintern verlängern. In den Beeten sollten alle standfesten Stauden, wie Astern, Sonnenhut, Ziergräser u.a. über den Winter belassen werden. Insekten und andere kleine Tiere finden hier ein Winterquartier. Erst im Frühjahr, mit dem Neuaustrieb, erfolgt der Rückschnitt. Die meisten Einjährigen Zierpflanzen, die uns den Sommer bunt und abwechslungsreich gestaltet haben und so manche Lücke im Beet üppig füllten, sind jetzt nicht mehr ansehnlich und werden kompostiert. Von vielen (z.B. Tagetes, Cosmea, Zinien) lassen sich Samen für das nächste Jahr gewinnen. Kälteempfindliche Stauden (z.B. Funkien und Taglilien) werden nach den ersten Frostnächten, wenn ihr Laub braun und welk geworden ist, abgeräumt. Diese Pflanzen könnten sonst im Winter durch Fäulnis Schaden nehmen. Das Falllaub sollte vor allem aus Rasenflächen entfernt werden, da sonst Schäden auftreten und Lücken entstehen. In Stauden- und Gehölzflächen wird über Winter eine Laubschicht belassen. Erst im Frühjahr, mit dem Austrieb der Zwiebelpflanzen und Stauden, wird das Laub grob entfernt und der Rest beim Bodenlockern eingearbeitet. Sollten Sie Dahlien im Garten haben, werden die Knollen entnommen, sobald der Frost die oberirdischen Pflanzenteile geschädigt hat. Zum Einwintern wird die Grünmasse und die Erde entfernt und die Knollen werden trocken, dunkel, kühl aber frostfrei im Keller gelagert.
Der Oktober ist auch der ideale Monat für die Herbstpflanzung. Sollten Beete neu- oder umgestaltet werden, ist jetzt der optimale Zeitpunkt. Gehölze und Stauden wachsen noch gut an. Frühjahrsblüher (Krokusse, Tulpen, Narzissen uvm.) werden jetzt in die Lücken im Beet gesetzt.
Im Gemüsegarten werden alle kältempfindlichen Pflanzen abgeerntet. Wintergemüse, wie Rosenkohl, Zichorien, Endivien, Mangold usw. können mit etwas Schutzvlies in die Wintersaison gehen. Leere Beete werden mit Mulch bedeckt. Es eignet sich Laub oder samenfreier Rasenschnitt. Die Mulchschicht wird im Frühjahr in den Boden eingearbeitet und dient gleich der Bodenverbesserung.
Im Obstgarten gibt es im Oktober noch einiges zu ernten. Späte Äpfel und Birnen werden abgenommen und eingelagert oder verarbeitet. Auch viele Quittensorten reifen jetzt. Fruchtmumien sollten aus den Bäumen entfernt werden, da sie oft als Infektionsherd für Krankheiten oder Überwinterungsquartier für Schädlinge dienen. Haben Sie späte Brombeersorten im Garten, können jetzt die abgetragenen Ruten noch entnommen werden. An den späten Weinstöcken reifen im Oktober noch die letzten Weintrauben- zum Verzehr, oder zum Keltern für den eigenen Hauswein?
Wie immer gibt es im Garten einiges zu tun – ein willkommener Ausgleich zu jeder Jahreszeit

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

 

Herbstdekoration
NOVEMBER

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Traditionell widmen wir im Spätherbst unseren Gräbern erhöhte Aufmerksamkeit. Verblühtes wird beseitigt, das Grab mit einer neuen Bepflanzung noch einmal aufgewertet. Gut geeignet hierfür sind Astern und Chrysanthemen, die mit einem breiten Farbspektrum über ersten Frösten hinaus durchhalten. Auch Horn- oder Alpenveilchen, Heidekraut und Stiefmütterchen setzen farbige Akzente.
Kombiniert wird mit ausdauernden Blattschmuckstauden wie z.B. dem Purpurglöckchen, die mit Blättern in unterschiedlichen Rottönen für Herbststimmung sorgen. Aber auch hier gilt: weniger ist oft mehr! Wenn zu viele Farben miteinander konkurrieren, kommt keine wirklich zur Geltung. Lieber mit nur drei Farben eine entschiedene Kombination zusammenpflanzen und mit einem grünen Rahmen aus geeigneten Bodendeckern einen zusätzlichen Kontrast setzen. Efeu, kleines Immergrün oder die Kriechspindel sind hierfür genauso geeignet wie das Sternmoos oder das Fiederpolster.
Im Unterschied zur Frühjahrs- oder Sommerpflanzung ist zu beachten, dass die Pflanzen jetzt nicht mehr an Größe zunehmen, sie müssen also enger pflanzen, um von Anfang an keine Lücken in der Pflanzung zu haben.
Im Garten hält der November hoffentlich noch ein paar sonnige Stunden für uns bereit. Auf den Gemüsebeeten finden sich noch Rosenkohl, Lauch und Feldsalat, die bereits abgeräumten Bereiche freuen sich über eine Laubschicht sofern nicht eine Gründüngung angesät wurde.
Viel organisches Material ist im Herbst angefallen und sollte zerkleinert und gut gemischt auf den Kompost wandern. Gemeinsam mit dem bereits halb verrottetem Material, das im Lauf des Sommers gesammelt wurde, wird nun umgesetzt und neu aufgeschichtet. So sorgt man für eine gute Sauerstoffzufuhr und beste Voraussetzungen zur Verrottung. Sobald der Behälter gefüllt ist wird er mit alten Jutesäcken oder- noch besser - ca. 200g/m² schwerem Vlies abgedeckt. Dieses ist in der Lage Niederschlagswasser abzuleiten und damit einen Nährstoffaustrag durch Auswaschung zu vermeiden.
Jetzt noch Werkzeug und Geräte pflegen. Dazu werden zuerst Reste von Erde entfernt und eventuell vorhandener Rost mit Stahlwolle abgebürstet. Spaten und Hacke werden bei Bedarf mit einer Feile geschärft. Eine dünne Schicht Pflanzenöl verhindert neuen Rost auf Metallteilen und pflegt Holzstiele von allen Werkzeugen. Schnittwerkzeug, wie z.B. Baumscheren werden ebenfalls gereinigt, geschliffen und zusätzlich desinfiziert um eine Übertragung von Krankheiten bei der nächsten Schnittmaßnahe zu vermeiden.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt - Telefon 0941/4009-361, -362, -619, 792 - gerne zur Verfügung.

Heidekraut
DEZEMBER
Monat Dezember

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Der Dezember ist erfahrungsgemäß ein relativ warmer Wintermonat. Das heißt für uns Gärtner, dass wir auch noch Gartenarbeiten durchführen können. Ideal ist die Zeit zum Pflanzen von laubabwerfenden Gehölzen (Sträucher, Obstbäume, Hausbäume). Die jetzt gepflanzten Gehölze wachsen wesentlich besser als die im Frühjahr gepflanzten.

Den Garten Aufräumen gehört eigentlich nicht in das gärtnerische Vokabular. Besonders die mit dem Begriff verbundenen Tätigkeiten wie Laub abräumen oder Stauden zurückschneiden. Dazu einige Tipps, die das Leben erleichtern und der Natur dienen:
- Lassen Sie das Laub unter den Bäumen auch mal liegen. Das meiste verrottet über den Winter und gibt den Bäumen wieder ihre Nährstoffe zurück
- Geben Sie überschüssiges Laub auf die abgeräumten Beete im Gemüsegarten oder zwischen die Stauden in den Blumenbeeten.  Der Boden dankt es mit Gesundheit und Ertrag
- Lassen Sie verblühte Samenstände von Blumen und Gräsern stehen. Sie dienen als Winternahrung für die Vögel und als Schutzraum für Insekten
- Lassen Sie auch „Wilde Ecken“ im Garten mit Totholz oder Steinhaufen zu. Sie sind begehrte Rückzugsräume für viel Kleintiere und Insekten.
- Mähen Sie den Rasen nur, wenn die Gräser länger als 10 cm sind und dann nicht zu tief, sonst können sich leicht Schäden durch Frost und Trockenheit einstellen.

Wenn Sie für den Advent oder Weihnachten Tannenäste oder sonstiges Wintergrün besorgen, denken Sie auch an Ihre Rosen oder sonstigen empfindlichen Zierpflanzen wie z.B. Tellerhortensien. Einige Zweige an der Basis in die Erde gesteckt dienen als Frost- und Sonnenschutz.

Zum Schluss noch ein Tipp fürs Wohlbefinden: Gehen Sie bewusst einmal durch den winterlichen Garten und stellen Sie sich vor, was im nächsten Jahr alles aus der Erde sprießen wird. Sie erleben den Garten als Wunder der Natur und Sie kommen dabei selbst zur Ruhe!


Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

JANUAR

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.


Die Gartenarbeiten im Januar sind relativ überschaubar. Dennoch gibt es einige Dinge, die es für den Freizeitgärtner zu beachten gilt.
Für den Winterschutz der Rosen dienen die „ausgedienten Zweige“ des Christbaumes. Hier geht es nicht vorrangig um den Frostschutz, als vielmehr durch Beschattung den aufsteigenden Saftstrom durch die Wintersonne zu minimieren.
Den Kübelpflanzen muss im Winterquartier regelmäßig hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden. Krankheitsbefallene Blätter entfernen, auf Schädlinge achten und diese gegebenenfalls beseitigen und die Kontrolle der Ballenfeuchtigkeit sind die wichtigsten „Arbeiten“, die hier anfallen.
Um die Vitaminzufuhr im Winter nicht zu kurz kommen zu lassen, ist das „Heranziehen“ von Keimsprossen eine willkommene Abwechslung. Kresse, Sojabohnen, Rettich, Radieschen und Broccoli sind nur einige der Köstlichkeiten, die der Fachhandel anbietet. Die Hygiene ist auch hier unerlässlich. Diese bezieht sich in der Regel auf mind. zweimaliges Ausspülen der Sämereien, die in den Keimboxen herangezogen werden. Auch das Antreiben von Schnittlauch ist eine begehrte Möglichkeit mit frischem, vitaminreichen „Grün“ den Speiseplan zu bereichern. Hierzu wird vor den starken Frösten der Ballen der Schnittlauchpflanze ausgegraben, getopft und ins warme Zimmer gestellt. Die Ernte der Schnittlauchtriebe beschränkt sich in der Regel auf zweimaliges Abschneiden, dann geht dem Ballen die Kraft aus. Aus diesem Grund, ist es besser mehrere Töpfe vorzubereiten und diese bei Bedarf in die warme Stube zu stellen.
Eingelagertes Obst und Gemüse muss hin und wieder, auf Faulstellen kontrolliert werden. Pilzliche Erkrankungen können unbemerkt in kurzer Zeit den ganzen Bestand infizieren.
Selbst wenn es verlockend sein kann, bei relativ warmen Temperaturen im Januar den Gehölzschnitt durchzuführen, sollte dieser doch erst nach den letzten Frösten im Frühjahr erfolgen. Winter- und frühjahrsblühende Gehölze werden ohnehin erst nach der Blüte geschnitten.
Ein immer wieder wiederkehrendes, aktuelles Thema ist: „Wie füttert man die Vögel im Garten richtig“. Der Landesbund für Vogelschutz steht hier immer mit Rat und Tat zur Seite. Auf der Homepage des Verbandes (www.lbv.de) finden Sie die entsprechenden, sehr hilfreichen Ratschläge.
Eine Anmerkung in eigener Sache; Gehölze und Stauden mit Frucht- und Samenständen, die den gefiederten Freunden im Winter zur Verfügung stehen sind nicht nur dekorativ, sondern tragen auch zum abwechslungsreichen Nahrungsangebot bei. Das ist ein Grund mehr, den Garten im Herbst nicht komplett „abzuräumen“.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

Wintergarten
FEBRUAR

Sicherlich ist der Winter die ruhigste Jahreszeit für den Gärtner. Es ist jedoch auch jetzt durchaus sinnvoll regelmäßige Kontrollgänge durch den Garten zu unternehmen. Bei relativ milden Temperaturen gibt es immer wieder etwas zu tun.
Solange es noch keine starken Fröste gegeben hat und das Wintergemüse noch nicht gänzlich geerntet ist kann immer noch verschiedener Kohl oder winterfester Salat unter Vlieslage belassen werden. Frühbeetbesitzer können die Gemüsesaison verlängern. Mit dem Anbau, z.B. von Salat, Spinat, Kohlrabi u.ä. kann schon begonnen werden. Für die Märzaussaat im Gemüsegarten werden jetzt die Planungen nochmals kontrolliert. Wie ist die Beeteinteilung? Ist alles Saatgut vorhanden? Wann können die Beete hergerichtet werden? Wird noch Kompost benötigt? Ist mal wieder eine Bodenprobe notwendig? In den Gärtnereien finden sich auch immer wieder neue Sämereien – vielleicht kann auch mal etwas Neues ausprobiert werden. Auch beim Sachgebiet Gartenkultur und Landepflege im Landratsamt gibt es eine Samenbörse –vielleicht gibt es da etwas zu entdecken. Zudem muss das Lagergemüse immer wieder kontrolliert werden, so dass Fäulnis und Schäden verhindert werden.
Bei den Kontrollgängen im Garten ist es auch wichtig im Obstgarten Himbeeren und Johannisbeere auf Gallenbefall zu kontrollieren. Im Winter sind diese Verdickungen am Trieb oder an den Knospen gut zu erkennen und können weggeschnitten werden. Frostfreie Februartage sind der richtige Zeitpunkt, um echten Wein zu schneiden. Die Triebe des letzten Jahres werden dabei stark auf Zapfen mit 2 Augen zurückgeschnitten. Bei den Obstbäumen kann man sich im laubfreien Zustand gut Gedanken machen, welche Äste beim Frühjahrsschnitt im März entfernt werden sollten. Wichtig ist es daran zu denken, dass ein starker Frühjahrsschnitt einen starken Austrieb zur Folge hat. Will man „mehr Ruhe“ im Obstbaum empfiehlt sich ein Sommerschnitt. Auch das Obstlager muss immer wieder gut durchgeschaut werden. Findet sich beschädigtes Obst, kann dies im Garten an die Vögel verfüttert werden.
Achten Sie bei Ihren Gartenrundgängen auf Unkraut in den Beeten– solange es keine starken Nachtfröste gibt und die Tagestemperaturen in die Plusgrade gehen, gibt es immer wieder auflaufende Unkräuter.
Im Ziergarten werden standfeste Stauden wie Gräser, Astern, Sonnenbraut u.ä. als Überwinterungsmöglichkeit für Insekten belassen, bis ein deutlicher Neuaustrieb zu beobachten ist. Winterblühende Gehölze wie Winterjasmin, Duftschneeball, Zaubernuss u.ä. zaubern jetzt schon Farbtupfer in den Garten. Naturnahe Gehölze wie Haselnuss, Feldahorn, Liguster, Hainbuche u.ä. können jetzt gut ausgelichtet werden. Robuste sommerblühende Gehölze, wie z.B. Sommerflieder werden an frostfreien Tagen zurückgeschnitten, damit ein starker Neuaustrieb angeregt wird. Frühjahrsblühende Gehölze werden erst nach der Blüte geschnitten. Die Laubmulchschicht auf den Beeten und unter den Sträuchern kann an einem sonnigen Tag mit der Mistgabel gewendet werden – so verrottet das Mulchmaterial besser und bildet Nährstoffe für den Start ins Frühjahr. Die Mulchauflage kann jetzt von Winterlingen, Schneeglöckchen und frühen Krokussen entfernen werden, so dass eine gute Entwicklung möglich ist. Die frühen Blüten bilden die erste Nahrung für Insekten, die an warmen Tagen bereits unterwegs sind.
Sollten Sie Bereiche haben, die Sie neu gestalten möchten ist jetzt noch Gelegenheit die Neupflanzungen zu planen und sich um die Beschaffung der Pflanzen für die Frühjahrspflanzung zu kümmern.
Bei den Kübelpflanzen wird immer wieder auf Schädlingsbefall kontrolliert. Gegossen wird nur mäßig- lieber stehen die Kübelpflanzen im Überwinterungsquartier zu trocken, als dass Nässe sie schädigt.
Denken Sie daran die Vögel in Ihrem Garten täglich zu füttern. Jetzt ist es auch höchste Zeit die Nistkästen im Garten zu säubern und zu platzieren.
Sehen Sie auch noch nach Ihrem Werkzeug, so dass alles einsatzbereit ist. Auch die Scheren sollten nocheinmal gesäubert, geschliffen und geschmiert werden.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.
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Blühende Zwiebelpflanzen Ende Februar
MÄRZ

Die Tendenz der letzten Jahre setzt sich fort. Der Frühling kommt immer früher. Dabei ist für Gärtner nicht der meteorologische (1. März) oder der astronomische (20. März) sondern der phänologische Zeitpunkt von Bedeutung. Die Phänologie befasst sich mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen der Pflanzen. Es werden die Eintrittszeiten charakteristischer Vegetationsstadien (Phasen) beobachtet und festgehalten. Dabei wird auch genauer differenziert in den einzelnen Jahreszeiten. Statt der 4 bekannten Jahreszeiten spricht man hier von 10 Phasen. Der Frühling z.B. wird aufgeteilt in Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling. Für jede dieser Zeiten gibt es eine oder mehrere Zeigerpflanzen. Der Vorfrühling beginnt mit der Blüte der Schneeglöckchen und Haselnuss. Der Erstfrühling wird durch die Blüte der Forsythie eingeleitet. Das ist auch die Zeit, in der wir im Garten richtig loslegen können. Im Vollfrühling beginnen die Apfelbäume und der Flieder zu blühen. Laut Deutschem Wetterdienst hat sich seit 1961 die Vegetationsperiode, also die Wachstumszeit um über 2 Wochen über das ganze Jahr verlängert.
Für uns Gärtner ist das erstmal kein Problem. Wir können auch mit dem Garteln früher anfangen. Sobald der Boden oberflächlich abgetrocknet und ausreichend warm ist, kann mit der Bestellung im Gemüsegarten begonnen werden. Wenn Sie jetzt fragen: „Wann ist denn der Boden ausreichend warm?“ dann lautet die Antwort: „Wenn Sie mit der Hand in den Boden greifen und die Finger nicht mehr frieren!“
Jetzt können Sie auch erstmals wieder den Kompost umsetzen, um den Rottevorgang zu fördern. Hilfreich dafür ist die Verwendung mehrerer Kompostboxen nebeneinander. So können Sie das Material aus einem Behälter in den benachbarten leeren Kompostbehälter füllen. Dadurch erreichen Sie gleichzeitig die optimale Vermischung. Oft finden sich beim Umsetzen weiße dicke Käferlarven im Kompost. Das sind in der Regel Rosenkäverlarven. Die sollten Sie unbedingt am Leben lassen, denn sie tragen zur Zersetzung des Komposts bei. Wenn Sie bereits weitestgehend zersetzten Kompost haben, den Sie absieben können, dann ist das die ideale Startdüngung, sowohl für das Gartenbeet als auch für den Rasen. Im Gemüsegarten sollten Sie dabei max. die Menge von 2 Liter auf den Quadratmeter ausbringen. Für den Rasen können es bis zu 5 Liter sein. Bei Blumenbeeten ist eher Zurückhaltung angebracht. Hier sollte nur bei erkennbaren Nährstoffmängeln gedüngt werden.
Viele Gartenbesitzer versuchen im März das ungeliebte Moos mithilfe eines Vertikutierers oder gar mit chemischen Entmoosungsmitteln zu entfernen. Das ist vertane Mühe. Das Moos kommt garantiert wieder und der Vertikutierer ist kein Entmooser sondern ein Gerät zum Bodenbelüften. Moos wächst immer da, wo sonst nichts mehr wachsen kann oder will. Es hilft also, Lücken auf der Bodenoberfläche zu schließen. Grundsätzlich ist Moos kein Problem im Garten und kann getrost akzeptiert werden.


Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

Frühling im Garten

Gartentipp März 2020
Gartentipp März 2020 (396,3 KiB)
Gartentipp März 2019
Gartentipp März 2019 (331,6 KiB)
APRIL

Ziersträucher: Alle Sträucher, die im Sommer und Herbst erst blühen, können jetzt noch kräftig zurückgenommen werden. Dazu gehören z.B. die Sommerflieder, die Bartblume oder auch der Hibiskus. Alle Frühjahrsblüher wie Mandelbäumchen, Forsythie und Ranunkelstrauch erhalten ihren Schnitt erst nach der Blüte.


Gemüsebeet:  Jetzt kann man bereits Blattgemüse wie Spinat, Rucola und Mangold ins Freie säen. Aber auch Rettiche, Radieschen, Zuckererbsen und Kohlarten eignen sich für die Anzucht im Freien. Wer Salat, Kohlrabi und Co als Jungpflänzchen ins Beet bringt, sollte für sehr kalte Nächte immer eine Abdeckung bereithalten. Nach der Pflanzung sorgt eine Mulchschicht für Schutz vor Trockenheit und Verschlämmung des Bodens bei starken Regen. Im Warmen vorgezogenes Gemüse wie Tomaten, Zucchini, Gurken und Paprika sollte - bei ausreichender Belichtung – schon mal kühler gestellt werden. Sonst werden die Pflanzen zu langtriebig und brechen leicht bei der Umsiedelung ins Beet im Mai.


Staudenbeet: Inzwischen spitzen die meisten Stauden gut erkennbar mit neuen Trieben aus dem Boden. Die vertrockneten Triebe vom Vorjahr werden ebenso entfernt wie die abgestorbenen Pflanzenteile, die den Boden bedecken. Jetzt kann die Sonne direkt auf den Boden treffen und ihn gut erwärmen. Stauden, die im Sommer und Herbst blühen, können jetzt noch vorsichtig ausgegraben und geteilt werden. Das bringt blühfaul gewordenen Pflanzen wieder in Schwung. Auch Neupflanzungen in bestehende Lücken der Rabatte kommen jetzt in den Boden. Danach hilft auch hier eine neu aufgebrachte Mulchschicht die Verdunstung an heißen Tagen zu reduzieren und spart Gießarbeit. Nur auf Rindenmulch sollten Sie im Staudenbeet verzichten, er behindert manche Stauden darin, sich in die Breite zu entwickeln. Hat man kein anderes Mulchmaterial zur Verfügung ist Kompostmulch vom Kompostwerk eine gute Alternative.


Balkon und Terrasse: Spätestens jetzt sollten Sie Ihre Kübelpflanzen aus dem Winterquarteier holen. Nach einer Kontrolle auf Schädlinge und Krankheiten ist vielleicht ein Rückschnitt notwendig um den Pflanzen eine kompakte Form zu verleihen.  Werden die Pflanzen in einen größeren Topf umgepflanzt, so kann man mit dem richtigen Substrat leicht eine Grundversorgung an Nährstoffen sicherstellen. Bei Pflanzen, die schon Jahre im gleichen Topf stehen, ist das schwieriger. Orangerien helfen sich so: Die Pflanze wird aus dem Topf gehoben, die Wurzeln rundum vom äußeren Rand her in einer Breite von 2-3 cm zurückgeschnitten. Der so entstehende Raum zwischen Ballen und Topf wird dann mit neuem Substrat gefüllt. Danach die Pflanzen langsam an die Temperaturen und die Intensität der Sonne gewöhnen, damit keine Schäden wie z.B. Sonnenbrand entstehen oder das Wachstum ins Stocken gerät.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.
Telefon 0941/4009-361, -362, -619.

Schachbrettblume, filigrane Schönheit im April
MAI

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Hobbygärtner von Interesse sind.

Im Gemüsegarten wird der Grundstein für eine erfolgreiche Ernte gelegt. Es wurden schon vor längerem Tomaten, Paprika, Chili usw. im Haus, auf der Fensterbank, ausgesät. Die kleinen Setzlinge sind inzwischen zu stattlichen Pflanzen hergewachsen. Nun gilt es aber die noch zarten, empfindlichen Pflänzchen nicht mit einem Überangebot aus Sonne, täglicher Hitze und nächtlicher Kühle mit evtl. Frost zu überfordern. Ein windgeschütztes, halbschattiges Plätzchen ist der ideale Ort die Pflanzen zu aklimatisieren. Wir dürfen nie vergessen, dass auch die Pflanzen einen Sonnenbrand bekommen können.
Das gilt natürlich auch für alle vorgezogenen Pflanzen, egal ob Tagetes, Löwenmaul, Cosmeen, Zinnien etc. oder weiteren Gemüsepflanzen wie Zucchini, Gurke, Kürbis usw., die man am liebsten schon im kleinen Topf in die Erde pflanzen möchte. Die Grundvoraussetzung ist aber immer, dass der Boden sich erwärmt hat. In kaltem Boden „verhocken“ die Pflanzen und haben enorme Anlaufschwierigkeiten und mit Sicherheit auch Qualitätseinbußen. Für Kulturen, die sofort in die Erde gesät werden gilt das genauso. Hier hilft uns eine alte Gärtnerweisheit: „Säst mi im April, komm´ i wann i will, säst mi im Mai, komm i glei´“.
Hier machen sich die Vorzüge eines Hochbeetes wieder bemerkbar, das man durch die höhere Bodentemperatur wesentlich eher bewirtschaften kann als das normale Gartenbeet.
Der Ziergarten stellt sich derzeit in den buntesten Farbtönen dar. Die frühblühenden Ziergehölze können unmittelbar nach der Blüte geschnitten und somit verjüngt werden. Dies sind vor allem die Zierjohannisbeere, Brautspiere, Forsythie oder auch der Winterduftschneeball um nur einige zu nennen.
Auch jetzt lassen sich noch zu dicht stehende Stauden teilen. Das Blattwerk der schon verblühten Blumenzwiebeln lässt man am besten einziehen. So können sie Energie in Form von Nährstoffen in dem Speicherorgan Zwiebel einlagern.
Der Rasen ,wenn er denn als Gebrauchsrasenfläche benutzt wird, sollte vor dem verticutieren immer erst 2- 3 Mal gemäht werden. Der Glaube, dass man mit verticutieren Unkräuter und Moose dauerhaft aus der „grünen Fläche“ verbannen kann hält sich immer noch sehr stark. Bei unseren heißen und trockenenSommermonaten wird sich der klassische Rasen, ohne viel in die Pflege zu investieren, ohnehin nicht mehr halten lassen. Spätestens jetzt ist dann die Frage angebracht ob man nicht wenigstens einen Teil zur Blühwiese umfunktioniert. Bei den Fragen, nach Aufwand und auf der Suche nach einer geeigneten Mischung sind wir natürlich gerne behilflich.
Obwohl wir immer wieder in steter Regelmäßigkeit auf´s richtige Gießen hinweisen, möchten wir nicht versäumen dies auch aus aktuellem Anlaß zu tun. Es hat schon lange nicht mehr in ausreichender Menge geregnet. Als groben Richtwert raten wir immer zu Gießmengen zwischen 10 – 20 l Wasser/ m² im Beetbereich. Frisch gepflanzte Bäume und Sträucher werden mit 30 -50 l Wasser je Pflanze versorgt. Nur so ist gewährleistet, dass das Wasser auch dahin kommt wo es gebraucht wird - - an die Wurzeln.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.
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Blüten im Mai
JUNI
Zurzeit ist es oftmals der Garten, der uns die Einschränkungen und Anstrengungen ertragen lässt und für frische Gedanken und körperlichen Ausgleich sorgt.

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Im Nutzgarten gilt es jetzt laufend die entstehenden Lücken zu füllen. Es werden Kohlrabi, Brokkoli oder Sellerie gesetzt oder man kann Salat nachpflanzen. Auch Radieschen, Radi, Karotten und Buschbohnen können noch gesät werden. Für den Herbst kann auch schon Rosenkohl und Grünkohl gepflanzt werden. Bei den Tomaten sollte regelmäßig ausgegeizt werden. Wässern Sie die Tomaten erst, wenn sie in der Früh schlappe Blätter zeigen. Jetzt gilt es auch schon anfällige Kulturen mit engmaschigen Kulturnetzen gegen Fraß Schädlinge zu schützen.
Die Kräuter haben jetzt Hochsaison. Mit zunehmender Sonnenintensität nehmen auch die ätherischen Öle in den Pflanzen zu. Einjährige Kräuter wie Kerbel, Kresse, Basilikum, Dill oder Borretsch können immer noch gesät werden. Gewürze wie Oregano, Katzenminze, Bergbohnenkraut, Bergminze und Salbei sind wahre Insektenmagnete und ziehen die Tierchen magisch an. An warmen Tagen liegt wahrhaft ein Kräuterduft in der Luft.
Ein wichtiger Stichtag im Juni ist der 24.06. der Johannitag. Bis dahin werden Spargel und Rhabarber geerntet, danach sollten diese Pflanzen in die wohlverdiente Ruhephase gehen und erst wieder in der nächsten Saison geerntet werden.
Brennnessel- und Schachtelhalmjauche kann im gesamten Garten als Dünger und Pflanzenstärkungsmittel eingesetzt werden.
Im Obstgarten haben jetzt Erdbeeren Saison. Um die Ernte zu erleichtern und Fäulnis an den Früchten zu verringern ist es hilfreich Strohmulch unter die Pflanzen zu bringen. Von Vorteil ist es, wenn Erdbeeren etwas erhöht auf Bifing gepflanzt sind, wie Kartoffeln.
An Kernobstbäumen kann jetzt der sogenannte Juniriss erfolgen. Das heißt, dass alle überflüssigen, diesjährigen Langtriebe durch Reißen entfernt werden. Wer nicht geübt ist, sollte es mutig probieren oder im Zweifel zur Schere greifen. Ein Sommerschnitt kann durchaus sinnvoll sein, vor allem bei Obstbäumen, die sehr stark treiben und zu dichtem Wuchs neigen.
Bei Himbeeren und vor allem Brombeeren kann es sinnvoll sein, zu lange Ruten einzukürzen und so ein gutes Ausreifen der Früchte zu ermöglichen.
Am Rebstock ist es wichtig darauf zu achten, dass die Pflanze nicht zu dicht wird. Im Frühjahr wurden die diesjährigen Triebe bereits bis auf einen ausgebrochen. Jetzt geht es an das Entspitzen, um zu langen Zuwachs einzudämmen und pro Fruchttrieb nur 3 bis maximal 5 Blüten stehen zu lassen.
Im Ziergarten haben im Juni die Rosen ihren großen Auftritt. Mit üppiger Blüte und oftmals intensivem Duft erfreuen sie uns Gärtner. Abgeblühtes sollte regelmäßig entfernt werden, dann setzen die öfter blühenden Rosen bis zum Frost immer wieder neue Blüten an. Im Juni kann auch nochmal eine Düngung erfolgen. Einfache, nicht gefüllte Blüten sorgen für Insektennahrung. Einmalblühende Strauchrosen können nach dem Verblühen ausgelichtet und verjüngt werden. Dazu werden einzelne ältere Triebe an der Basis entfernt. Der Strauch wird lockerer und kann wieder junge Triebe nachbilden.
Je früher ein Blattlausbefall an Pflanzen festgestellt wird, desto besser ist er in den Griff zu bekommen. Die Läuse sitzen meist an den jungen Triebspitzen und können mit den Fingern abgestreift werden. Im naturnahen Garten kann man gut beobachten, dass sich Nützlinge wie Marienkäfer u.ä. schnell einstellen und es so zu einer natürlichen Regulierung kommt.
Die Kübelpflanzen und auch die Balkonkästen starten jetzt erst richtig durch. Es ist wichtig auf regelmäßige Nährstoff- und Wasserversorgung zu achten.
Sollten Sie Ihren Buchsbaum noch gegen den Zünsler verteidigen, so hilft wohl am besten der Einsatz von Bacillus thuringiensis. Dieses Bakterium wird bei Zünslerbefall auf und in den Buchs gespritzt, so dass alle Pflanzenteile gut benetzt sind. Der Zünsler nimmt beim Blattverzehr die Bakterien auf, stellt dann seine Fraßtätigkeit ein und verendet.
Beachten Sie bei der Rasenpflege, dass nicht tiefer als 5 cm gemäht werden sollte. Nutzen Sie eher bedeckte Tage für Mäharbeiten. Vor allem Zierrasen leidet unter hohen Temperaturen und wenig Niederschlägen und neigt im Sommer zum Verbräunen. Eine Wiese bedeutet weniger aufwand als ein Zierrasen und ist auch weniger anfällig gegen äußere Einflüsse.
Im Mai hat sich nun in vielen Regionen der lang ersehnte Regen eingestellt. Denken Sie daran, den Boden möglichst ganzjährig bedeckt zu halten, um Verdunstung zu vermeiden. Das heißt, dass die Flächen entweder mit Pflanzen bedeckt sein sollten oder eine Mulchauflage aus Rasenschnitt oder feinem Häckselgut den Boden bedeckt. Auch das Hacken der Fläche unterbricht die Verdunstung und verringert dadurch den Gießaufwand.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

 

Juniimpressionen aus dem Albert-Plagemann-Kreislehrgarten
JULI
“Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er erfordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten ist, Zeit, Zuwendung und Raum” Prof. Dr. Ing. Dieter Kienast 1945 – 1998

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Der Juni war gartenklimatisch noch etwas verhalten, dann dürfte es im Juli zum Ausgleich wieder heiß und trocken werden. Das bedeutet für uns Gärtner schauen, denken und richtig handeln.
Die meiste Energie muss jetzt im Gemüsegarten aufgebracht werden. Zum Gießen haben wir schon des Öfteren unsere Tipps abgegeben. Nur noch ein Hinweis: Prüfen Sie, ob Sie nicht auch einen Großteil der Pflanzen mit einem automatischen Gießsystem (Tropfschläuche) versorgen können. Voraussetzung ist ein ausreichend großer Regenwasserspeicher und eine geeignete Pumpanlage.
Gerade bei offenen Böden im Gemüsegarten verdunstet an heißen Tagen einiges an Bodenwasser. Hier gilt nach wie vor: Besser mulchen als Hacken!
Salate, Radieschen, Rettiche oder Mangold können immer noch ausgesät werden. Falls die Bohnen nicht so richtig keimen wollten, haben sie jetzt bis Mitte des Monats noch gute Chancen.  Sobald durch die Ernte eine Lücke im Gemüsebeet entsteht, sollte diese durch Neupflanzung oder Ansaat geschlossen werden, also nicht warten, bis das komplette Beet abgeerntet ist.
Bei den Beetstauden bilden sich an Phlox und Herbstaster schon die ersten Blütenknospen. Hier kann man die Blütezeit in den Herbst hinein verlängern, indem man die Stiele bis zur Hälfte einkürzt. Dadurch bilden sich verspätet an den Neuaustrieben Knospen, die dann auch später zur Blüte kommen.
Verblühte Polsterstauden wie Storchschnabel, Frauenmantel und Wolfsmilch sollten jetzt spätestens zurückgeschnitten werden. Dadurch bilden sie für die zweite Jahreshälfte noch schöne grüne Polster, zum Teil auch mit einer zweiten Blüte.
Jetzt ist die Erntezeit für Beerenobst und Kirschen (Sauerkirschen innbegriffen). Sie können hier gleich Angenehmes mit Nützlichem verbinden. Bei der Ernte können Sie ältere Triebe samt den Früchten herausschneiden. Somit erreichen Sie eine Verjüngung und Auslichtung des Gehölzes. Bei den Kernobstarten, besonders bei Birne und Apfel, können jetzt zu dicht hängende Früchte ebenfalls ausgesdünnt werden. Das sorgt für eine richtig gute Qualität zur Ernte im Herbst. Generell können jetzt alle Obstbäume ohne Probleme beschnitten werden (sogar Walnussbäume). Gegenüber dem Winterschnitt sparen Sie sich einiges an Arbeit. Für Sommerveredelungen an Stein- und Kernobst ist jetzt ebenfalls die beste Zeit. Gerade bei Kirsche oder Zwetschge gelingen erfahrungsgemäß die Versuche besser als im Frühjahr.
Machen Sie auch Heimaturlaub im Garten? Dann brauchen Sie schöne Aufenthaltsräume und vor allem, viel schattige Sitzplätze. Unter Bäumen oder Sträuchern, im Schatten der Hausmauer, an der Ostseite der Garage oder des Gerätschuppens – es gibt viele Möglichkeiten. Ganz einfach, mit Ziegelsteinen und einem Brett bis hin zu hochwertigen Cottage-Möbeln. Probieren Sie es aus. Viel Spaß dabei!

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.
Telefon 0941/4009-361, -362, -619.

Gartenidylle im Sommer
AUGUST
Im Gemüsegarten ist noch Hochsaison

Im Gemüsegarten ist noch Hochsaison. Obwohl wir heuer in der komfortablen Lage sind, dass es doch ab und zu regnet (regional begrenzt) müssen wir die optimale Wasserversorgung im Auge behalten. Es wurde ja schon vielfach von uns auf eine optimale Bewässerung der Kulturen hingewiesen. Lieber 10- 20 l Wasser auf den m² als immer nur die Oberfläche benetzen. Gemüsekulturen wie Tomaten, Paprika, Zucchini, Gurken, Bohnen usw. sollten fortlaufend geerntet werden. So ist gewährleistet, dass sich neue Früchte bilden. Große Früchte schwächen die Pflanzen unnötig und mindern den Ertrag.
Freie Flächen im Gemüsegarten sollten zur Bodenschonung mit Folgekulturen wie Pflücksalat, Zuckerhutsalat, Endivien, Radicchio, Winterrettich, Radieschen, Rettich, Feldsalat etc. bestückt werden.
Gründüngungspflanzen sind ebenfalls bestens geeignet die freien Flächen zu begrünen. Im Handel gibt es dazu eine Reihe von geeigneten Mischungen.
Von gesunden, reichtragenden Erdbeerpflanzen, schneidet man mit einem scharfen Messer die bewurzelten Ableger ab und pflanzt sie auf ein freies Beet im Garten. Kräuter wie Bohnenkraut, Majoran, Salbei, Thymian usw. werden vor der Blüte abgeschnitten und in Büscheln an einem schattigen und luftigen Platz zum Trocknen aufgehängt.
Der Sommerschnitt an Obstgehölzen ist auch noch im August möglich. Auf die Vorteile wie reduziertes Wachstum und schnellere Wundheilung weisen wir in Schnittkursen immer wieder hin. Die natürliche Wachstumsbremse funktioniert – probieren Sie es einfach aus.
Gleich nach der Ernte werden die Beerensträucher ausgelichtet. Man muss sich diese Arbeit nicht bis zum Frühjahr aufheben.
Verblühte bodendeckende Stauden wie Frauenmantel, Katzenminze, Salbei oder Storchschnabel können, wenn nicht bereits geschehen, noch zurückgeschnitten werden. Sie bilden bis September zumindest noch grüne Polster oder kommen oft noch ein weiteres Mal zur Blüte. Lavendel wird am besten im Sommer zurückgeschnitten.
An den Gartenstauden lässt sich sehr gut erkennen, welche mit der zunehmenden Trockenheit und Hitze besser zu Recht kommen. Pflanzen wie z. B. Lavendel, Salbei, Brandkraut, Blutstorchschnabel stecken die wasserarme Zeit besser weg. Vor allem die Pflanzen, die mit mageren Standorten zurechtkommen zeigen jetzt ihre Stärken. In Zukunft wird man die eine oder andere schwächelnde Pflanze im Garten gegen robustere Gattungen, Arten und Sorten auswechseln.
Die klassischen Rasenflächen leiden bei längerer Hitze. Die Pflege beschränkt sich in den Sommermonaten größtenteils auf das Rasen mähen; am besten nicht zu tief. Mindestens 5- 6 cm sollten bei Hitze stehen bleiben. Sollten die Rasenflächen doch verbräunen; beim nächsten Regen sind sie wieder grün. Wenn nicht die gesamte Rasenfläche zur Freizeitgestaltung genutzt wird kann man ja ein paar Quadratmeter zu einer Blumenwiese umfunktionieren. Die Grasnarbe entfernen, den Boden lockern und eine für die Herbstaussaat geeignete Blumenmischung einsäen.
Falls Sie heuer den Urlaub zuhause verbringen, dann genießen Sie Ihren Garten. Er ist ein wunderbares Refugium um sich vom Alltagsstress zu erholen und neue Kraft zu tanken. Gute Erholung.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.

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SEPTEMBER

Wenn die Holunderbeeren reifen ist nach dem phänologischen Kalender Herbstbeginn.

Hier ein kleiner Ausschnitt von Themen, die jetzt für Hobbygärtner von Interesse sind.
Bereits abgeerntete Beete im Gemüsegarten kann man jetzt noch für eine letzte Ansaat nutzen. Spinat, Rucola, Radieschen und Feldsalat wachsen schnell heran und bringen bis in den November hinein Erträge. Aber auch Pflücksalate, die man ja schon als zarte Blätter erntet, funktionieren gut. Man kann auf den Flächen aber auch Gründüngung ansäen. Phacelia z.B. sorgt mit einem tiefgehenden, intensiven Wurzelsystem für eine verbesserte Bodenstruktur, unterdrückt Unkraut und bindet die Nährstoffe bevor sie durch Regen ausgewaschen werden. Bei Temperaturen unter -8° friert die Pflanze ab und hinterlässt große Mengen organischen Materials. Damit gibt sie nach der Verrottung die Nährstoffe wieder an die Nachfolgefrucht im Frühjahr weiter.
Im Obstgarten läuft die Ernte auf Hochtouren. Dabei können sie bereits viel für den Pflanzenschutz tun. Fruchtmumien, also gefaulte Früchte, die vertrocknet im Baum hängen bleiben, sind im nächsten Jahr eine Quelle für Neuinfektion und sollten konsequent entfernt werden. Auch das am Boden liegende Fallobst wird regelmäßig entfernt um Infektionskreisläufe zu unterbrechen. Wenn sie Äpfel für den Winter einlagern möchten, dann sollten die Früchte an einem milden, trockenen Tag vom Baum pflücken. Achten Sie darauf, dass auch beim Transport keine Druckstellen entstehen und lagern sie die Früchte nebeneinander – den Stil nach oben -  in einem luftigen, dunklen Keller mit ausreichend Luftfeuchte.  Ob die Äpfel ausgereift sind kann man übrigens mit der sog. Kippprobe schnell feststellen: greifen sie die Frucht und kippen sie um ca 90°nach oben. Ausgereifte Früchte lösen sich so mit dem Stil ganz leicht vom Zweig -  alle anderen dürfen noch hängen bleiben.
Eine tolle Wildfrucht ist die Holunderbeere. Sobald die Beeren sich blau-schwarz gefärbt haben schneidet man die Dolden und streift zur Verwertung die Beeren mit einer Gabel ab. Aber aufgepasst: Holunderbeeren dürfen nicht roh verwendet werden!  Am einfachste gewinnt man den Saft in einem Dampfentsafter und verwendet den Muttersaft für Sirup, Gelee und Marmeladenzusatz als wertvolle Vitamin C-Quelle im Winter. Holundersaft wirkt fiebersenkend und schweißtreibend, weshalb er als ein bewährtes Hausmittel gegen Grippe und Erkältungen gilt.

Zunehmend trockene Jahre können dazu führen, dass bestehende Pflanzungen in den Staudenbeeten nur noch mit erheblichen Gießaufwand funktionieren. Vielleicht ist es an der Zeit, neue, trockenheitsverträglichere Stauden zu etablieren. Stauden wie Spornblume, Kugeldistel, Prachtkerze, Blauraute und Witwenblume kommen mit weniger Gießen gut durch den nächsten Sommer, Gräser in unterschiedlicher Höhe ergänzen und strukturieren die Beete. Für alle Frühjahrs- und Sommerblüher ist der Herbst ideal zum Pflanzen und blühfaul gewordenen Exemplare können jetzt durch Teilung und Neupflanzung wieder vitalisiert werden.
Ein weiteres Gestaltungsmittel im Ziergarten sind Blütensträucher. Mit Ihnen gelingt Blütenfülle, Insektenschutz und Raumbildung auf einen Streich. Bei der Auswahl sollte man aber auf die zukünftige Größe der Gehölze achten. Sonst macht man sich unnötig Arbeit, weil permanent ‚eingekürzt’ werden muss. Wenn der Strauch ausreichend Platz zum wachsen hat, reicht alle paar Jahre ein Verjüngungsschnitt um einer Vergreisung vorzubeugen. Zwar kann man Sträucher aus dem Pflanztopf theoretisch das ganze Jahr über in die Erde setzen, sinnvoller aber ist die Pflanzung jetzt im Herbst. So hat der Strauch den Winter über Zeit Wurzeln zu schlagen und geht gut vorbereitet ins nächste Gartenjahr.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

reife Hollunderbeeren
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