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Gartenkultur und Landespflege

Beinahe 23000 Garten- und Naturfreunde in 85 Obst- und Gartenbauvereinen schützen und pflegen Natur und Umwelt, prägen Orte und gestalten Heimat im Landkreis Regensburg.

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Gartentipps

Nützliche Informationen von unseren Kreisfachberatern für Gartenkultur und Landespflege

Damit Sie nichts Wichtiges vergessen, finden Sie in unseren Gartentipps die wichtigsten Gartenarbeiten nach Monaten sortiert. Hier erfahren Sie, wann Sie  z. B. an Obstgehölzen den richtigen Schnitt vornehmen, wie Sie am besten mit Kompost düngen, wie Sie bei Obst und Gemüse mit umweltgerechten Maßnahmen vorgehen um die Pflanzen vor Schädlingen oder Pilzen zu schützen und vieles mehr ...

Immer am Anfang jeden Monats können Sie hier die entsprechenden aktuellen Tipps als pdf herunterladen 

-schauen Sie wieder vorbei ...

JUNI
Der Juni lässt die Gärten erstrahlen

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Während in weiten Teilen Deutschlands ausgiebige Regenfälle niedergehen, bleiben bei uns die fürs Wachstum der Pflanzen so wichtigen Niederschläge eine Seltenheit. Vergleicht man Wetteraufzeichnungen so haben wir im Mai gerade mal die Hälfte des Mittelwertes der letzten dreißig Jahre erreicht. Richtiges Gießen ist daher entscheidend bei allen Kulturpflanzen.

 Im Gemüsegarten blühen jetzt Gurken, Tomaten und Zucchini und bereiten ihre Früchte vor. Ausreichende Wasserzufuhr ist jetzt entscheidend, damit sich die Früchte richtig entwickeln können. Die empfohlenen 20l auf den Quadratmeter sollten dabei nicht auf einmal aufgebracht werden. Ist die Krume sehr trocken läuft das Wasser oberflächlich ab und kann nicht wirklich in den Boden eindringen. Besser die Gesamtmenge in mehreren Einzelgaben kurz hintereinander gießen, dann kann sich der Boden richtig vollsaugen. Nach dem Gießen wird der Boden oberflächlich durchgeharkt, dabei wird Unkraut entfernt und gleichzeitig die Oberfläche gelockert, die Verdunstungsrate wird herabgesetzt. Eine lockere Mulchschicht aus verrottbarem Material hilft zusätzlich die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Im Staudenbeet ist es die Zeit üppigster Blütenpracht. Jetzt sollte der Boden zwischen den einzelnen Stauden vollkommen zugewachsen sein, so dass kaum noch Beikräuter dazwischen Platz haben. Wenn es doch Lücken gibt weil einzelne Stauden ausgefallen sind, so kann man sich  jetzt schon für den Herbst die passende Nachpflanzung überlegen. Farbliche Harmonie, die richtige Höhenabstufung und ein möglicher Texturkontrast (also unterschiedliche Blattformen) sind dabei die wichtigsten Auswahlkriterien. Vielleicht sind einige Stauden auch blühfaul geworden, dann werden Sie markiert und für eine Teilung im Herbst vorgemerkt. Oder sie haben im Jahresverlauf eine Phase, in der gar nichts blüht. Dann suchen Sie sich für eine Nachpflanzung die geeigneten Stauden aus, die genau diesen Zeitraum abdecken. Die bestehenden Lücken können Sie bis dahin mit einjährigen Sommerblumen füllen. Ringelblume, Kapuzinerkresse, Jungfer in Grünen oder Schmuckkörbchen erfüllen solche Aufgaben zuverlässig. Sie können direkt ins Beet gesät werden und bescheren – sofern sie zur Keimung ausreichend feucht gehalten werden – innerhalb weniger Wochen zuverlässig ihre bunten Blüten.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

 

JULI
Die extremen Wetterumschwünge halten die Gartenbesitzer dieses Jahr ganz schön auf Trab.

Frühzeitiger Vegetationsbeginn gefolgt von Nachtfrösten, welche die ersten Obstbaumblüten vernichteten. Und dann Hochsommer im Juni – was für Sonnenanbeter ein Hochgenuss ist bedeutet für uns Gießen, Gießen, Gießen…

Alle Pflanzen benötigen jetzt regelmäßig Wasser, denn bei hohen Temperaturen verstärkt schon ein laues Lüftchen die Verdunstung enorm. Am besten gießt man in den frühen Morgenstunden, die Fläche trocknet dann über den Tag ab und die Schnecken haben es abends schwerer, ans frische Grün zu kommen. Gießen Sie dabei im Wurzelbereich und nicht über die Blätter, das fördert nur Blattkrankheiten. Dabei ist es besser alle drei Tage durchdringend zu wässern, so dass das Wasser auch in die tiefen Bodenschichten gelangt, als jeden Tag ein wenig oberflächlich drüber zu spritzen. Danach, oder wenn es zwischendurch mal kräftig geregnet hat, ist es sinnvoll die Beete einmal durch zu harken. Dadurch werden die feinen Bodenkanäle in der obersten Bodenschicht unterbrochen und die Verdunstungsrate erheblich gesenkt, die Feuchtigkeit bleibt länger im Boden.

Den Rasen gießen oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden. Wasser ist teuer und wertvoll und trockene Rasenflächen erholen sich nach einem ergiebigen Regenschauer ziemlich schnell wieder.  Ist also eher ein optisches Problem. Wer hingegen gießt muss auch mähen, dabei sollten aber 5-6 cm stehen bleiben, dann kommt der Rasen besser durch die Hitzetage. Wenn sie Ihre Buchshecken noch schneiden müssen, dann nur bei bedecktem Himmel. So vermeiden Sie, dass sich die frisch geschnittenen Blätter braun verfärben.

Das Abdecken der Gemüsepflanzen mit Kulturschutznetzen, um die Schädlinge auszusperren ist den ganzen Sommer über wichtig. Lauchmotte, Kohlfliege, Kohlweißling & Co. haben auf diese Weise keine Möglichkeit mehr unsere Kulturpflanzen zu schädigen. Dabei wird laufend geerntet und die entstehenden Lücken mit Salatpflanzen wieder gefüllt.  Oder man sät Kräuter, die laufend für den Frischekick im Salat sorgen. Basilikum, Dill, Kapuzinerkresse, Rucola zum Beispiel keimen schnell wenn das Saatgut ständig feucht gehalten wird.

Tomaten, Paprika und Gurken benötigen Dünger und ergiebige Wassergaben um Wachstumsstockungen zu vermeiden. Bei den Zucchini und Gurken sollte man die Früchte schon im jungen Zustand ernten, dann sind sie viel zarter, die Pflanze produziert laufend nach und der Erntezeitraum kann dadurch verlängert werden.

Topfpflanzen können in der prallen Sonne leiden, z.B. durch schnelles Austrocknen des Wurzelballens. Anders als Pflanzen im Boden können sie keine Wasserreserven in tieferen Schichten anzapfen. Hat man bei der Wahl des Pflanztopfes gespart und keinen doppelwandigen gekauft, kann sich das Substrat intensiv aufheizen. Je nach Herkunft der Pflanze kann die intensive Sonne – wie bei uns Menschen – auch zu Sonnenbrand auf den Blättern führen. Am wohlsten fühlen sie sich deshalb im Halbschatten, vielleicht unter einem Obstbaum. Oder man schützt wenigstens den Pflanztopf vor der größten Hitze.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

 

Rosenblüte im Kreislehrgarten
AUGUST

Auch im August gibt es im Garten viel zu tun. Hier ein kleiner Ausschnitt von Themen, die jetzt für Hobbygärtner von Interesse sind. Die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt beraten darüber hinaus bei allen Fragen rund um den Garten.

Im Gemüsegarten ist Hochsaison. Gurken, Bohnen, Zucchini, Paprika etc. immer wieder ernten, um für Nachwuchs zu sorgen. Die Kohlweißlingsraupen in den Gemüsekulturen sollten abgesammelt werden, um stärkeren Schädigungen an den Pflanzen vorzubeugen. Große Früchte schwächen die Pflanzen unnötig und mindern den Ertrag.

Freie Flächen im Gemüsegarten sollten zur Bodenschonung mit Gründüngungspflanzen angesät werden. Im Handel gibt es dazu eine Reihe von geeigneten Mischungen.

Von gesunden, reichtragenden Erdbeerpflanzen, schneidet man mit einem scharfen Messer die bewurzelten Ableger ab und pflanzt sie auf ein freies Beet im Garten. Kräuter wie Bohnenkraut, Majoran, Salbei, Thymian usw. werden vor der Blüte abgeschnitten und in Büscheln an einem luftigen und schattigen Platz zum Trocknen aufgehängt. Es ist noch nicht zu spät, um Pflücksalate, Radieschen, Rettich usw. zu säen oder zu pflanzen. Für Zuckerhut, Endivien wird es langsam Zeit, um in die Erde zu kommen. Winterrettich kann auch noch gesät werden. Auf die abgeernteten Beete kann man Feldsalat und Spinat säen und mit etwas Glück Ende Oktober noch ernten.

Es ist auch im August noch möglich, einen Sommerschnitt an seinen Obstgehölzen vorzunehmen. Auf die Vorteile wie reduziertes Wachstum, schnellere Wundheilung haben wir schon öfter hingewiesen und dies in Schnittkursen gezeigt. Positive Reaktionen erfuhren wir von Freizeitgärtnern, die das zu Hause probiert und festgestellt haben, dass man dadurch teilweise den Winterschnitt vernachlässigen kann und die natürliche Wachstumsbremse wirklich funktioniert.

Beerensträucher werden gleich nach der Ernte ausgelichtet. Man muss nicht bis zum Frühjahr warten.

Verblühte bodendeckende Stauden wie Frauenmantel, Salbei oder Storchschnabel können jetzt noch vollständig zurückgeschnitten werden. Sie bilden bis September zumindest noch grüne Polster oder kommen sogar noch ein weiteres Mal zur Blüte. Lavendel wird am Besten im Sommer zurückgeschnitten.

Bei den Gartenstauden sieht man jetzt, was sich für die zunehmenden Trockenzeiten bewährt. Pflanzen wie z. B. Lavendel, Salbei, Brandkraut, Blutstorchschnabel stecken die wasserarme Zeit weg. Vor allem die sogenannten Steingartenpflanzen zeigen jetzt ihre Stärken. Vielleicht muss man für die Zukunft so manche Pflanze im Garten gegen robustere Arten und Sorten auswechseln?

Die Rasenpflege beschränkt sich in den Sommermonaten größtenteils auf das Rasen mähen. Selbst nach großer Hitze werden die braunen Rasenflächen beim nächsten Regen wieder grün.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.


 

die Samthortensie
SEPTEMBER

Gemüsegarten: Jetzt wird das letzte Sommergemüse geerntet. Lücken im Gemüsebeet können sofort wieder aufgefüllt werden, z.B. mit der Pflanzung von Zuckerhut, Radicchio oder Chinakohl. Wenn Beete frei bleiben, sollten sie zumindest mit einer Mulchabdeckung (Rasenschnitt, grober Kompost) geschützt werden oder mit einer Gründüngung (Phazelia, Buchweizen, Mischungen) versehen werden. Das Bodenleben bleibt dadurch geschützt und die Bodenfruchtbarkeit wird gefördert. Für Aussaaten kommen jetzt noch Spinat, Feldsalat, Winterzwiebeln oder weniger bekannte Arten wie Winterportulak, Löffelkraut oder Winterkresse in Frage. Sie können auch immer noch Pflücksalate säen in der Hoffnung, dass ein warmer Herbst das Wachstum fördert.

Bei den Fruchtgemüsepflanzen (Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika, Auberginen) sollten neue Blüten entfernt werden. Hier bilden sich keine Früchte mehr und die Reifung der schon entwickelten Früchte wird gebremst.

Obstgarten: Jetzt beginnt die Erntezeit bei den meisten Obstarten. Bei Weintrauben sollte auf Befall der Kirschessigfliege kontrolliert werden. Eventuell kann Anfang des Monats noch ein Insektenschutznetz (Maschenweite max. 0,8 mm) einen weiteren Befall verhindern. Mittlerweile wurden auch schon selbstgemachte Fallen getestet, die durchaus einen Teilerfolg bringen. Die Lockflüssigkeit besteht aus Essig, Wasser und Wein. Wer experimentieren will, findet dazu im Internet Informationen.

Fallobst sollte auf alle Fälle abgesammelt werden. Damit lässt sich der Infektions- und Befallsdruck durch Pilze und Insekten vermindern.

Erdbeerbeete können mit dem Rasenmäher komplett abgemäht werden. Gleichzeitig sollten alle (nicht für die Vermehrung benötigten) Ausläufer beseitigt werden.

Anfang des Monats sind auch noch Veredelungen an Stein- und Kernobst möglich.

Blumen und Zierpflanzen: Viele abgeblühte Stauden können jetzt geteilt und verpflanzt werden (z.B. Pfingstrose, Garteniris, Geranium-Arten, Frauenmantel, Glockenblumen, Funkien, Eisenhut, Bergenien, Gräser). Gleichzeitig ist die beste Pflanzzeit für Knollen- und Zwiebelpflanzen (Tulpen, Narzissen, Laucharten). Gute Gärtnereien bieten mittlerweile schöne Mischungen von Blumen und Gräsern für Balkonkästen oder Kübel im Herbst an. Es lohnt sich, falls die Sommerblumen in den Balkonkästen schon verblüht sind. Damit hat man bis in den Winter frische und farbenfrohe Pflanzungen, die das Auge erfreuen.

Stark wachsende Ziersträucher wie z.B. Holunder, Forsythie, Liguster oder Flieder können jetzt bereits einem Verjüngungsschnitt unterzogen werden. Dadurch wird das Folgewachstum etwas gebremst und man spart sich Nachschnittarbeiten im kommenden Jahr. Die Technik ist ganz einfach. Alle alten Triebe und alles was überhängt wird am Boden abgeschnitten. Die jungen Triebe bleiben stehen. Diese Technik können Sie auch bei bereits verblühten (einmal blühenden) Strauchrosen anwenden.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

OKTOBER
Monat Oktober

Herbstzeit ist Pflanzzeit! Widerkehrende Blütenpracht ohne viel Aufwand bietet die große Palette an Zwiebelpflanzen. Neben Narzissen, Tulpen und Traubenhyazinthen gibt es noch viele weniger bekannte Arten, es lohnt sich also im aktuellen Angebot zu stöbern. Das Hasenglöckchen z.B. ist absolut robust und macht sich mit seinen blauen, weißen oder rosa Blüten im Garten breit ohne lästig zu werden während der Honiglauch eine stattliche Höhe von einem Meter erreichen kann und mit einer späten Blütezeit den Übergang von Frühjahr in den Frühsommer ziert. Alle Zwiebelpflanzen wollen einen durchlässigen Boden und versagen bei Staunässe. Als Faustregel gilt: die Zwiebel zwei - dreimal so tief setzen wie ihr Durchmesser ist, ein Korb aus Drahtgeflecht schützt vor gefräßigen Wühlmäusen. Gepflanzt wird immer in Gruppen und am besten in Kombination zu Stauden, die durch ihre Blattentwicklung im Frühsommer diesen Bereich überdecken können, so dass keine unschönen Lücken entstehen.

 Herbstzeit ist Erntezeit! Während die letzten Tomaten, Zucchini und Paprika noch nachreifen, sind viele Kohlarten jetzt erst voll ausgereift und können nach und nach geerntet werden. Endiviensalat, Lauch und Mangold werden laufend frisch vom Beet verwendet, mit einem schützenden Vlies bedeckt überstehen sie auch erste Frostnächte ohne Schaden. Bevor es ungemütlich und nass wird sollten Speisekürbisse geentet werden. Dabei den Stil nicht ausbrechen sondern ein Stück dran lassen, sonst kann die Frucht schnell faulen. Trocken gelagert hält er sich dann bis weit in den Winter. Die Ernte an den Obstbäumen fällt dieses Jahr sehr unterschiedlich aus, je nachdem wie sehr die Spätfröste im Frühjahr die Blüte erwischt haben. Erntereif sind die Früchte dann wenn sie sich mit einer Drehbewegung leicht vom Zweig lösen. Wenn Sie Äpfel einlagern wollen, sollten Sie die Früchte nicht vom Baum schütteln sondern pflücken. So vermeiden Sie Verletzungen, die auf Kosten der Haltbarkeit gehen. Ideal für die Lagerung ist ein frostfreier, möglichst kühler Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Äpfel werden am besten auf Holzregalen ausgelegt ohne sich gegenseitig zu berühren. Da Äpfel ein Reifegas ausströmen sollten sie separat von anderen Früchten gelagert werden, sonst verkürzt sich deren Haltbarkeit. Nach dem Einlagern gilt: möglichst einmal in der Woche lüften und das Obst auf Faulstellen kontrollieren.

 Herbstzeit ist Aufräumzeit! Vertrocknetes wird abgeschnitten, das Laub gerecht und entsorgt. Dabei kann man gerade jetzt viel für die Natur tun. So ist zum Beispiel für den Igel, der im Sommer gute Dienste als Schneckenvertilger leistet, ein Haufen aus Totholz, Reisig und Laub ein ideales Winterquartier. Marienkäfer überwintern in Laubhaufen von wo aus sie sich im Frühjahr wieder auf Blattlausjagd begeben und manche Schmetterlinge überdauern den Winter an vertrockneten Pflanzenstilen und haben nur eine Chance, wenn Staudenbeete erst im Frühjahr abgeräumt werden. Man muss ja nicht gleich den ganzen Garten verwildern lassen, aber schon ein paar wilde Ecken können sehr wertvoll sein.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

NOVEMBER


Der Herbst zeigt sich noch einmal von seiner farbenprächtigen Seite. Das Gartenjahr, welches alles in allem doch wieder erfolgreich war, neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Vor dem Winter gibt es allerdings im Garten noch einiges zu erledigen.

Blumenzwiebeln gehören jetzt in die Erde. Schneeglöckchen, Krokus, Winterling & Co. können dann noch einwurzeln und sich an den Standort gewöhnen bevor der Frost das Pflanzen unmöglich macht.

Generell ist im Herbst Pflanzzeit. Solange der Boden offen, nicht gefroren ist, können Gehölze gepflanzt werden. Bei Gräsern und Stauden sollte man in sehr feuchten Lagen von einer Herbstpflanzung absehen.

Überlange Rosentriebe werden im Herbst nur eingekürzt, d.h. der richtige Pflegeschnitt findet im Frühjahr statt. Manche Rosensorten blühen noch bis zum Frost, andere setzen im Sommer schon die Hagebutten an, die wiederum für die Tierwelt in kalten Wintern gern verspeist werden.

Empfindliche Kübelpflanzen sollten vor den ersten Frösten ins Winterquartier verbracht werden. Laubabwerfende Pflanzen wie Fuchsien, Geranien, Granatapfel etc. brauchen kein Licht zum Überwintern und es reichen rd. 5- 10 Grad C.
Rosmarin, Oleander und Zitronen bevorzugen einen hellen und sehr kühlen Standort. Es empfiehlt sich ein heller Fensterplatz in einem ungeheizten Raum.
Hell, aber wärmer, bei 16- 18 Grad überwintern sollten Hibiskus, Schönmalven und die Bougainvillea z.B.
Wer die weniger empfindlichen Pflanzen lieber länger im Freien stehen lassen will, kann diese vor angesagten frostigen Nächten mit einem Gartenvlies, oder Decken schützen.

Von den Rasenflächen sollte das Laub entfernt werden. Dicke Laubschichten ersticken das Gras. Man kann diesen Arbeitsgang mit dem Rasenmäher erledigen. Das so „gehäckselte“ Laub eignet sich hervorragend zum Abdecken oder Mulchen div. Beete oder Gehölzpflanzungen, oder man kompostiert es.

Verblühte Stauden und Gräser haben bei Frost einen hohen Zierwert. Die hohlen Stängel dienen Insekten als Versteck und die Samenkapseln sind als „Snack“ sehr beliebt. Gräser werden generell im Frühjahr zurück geschnitten.
Die Pflanzen sollten deshalb aus ökologischen Gründen so lange wie möglich auf den Beeten stehen bleiben. Die Abräumarbeiten sind im Frühjahr viel leichter zu erledigen als im Herbst.

Die Gemüsebeete sind abgeerntet. Für die Ansaat von Gründünger ist es zu spät, aber der offene Boden lässt sich auch mit Laub ganz effektiv bedecken. Umgraben sollte man wirklich nur noch bei sehr lehmigen Böden um die Frostgare im Winter auszunutzen.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

 

 

DEZEMBER
Monat Dezember

 Im Dezember herrscht absolute Ruhe im Garten. Das fordert uns Gärtner natürlich heraus, neue Ideen für das kommende Gartenjahr zu entwickeln. Wir wollen Ihnen dabei helfen.

Der chemiefreie Garten sollte ein Muss unter den Gartenliebhabern sein. Es gibt keinen (vernünftigen) Grund für den Gebrauch von synthetischen Pflanzenschutzmitteln oder gar Herbiziden. Auch wenn diese Mittel immer noch für den Hausgarten zugelassen sind, müssen sie nicht auch verwendet werden. Krankheiten und sonstige Probleme im Garten haben meist eine erkennbare Ursache, die man abstellen kann – und wenn doch eine Pflanze zugrunde geht, ist das auch keine Katastrophe. Im Gegenteil, die Herausforderung für den Gärtner liegt darin, seinen Pflanzen auf natürliche Weise das zu liefern, was sie brauchen, dann bleiben sie auch gesund.

Viele der Gartenprobleme lassen sich einfach im Kopf lösen. Versuchen Sie einmal, die Perspektive zu wechseln. Ein paar Beispiele:

  • Moos im Rasen ist kein Problem sondern eine Bereicherung. Moos sieht nur anders aus als Gras, erfüllt aber die gleiche Funktion, nämlich eine begehbare, lebendige Abdeckung des Bodens.
  • Unkraut, also nicht erwünschte Pflanzen an dem jeweiligen Standort, gehört zum natürlichen Gartenleben dazu. Will man es nicht da haben, wo es gerade wächst, gibt es die wunderbar heilsame Methode des Jätens (auf bayerisch: auszupfa). Mulchen (im Gemüsebeet) oder dichtes Pflanzen mit Stauden unterdrückt automatisch zu starken Unkrautbewuchs.
  • Nährstoffmangel im Garten gibt es fast nicht. Das Problem ist nicht Zuwenig sondern Zuviel an Dünger. Viele Pilzinfektionen und Insektenbefall haben ihre Ursache in überversorgten Pflanzen. Der normale Nährstoffbedarf, v.a. im Gemüsegarten und Rasen kann mit dem eigenen selbst hergestellten Gartenkompost gedeckt werden.
  • Laub und fallende Früchte sind kein Dreck sondern wichtiger Bestandteil des Naturkreislaufes. Sie speichern Nährstoffe und geben sie nach dem Zersetzen (kompostieren) wieder frei.

Generell empfehlen wir Ihnen, den Garten nicht als Belastung sondern als Erholung und Ausgleich zu sehen. Keiner muss mehr in den Garten, um sein Überleben zu sichern. Viele arbeitsintensive Gartenecken kommen auch mit weniger Kümmern aus. Freuen sie sich an jeder Pflanze, der es gut geht und die vielleicht auch noch schön blüht und trauern sie nicht jedem Missgeschick im Garten hinterher. Die Statistik gibt uns recht: Gartenarbeit fördert die Gesundheit und macht den Menschen glücklich.

Viel Glück und Gesundheit im neuen Gartenjahr!

Ihr Grünes Team im Landratsamt

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JANUAR

Für viele Gartenbesitzer ist es eine Selbstverständlichkeit im Winter ein Vogelhäuschen aufzustellen und die gefiederten Gäste mit Futter zu versorgen. Achten Sie darauf, dass streunende Katze sich nicht unbemerkt anschleichen können und das lose Körnerfutter geschützt vor Schnee und Regen im Trocknen liegt. Gut bewährt haben sich Futtersäulen, die immer nur geringe Mengen freigeben und so das Futter vor Verunreinigungen – wie z.B. Vogelkot – schützen. Samen, Nüsse und getrocknete Früchte - je vielfältiger das Angebot, desto vielfältiger auch die Vogelschar, die sich am Futterhaus einfindet. Fettfutter, wie z.B. Meisenknödel, lässt sich sehr leicht selber herstellen und wird in leere Kokosschalen oder Tontöpfe gefüllt aufgehängt. Aber wo viele Individuen zusammenkommen können sich auch Krankheitserreger ausbreiten. Deshalb lieber mehrere kleine Futterstellen anbieten als eine große und zwischendurch die Futterstelle reinigen. Am Ende der Fütterungsperiode sollten die Behältnisse desinfiziert werden, das funktioniert am besten mit einer stark verdünnten Essigessenz.

Sie können jetzt auch überlegen was Sie das ganze Jahr über tun können, damit sich die Vogelschar in Ihrem Garten wohlfühlt:
- Pflanzen Sie Vogelschutz- und Vogelnährgehölze. Bewehrte Sträucher dienen als Nist- und Schlafplatz, Samen und Früchte als Nahrungsquelle
- Pflanzen Sie insektenfreundliche Stauden und Sträucher. Larven und Insekten sind Lebendfutter, das gerade zur Aufzucht der Jungen gebraucht wird
- Verzichten Sie auf jegliche Chemie im Garten. Über die Nahrungskette gelangt das Gift auch in die Gelege der Jungvögel.
- Kompostieren Sie selbst. Neben einer Rundumversorgung für Pflanzen fördern Sie so einen reich mit Würmern und Käferlarven gedeckten Tisch.
- Stellen Sie sauberes Wasser bereit. Vögel brauchen sauberes Wasser zum Trinken und für die Pflege Ihres Gefieders.
- Bereiten Sie eine kleine Sandgrube vor. Mit einem Sandbad halten einige Arten ihr Gefieder frei von Parasiten.
- Sorgen Sie für natürliche und künstliche Nisthilfen. Totholzhaufen, dornige Hecken, Baumhöhlen und Mauerspalten werden als Nistplatz genutzt. Haben Sie nicht? Dann nutzen Sie doch denn Winter um selbst eine Nisthilfe zu basteln.

Übrigens: Vom 05.-07.01 findet zum 8.Mal die Stunde der Wintervögel statt. Infos dazu gibt’s hier: www.nabu.de

 

 

FEBRUAR

Kompost – die Sparbüchse des Gärtners: Die Rückführung von organischen Stoffen in den Naturkreislauf durch Kompostierung ist ein Thema, das für Freizeitgärtner von großer Bedeutung ist. Beim Kompostieren geht es um das Aufeinanderschichten von verschiedenen Stoffen und Materialien, hier: organischen (pflanzlichen) Abfallstoffen. Ziel der Kompostierung ist die Zersetzung des organischen Materials durch die Tätigkeit von Mikro- und Makroorganismen, Algen und Pilzen unter Einwirkung von Luftsauerstoff, Wasser (Feuchtigkeit) und Temperatur. Der Vorgang läuft immer mit Zufuhr von Luftsauerstoff ab und wird auch als Verrottung bezeichnet. Kompost ist Bodenverbesserer und Düngemittel zugleich. Er enthält eine Menge an wichtigen Nährstoffen wie Stickstoff, Kalium und Phosphat sowie ausreichend Kalzium, Magnesium und Spurennährstoffe.

 Die Eigenkompostierung ist die wirtschaftlichste Art der Abfallvermeidung. Zur Förderung der Eigenkompostierung bezuschusst der Landkreis unbürokratisch die Anschaffung von Kompostbehältern im Landkreis Regensburg. Kompost lässt sich zur Auflockerung des Gartenbodens und gezielt zur Nährstoffversorgung von Gartenkulturen verwenden. Bei stickstoffliebenden Pflanzen, z.B. im Gemüsegarten, können zusätzlich Hornmehl oder -späne als Stickstofflieferanten beigemischt werden.

 Welche Stoffe sind zur Kompostierung geeignet?

„Abfälle“ aus dem Garten wie Grasschnitt, Laub, Gehölzschnitt, Staudenabfälle, Beet- und Balkonpflanzen, Schnittblumen, Gemüse- und Obstabfälle können bedenkenlos kompostiert werden. „Abfälle“ aus der Küche Gemüse- und Obstreste sind geeignet, sowie Kaffeesatz und Teebeutel.

 Welche Stoffe sind zur Kompostierung nicht geeignet?

Gekochte Essensreste, Teigwaren, Fleisch, Wurst, Fisch, Fett, Knochen, Brot usw. sollen nicht in offenen Kompostbehältern angesetzt werden. Frische Wurzelunkräuter kann man im Sommer erst in der Sonne an- bzw. vertrocknen lassen und dann der Kompostierung zuführen.

 Sollte die Menge der zu kompostierenden Grünmasse doch einmal die Kapazitäten übersteigen, lässt sich das Material auch bei den Grüngutsammelstellen der Wertstoffhöfe oder auf den Kompostplätzen entsorgen. Dort kann man auch fertigen Kompost erwerben und ihn im eigenen Garten verwenden.

 Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

MÄRZ

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Im Gemüsegarten sollten die Arbeiten erst beginnen wenn der Boden ausreichend abgetrocknet und erwärmt ist. Vorher hat die Pflanzung oder die Aussaat keinen Sinn. Hochbeete können bereits früher bearbeitet werden, da sie sich schneller erwärmen als der übrige Boden. Bei der Bodenvorbereitung sollte keine tiefgründige Lockerung vorgenommen werden. Vor allem Umgraben ist zu vermeiden. Am besten ist die Bearbeitung mit einem Kreil oder einem Rechen, so dass nur oberflächlich ein paar Zentimeter gelockert werden. Zu tiefes Lockern unterbricht die wichtigen Kapillaren im Boden und fördert den Trockenstress. Wichtig ist im Frühjahr eine Schutzabdeckung aus Vlies, das schützt die Pflanzen und beschleunigt das Wachstum. Falls noch eine Winterbegrünung auf den Beeten steht, kann diese jetzt abgeräumt oder als Mulchauflage belassen werden. Als Nährstoffgrundversorgung können Sie eine Kompostgabe oberflächlich mit einarbeiten (max. 3 Liter Kompost auf den m²).

Generell sollten Sie sich darüber informieren, welche Nährstoffe bereits im Boden gespeichert sind. Eine Standardbodenuntersuchung (erhältlich im Gartencenter) gibt darüber Aufschluss.

Im Staudengarten können jetzt die alten Blütenstände und abgedorrten Pflanzentriebe zurückgeschnitten werden. Bei den Gräsern sollten Sie noch warten, bis deutlich erkennbar neue Triebe sichtbar sind. Wer schnell etwas Blühendes in seinen Beeten möchte, kann vorgetriebene Kissenprimeln, Vergissmeinnicht oder auch Narzissen im Topf auspflanzen. Diese Pflanzen vertragen durchaus leichte Fröste oder Schnee.

Den Winterschutz bei Rosen kann man ruhig noch belassen. Es kommen sicher noch einige starke Spätfröste, die können erheblichen Schaden bei den empfindlichen Gehölzen anrichten.

Wer Beet Rosen schneiden möchte, sollte auch noch etwas warten. Die Arbeiten können auch noch Anfang Mai erledigt werden.

Ziergehölze, vor allem Blütensträucher, können noch ausgelichtet werden. Frühlingsblüher erst nach der Blüte. Wichtig dabei ist der fachgerechte Schnitt, der immer unten am Stock angesetzt werden sollte. Alles andere ist Schnippselei und bringt nur Ärger. Immergrüne Gehölze schneiden Sie erst im Sommer!

Obstbaumschnitt ist nur sinnvoll, wenn die Gehölze zu verstärktem Wachstum angeregt werden sollen. Ansonsten ist hier der Sommerschnitt das Maß der Dinge. Weinstöcke können ohne weiteres noch geschnitten werden. Besonders bei Weinspalieren sollten nicht zu viele alte Triebe stehen bleiben. Ein Grundgerüst mit max. 3 Trieben reicht vollkommen.

Pflegen Sie auch Ihren Kompost, er dankt es Ihnen mit Qualität und schnellerer Reife! Je besser die Durchlüftung im Komposthaufen ist, desto besser ist auch der Verrottungsgrad. Eine optimale Pflege erreichen Sie durch 2 bis 3 Kompostkammern, die abwechseln befüllt und umgesetzt werden können.

 

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

Gartentipp März 2018
Gartentipp März 2017 (203,9 KiB)
Gartentipp März 2017
Gartentipp März 2017 (155,8 KiB)
APRIL

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Im Gemüsegarten ist jetzt Hochsaison für alle Pflanz- und Säarbeiten. Bis auf die wärmebedürftigen Gemüsearten wie Tomate, Gurke und Paprika oder auch die Bohnen kann alles raus. Für kühle Tage (und vor allem Nächte) ist ein Abdeckvlies hilfreich. Versuchen Sie auch bei frisch bepflanzten Beeten schon eine leichte Mulchauflage zu erreichen. Das spart Wasser und Hackarbeit. Kontrollieren Sie beizeiten auf Schneckenbefall! Falls Sie sich die Gießarbeit sparen möchten, wäre die Installation einer Tropfbewässerung mit Tropfschläuchen eine interessante Alternative. Voraussetzung ist allerdings ein Regenwasseranschluss (Zisterne). Rhabarberpflanzen treiben besser, wenn sie durch ein lichtdurchlässiges Vlies abgedeckt werden.

Falls Sie Zuviel an langweiliger Rasenfläche haben und etwas für die Insekten tun wollen, versuchen Sie es mal mit einer blühenden Alternative. Im Fachhandel gibt es eine Menge an insektenfreundlichen Saatgutmischungen, die den Garten enorm ökologisch aufwerten. Die Bodenvorbereitung ist denkbar einfach: Fläche mit dem Spaten umstechen, so dass die Grassoden überdeckt werden, mit einem Kreil oder eisernen Rechen die Oberfläche einebnen, ansäen, angießen und fertig!Schön langsam können auch die Kübelpflanzen ans Freie gewöhnt werden. Die Töpfe sollten allerdings noch etwas geschützt in der Nähe des Hauses (evtl. unter einem Vordach) gestellt und bei kalten Nächten mit Vlies abgedeckt werden. Jetzt ist auch ein Rückschnitt der Kübelpflanzen sinnvoll, wobei gleich kranke oder verdorrte Triebe mit entfernt werden.

Wer ein Gewächshaus hat, sollte bei sonnigen Tagen bereits ausreichend lüften. Zuviel Wärme schadet den jungen Pflanzen und fördert die Krankheitsanfälligkeit.

In den Staudenbeeten können die bereits austreibenden Pflanzen sehr gut ausgegraben und geteilt werden. Auch Neupflanzungen sind jetzt sinnvoll.

Überalterte Beerensträucher (Johannisbeeren, Stachelbeeren) sollten jetzt noch ausgelichtet werden. Dabei entfernt man alle alten Triebe am Boden und läßt max. 5 bis 8 gesunde junge Triebe stehen. Bei Himbeeren sollte nur eine Rute alle 50 cm bleiben.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

MAI

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Hobbygärtner von Interesse sind. Nach April-typischen Kältephasen kann sich der Gärtner nun im Mai auf einen wachstumsfreudigen Monat einstellen.

Gartentipps für den Monat Mai

Was wird heuer mit den Eisheiligen (Spätfröste)? Eine Frage, die auch uns Gartenexperten vor ein Rätsel stellt. Bleibt zu hoffen, dass es dieses Jahr glimpflich ausgeht und eventuell nur ein paar leichtere Frostnächte Anfang Mai auftauchen. Für alle Fälle sollten Sie eine Schutzabdeckung aus Vlies für besonders empfindliche Freilandkulturen oder Kübelpflanzen bereithalten. Balkonblumen sollten erst ab Mitte Mai in die Kästen gepflanzt werden – dann ist immer noch genug Zeit für eine prächtige Blütenvielfalt.

 Nach den letzten Spätfrösten können Im Gemüsegarten auch die wärmebedürftigen Gemüsearten wie Tomate, Gurke, Auberginen, Artischocken, Pepino, Zuckermais und Paprika gepflanzt werden. Auch für Bohnen ist jetzt die richtige Zeit für die Aussaat. Für kühle Tage (und vor allem Nächte) ist immer noch ein Abdeckvlies hilfreich. Für Radieschen und Rettiche empfiehlt sich ein engmaschiges Insektenschutznetz gegen die Kohlerdflöhe, einem lästigen Schädling an den Blättern. Gleichzeitig werden auch Kohlfliegen vom Eierlegen abgehalten. Deren Fraßspuren verursachen an den essbaren unterirdischen Pflanzenteilen unangenehme Schäden.

Nach der Ernte von Salat oder sonstigem Gemüse sollten die freien Stellen wieder mit Folgepflanzen besät oder bepflanzt werden, dadurch ermöglicht man auch im kleinen Gemüsegarten eine große Gemüsevielfalt. Ansonsten lässt sich der freie Platz sehr gut mit einer Mulchauflage (Gemüsereste, grober Kompost, Rasenschnitt) vor Verwitterung und Austrocknung schützen.

Bei zunehmender Wärme ist das Wasser der begrenzende Wachstumsfaktor. Deshalb nochmals der Hinweis: nicht kleckern, sondern klotzen! Das heißt, Sie sollten je Gießgang eine Menge von 20l Wasser (zwei volle Gießkannen) auf dem Quadratmeter Gemüsebeet unterbringen. Das reicht für die nächsten fünf bis sechs Tage an Vorrat im Boden. Bei sandigen Böden oder bei Hochbeeten sollte alle zwei bis drei Tage rund 10 Liter ausgebracht werden.

Denken Sie bei der Rasenpflege auch an unsere Insekten und Vögel! Vielleicht können Sie einige besonders blütenreiche Ecken auch länger stehen lassen als Nahrungsquelle und nur zweimal im Jahr mähen. Die Insekten danken es Ihnen!

Falls Sie Buchspflanzen im Garten haben, sollten diese am besten täglich auf Raupenbefall kontrolliert werde. Der Buchsbaumzünsler hat mittlerweile auch Regensburg erreicht. Bei einem Anfangsbefall lassen sich die Pflanzen noch durch einen Totalrückschnitt retten. Wenn die Pflanze schon kahlgefressen ist, stirbt sie leichter ab. Das Schnittgut sollten Sie solange im Müllsack aufbewahren, bis die Raupen abgestorben sind. Danach kann das Material kompostiert werden.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

                                                                                                         

 

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