So erreichen Sie uns

Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege e.V.
Altmühlstraße 3
93059 Regensburg

Telefon
0941/4009 370

Kreisverband

Gartenkultur und Landespflege

Beinahe 23000 Garten- und Naturfreunde in 85 Obst- und Gartenbauvereinen schützen und pflegen Natur und Umwelt, prägen Orte und gestalten Heimat im Landkreis Regensburg.

Wir sind für Sie da 0941/4009 370

Gartentipps

Nützliche Informationen von unseren Fachberatern für Gartenkultur und Landespflege

Damit Sie nichts Wichtiges vergessen, finden Sie in unseren Gartentipps die wichtigsten Gartenarbeiten nach Monaten sortiert. Hier erfahren Sie, wann Sie  z. B. an Obstgehölzen den richtigen Schnitt vornehmen, wie Sie am besten mit Kompost düngen, wie Sie bei Obst und Gemüse mit umweltgerechten Maßnahmen vorgehen um die Pflanzen vor Schädlingen oder Pilzen zu schützen und vieles mehr ...

Immer am Anfang jeden Monats können Sie hier die entsprechenden aktuellen Tipps als pdf herunterladen 

-schauen Sie wieder vorbei ...

APRIL

Ziersträucher: Alle Sträucher, die im Sommer und Herbst erst blühen, können jetzt noch kräftig zurückgenommen werden. Dazu gehören z.B. die Sommerflieder, die Bartblume oder auch der Hibiskus. Alle Frühjahrsblüher wie Mandelbäumchen, Forsythie und Ranunkelstrauch erhalten ihren Schnitt erst nach der Blüte.


Gemüsebeet:  Jetzt kann man bereits Blattgemüse wie Spinat, Rucola und Mangold ins Freie säen. Aber auch Rettiche, Radieschen, Zuckererbsen und Kohlarten eignen sich für die Anzucht im Freien. Wer Salat, Kohlrabi und Co als Jungpflänzchen ins Beet bringt, sollte für sehr kalte Nächte immer eine Abdeckung bereithalten. Nach der Pflanzung sorgt eine Mulchschicht für Schutz vor Trockenheit und Verschlämmung des Bodens bei starken Regen. Im Warmen vorgezogenes Gemüse wie Tomaten, Zucchini, Gurken und Paprika sollte - bei ausreichender Belichtung – schon mal kühler gestellt werden. Sonst werden die Pflanzen zu langtriebig und brechen leicht bei der Umsiedelung ins Beet im Mai.


Staudenbeet: Inzwischen spitzen die meisten Stauden gut erkennbar mit neuen Trieben aus dem Boden. Die vertrockneten Triebe vom Vorjahr werden ebenso entfernt wie die abgestorbenen Pflanzenteile, die den Boden bedecken. Jetzt kann die Sonne direkt auf den Boden treffen und ihn gut erwärmen. Stauden, die im Sommer und Herbst blühen, können jetzt noch vorsichtig ausgegraben und geteilt werden. Das bringt blühfaul gewordenen Pflanzen wieder in Schwung. Auch Neupflanzungen in bestehende Lücken der Rabatte kommen jetzt in den Boden. Danach hilft auch hier eine neu aufgebrachte Mulchschicht die Verdunstung an heißen Tagen zu reduzieren und spart Gießarbeit. Nur auf Rindenmulch sollten Sie im Staudenbeet verzichten, er behindert manche Stauden darin, sich in die Breite zu entwickeln. Hat man kein anderes Mulchmaterial zur Verfügung ist Kompostmulch vom Kompostwerk eine gute Alternative.


Balkon und Terrasse: Spätestens jetzt sollten Sie Ihre Kübelpflanzen aus dem Winterquarteier holen. Nach einer Kontrolle auf Schädlinge und Krankheiten ist vielleicht ein Rückschnitt notwendig um den Pflanzen eine kompakte Form zu verleihen.  Werden die Pflanzen in einen größeren Topf umgepflanzt, so kann man mit dem richtigen Substrat leicht eine Grundversorgung an Nährstoffen sicherstellen. Bei Pflanzen, die schon Jahre im gleichen Topf stehen, ist das schwieriger. Orangerien helfen sich so: Die Pflanze wird aus dem Topf gehoben, die Wurzeln rundum vom äußeren Rand her in einer Breite von 2-3 cm zurückgeschnitten. Der so entstehende Raum zwischen Ballen und Topf wird dann mit neuem Substrat gefüllt. Danach die Pflanzen langsam an die Temperaturen und die Intensität der Sonne gewöhnen, damit keine Schäden wie z.B. Sonnenbrand entstehen oder das Wachstum ins Stocken gerät.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.
Telefon 0941/4009-361, -362, -619.

Schachbrettblume, filigrane Schönheit im April
MAI

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Hobbygärtner von Interesse sind. Nach April-typischen Kältephasen kann sich der Gärtner nun im Mai auf einen wachstumsfreudigen Monat einstellen.

Im Monat Mai kann es mittlerweile schon sehr trocken im Garten werden. Meist ist der begrenzende Wachstumsfaktor nicht der Dünger sondern das Wasser. Das heißt – besonders im Gemüsegarten – richtig kräftig gießen, aber nicht zu oft! Wenn Sie einmal 20l Wasser auf einem Quadratmeter Gartenboden unterbringen, reicht das für 4 bis 5 Tage. Mulchauflagen oder Vlies erleichtern das Eindringen des Wassers in den Boden. Für Kübel- und Balkonpflanzen eignen sich Tropfbewässerungssysteme.
Im Gewächshaus muss jetzt unter Tags ordentlich gelüftet werden, sonst geraten die Kulturen unter Hitzestress und das gibt keine gute Qualität.
Im Gemüsegarten wird fleißig gesät und gepflanzt – aber auch schon geerntet. Wenn möglich, sollten die entstandenen Lücken gleich wieder mit Pflänzchen oder Saaten aufgefüllt werden. Das sorgt für eine gute Bodenbedeckung und fördert die Bodenlebewesen und die Krume. Wer nicht immer gießen möchte, kann sich auch einen System mit Tropfschläuchen installieren. Das ist die effizienteste Gießmethode.
Wenn keine starken Spätfröste mehr zu erwarten sind, können die restlichen Kübelpflanzen an ihrem Freisitz rund ums Haus aufgestellt werden. Auch die letzten Balkonblumen kommen in Ihre Kästen. Bei der Blumenerde für diese Pflanzen sollten Sie nicht sparen. In der Regel kosten die guten Substrate auch mehr als die weniger guten. Eine Mindestanforderung ist Ton als Zuschlagsstoff. Dadurch verbessert sich die Wasserspeicherfähigkeit im Topf. Der Düngeranteil sollte mindestens bei 2g/l liegen (muss am Sack außen angegeben sein).
Einjährige Sommerblumenmischungen können jetzt noch ausgesät werden. Die Saaten sollten nicht in den Boden eingearbeitet sondern nur oberflächlich ausgestreut werden. Wichtig ist ein Anwalzen oder Andrücken nach der Saat.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.
Telefon 0941/4009-361, -362, -619.

 

 

im Gemüsegarten muss bei Trockenheit richtig kräftig gegossen werden
JUNI
Der Juni lässt die Gärten erstrahlen

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Das Wetter bleibt auch im Juni wechselhaft und sorgt in diesem Jahr für ausreichend Feuchtigkeit wobei die Niederschlagsmengen von Ort zu Ort stark variieren können. Nach starken Regenfällen heißt es auf den Wegen zu bleiben. Der Boden ist gesättigt mit Wasser und würde sich unnötig verdichten wenn man ihn jetzt betritt. Die Folge: die wertvolle Krümelstruktur im Boden wird nachhaltig gestört. Nachfolgende Regenmengen können nicht mehr aufgenommen werden, fließen oberirdisch ab und Erosion wird gefördert.

Jetzt sind auch Tomate, Zucchini und Paprika ins Freiland umgezogen, Bohnen und rote Bete gesät und das Gemüsebeet füllt sich. Das ruft Gemüsefliegen und Falter auf den Plan, die ihre Eier an Jungpflanzen ablegen und deren Nachkommen dann die Früchte zerstören können. Das kann man verhindern, indem man Insektenschutznetze darüber spannt - so dürfen die Insekten überleben und der Gärtner erntet madenfreies Gemüse.

Eine Fülle von Blüten bietet der Ziergarten im Juni. Viele der Stauden haben jetzt ihre Hauptblütezeit und auch bei den Sträuchern konkurrieren nach dem Flieder Rosen, Holunder und Spiräen mit einem Meer an Blüten. Hohe Stauden brauchen oft eine Stütze, damit nicht die nächste Gewitterböe die Stängel abknickt. Und wer Verblühtes abschneidet bevor die Samenbildung unnötig Kräfte zehrt kann bei vielen Stauden auf eine Nachblüte hoffen.

Unter den kurzlebigeren Zierpflanzen sind es die Zweijährigen, die jetzt ausgesät und vorgezogen werden. Sie entwickeln im ersten Jahr nur Blätter und blühen dann im zweiten Jahr. Dazu zählen z.B. Stockrosen, Marienglockenblumen oder Vergissmeinnicht. Damit bereiten Sie schon jetzt die Blüte für den nächsten Sommer vor. Alle Kulturen, die in Pflanzgefäßen wachsen - egal ob Gemüse, Kräuter oder Zierpflanzen - brauchen eine regelmäßige Nährstoffzufuhr und ein besonderes Augenmerk beim Gießen. Sie sind nicht mit dem Erdreich verbunden, können für ihre Versorgung also nicht einfach auf tiefere Erdschichten zugreifen.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

 

Wir wünschen entspanntes Gärtnern.
JULI
“Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er erfordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten ist, Zeit, Zuwendung und Raum” Prof. Dr. Ing. Dieter Kienast 1945 – 1998

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.


Solange die frischen Triebe, umgangssprachlich auch Wasserschosser genannt, noch nicht verholzt sind, kann man getrost den „Sommerriss“ bei Obstbäumen durchführen. Dabei werden die Triebe entfernt und mitsamt der schlafenden Augen herausgerissen, die nach dem Winterschnitt gewachsen sind. Diese Maßnahme bremst den Baum etwas im Wachstum und der nächste Winterschnitt kann eigentlich entfallen. Selbst Kronenregulierungen können im Sommer erledigt werden. Der Neuaustrieb ist bei weitem nicht so kräftig als beim Schnitt im Winter.
Beerensträucher schneidet man gleich nach der Ernte.
Unsere Gemüsepflanzen wollen gerne umsorgt werden. Bei diesen Temperaturen und ungleichmäßigen Regenfällen ist es wichtig den Pflanzen ausreichend Wasser zur Verfügung zu stellen. Es wurde ja an dieser Stelle schon des öfteren geschrieben, dass 20 l/ m² Wasser für die Entwicklung äußerst wichtig sind. Dadurch dringt das Wasser bis zu den Wurzeln vor, dort wird es gebraucht, nicht auf den Blättern.
Der Juli ist auch schon wieder der Monat an dem an die Herbsternte zu denken ist. Zuckerhut, Endivien, Winterrettich können schon in die Erde verbracht werden. Petersilie ist in der Entwicklung wesentlich schneller wenn sie im Sommer ausgesät wird.
Bei den Balkon- und Kübelpflanzen gilt nach wie vor; düngen im 2- wöchigen Rhythmus ist für einen langen Blütenflor wichtig.  Alternativ kann man ebenso einen Langzeitdünger verwenden. Auch hier gilt, lieber einen qualitativ hochwertigen Dünger zu kaufen. Das Entfernen von Verblühtem trägt wesentlich zur Verlängerung des Blühflors bei.
Im Ziergarten werden die einmalblühenden, überlangen Rosentriebe in Form gebracht. Bei mehrmals blühenden Rosen kann man den Blütenflor verlängern, wenn man ständig das Verblüte entfernt. Unterhalb des Verblühten wird bis auf das erste vollentwickelte Blatt (ab fünfblättirg) zurück geschnitten. So wird der Rosenstock immer wieder zum Blühen angeregt.
Einige Stauden haben die Fähigkeit zu remontieren. Das heißt, wenn man sie nach ihrer Blüte ganz zurück schneidet treiben sie noch einmal durch und bilden im Herbst noch einmal Blüten. Zu diesen Stauden gehören z.B. Sommer-Salbei, Pfirsichblättrige Glockenblume, Moschus-Malve, Feinstrahl-Aster, Frauenmantel etc. Sie sollten gleich nach dem Abblühen geschnitten werden, damit keine Kraft in die Fruchtbildung investiert wird.
Lavendelblüten für Duftkissen, Trocksträuße und Kränze schneidet man ebenfalls im Juli.
Wir wünschen Ihnen erholsame Stunden in Ihrem Garten.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.
Telefon 0941/4009-361, -362, -619.

Rosenwaldmeister“ mit „brennende Liebe“
AUGUST
Die heiße Jahreszeit hat uns fest im Griff

Wohl dem, der im Ziergarten den ein oder anderen Baum sein eigen nennt. Die hohen Temperaturen lassen sich am besten im Schatten eines großen Nußbaumes ertragen. Die Staudenbeete stehen in voller Pracht- Lilien, Phlox, Schafgarbe und viele andere bereichern unsere Gärten. Andere, wie Storchschnabel, Frauenmantel sind bereits verblüht und können durch einen Rückschnitt im Spätherbst noch eine Nachblüte ansetzen. Topf-, Balkonpflanzen und Sommerblumen sollten weiter reichlich gewässert und gedüngt werden, so dass der Flor gut bis zum Frost durchhält. Richten Sie ihre Aufmerksamkeit auch immer wieder auf die öfter blühenden Rosen und entfernen Sie Abgeblühtes und kranke Blätter. So setzen die Rosen bis zum Frost immer wieder Blüten an.

Im Obstgarten werden jetzt die ersten Äpfel und Birnen reif. Bei Johannisbeeren, Stachelbeeren und Josta sollte altes Holz entfernt werden. Bei den jungen Trieben bleiben lediglich die kräftigsten 4-6 stehen. Sommerhimbeeren sollten mit der Ernte oder spätestens jetzt im August geschnitten werden- die abgeernteten Triebe werden bodennah entfernt. Vom neuen Holz werden die kräftigen Ruten belassen. Bei den Erdbeeren sollten nach der Ernte die alten Blätter zurückgeschnitten werden, so dass der Krankheitsdruck abnimmt und der Fruchtansatz für das nächste Jahr gefördert wird. Sollten Sie Weinstöcke im Garten haben gilt es jetzt darauf zu achten, dass Triebe eingekürzt werden und überschüssiges Laub entfernt wird. So kommt Licht und Luft an die Früchte.

Im Gemüsegarten herrscht jetzt Hochsaison. Gurken, Zucchini, Paprika, Auberginen und anderes bringen Frucht um Frucht. Es gilt wachsam zu sein und auf Mehltaubefall zu achten. Entfernen Sie immer wieder ältere bodennahe Blätter. Auch Freilandtomaten bringen jetzt reiche Frucht. Auf Erkrankungen an Blättern und Früchten sollte geachtet werden. Gießen Sie gezielt, reichlich und bodennah, so dass Pflanzen und Blätter nicht nass werden.

Wie Immer gibt es viel zu tun im Garten. Und doch sollte man das Genießen nicht vergessen: an einem lauen Abend bei einer Brotzeit auf Terasse oder Balkon im Grünen, oder beim Vergnügen in einer Hängematte zu liegen. Probieren Sie es aus- beim leisen Schaukeln der Hängematte gleiten die Gedanken dahin. Im sachten Wiegen lässt sich die Natur im Garten rundum herrlich beobachten und man entsteigt der Hängematt entspannt und geerdet. Ein jeder Garten sollte Platz für eine Hängematte bieten.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.

Telefon 0941/4009-361, -362, -619.

Hängemattenglück
SEPTEMBER

Im September ist die Gemüseernte noch in vollem Gange

In den Gemüse- und Hochbeeten  reifen  Tomaten, Paprika,  Gurken, Salate, gelbe Rüben, Zucchini  etc. Auch bei längerer Trockenheit brauchen die Kulturen noch ausreichende Wassergaben.
Unsere Wintervorräte wie z. B. Zuckerhutsalat, Radicchio, Endivien, Winterrettich, Rosenkohl, Sellerie  und die letzten Radieschen, Rettiche, Pflücksalate  die bereits in den Beeten zu ihrer vollen Größe heranwachsen müssen  noch gut versorgt werden.
Im Obstgarten wurden die Beerensträucher, Johannisbeere, Stachelbeere bereits vollständig abgeerntet. Jetzt ist die beste Zeit, die Sträucher wieder in Form zu bringen; man muss mit dem Schnitt nicht bis nächstes Jahr warten.
Die Brombeergallmilbe ist schuld, wenn die Früchte nicht gleichmäßig schwarz färben. Die Früchte schmecken nicht so süß und sind bei starkem Befall ungenießbar. Ein starker Rückschnitt ist hier zu empfehlen.
Fallobst ist nach wie vor von der Fläche zu entfernen.
Eine Frage, die immer wieder auftaucht ist, wann weiß man, dass der Apfel, die Birne am Baum ihre Erntezeit erreicht haben. Ein ganz einfacher Trick hilft dies zu beurteilen. Nehmen Sie die Frucht in die Hand und kippen Sie diese etwas zur Seite, ca. 90 Grad. Löst sich die Frucht leicht, ist sie erntereif. Erntereif heißt aber bei manchen Sorten noch nicht, das sie auch genussreif sind. Die Genussreife kann, sortenbedingt, durchaus erst nach einigen Wochen Lagerung erreicht werden. Geerntet wird bei trockenem Wetter.
Im Ziergarten erleben wir gerade mit den spätsommer- bzw. frühherbstblühenden Stauden einen Blütenreigen, der noch einmal zeigt was die Natur so leisten kann. Bereits jetzt sei angemerkt, dass die herbstblühenden Stauden nicht zwangsläufig im Herbst bodeneben abgeschnitten werden sollen. Hier sollte die Ökologie im Vordergrund stehen, nicht die Ästhetik. Blumenzwiebeln bereichern den Garten und können, je nach Verfügbarkeit, schon gesetzt werden. Je eher je besser, dann können sie noch bis zum Winter einwurzeln. Standortgerchtes Pflanzen ist auch hier der Schlüssel zum Erfolg.
Immergrüne Gehölze können bereits ausgegraben und an den neuen Standort gepflanzt werden. Intensives Wässern nicht vergessen.
Das Reinigen der Nistkästen ist eine Arbeit, die im September erledigt werden kann. Meisen, Spatzen, Zaunkönige & Co. haben die Nester verlassen. Die alten Nester werden entfernt, mit Handschuhen versteht sich, und stehen dann den „Übernachtungsgästen“ im Garten zur Verfügung und spätestens im nächsten Jahr auch wieder unserer nestbauenden Vogelwelt.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

Herbstastern bereichern den Garten
OKTOBER
Monat Oktober

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Im Ziergarten gibt es im Oktober noch einiges zur tun. Falls Ihr Rasen unter der Trockenheit des Sommers gelitten hat, können Sie die Lücken jetzt durch eine Nachsaat schließen. Mähen Sie zuerst den Rasen. Die schadhaften Stellen werden abgerecht, so dass der Boden etwas gelockert ist. Mischen Sie den Rasensamen mit Sand und Kompost und bringen Sie das Gemisch dünn auf die betroffenen Stellen aus. So kann bis zum Bodenfrost ein Lückenschluss erreicht werden. Ansonsten kann in den Rasenflächen eine kalibetonte Abschlussdüngung vorgenommen werden – so geht der Rasen gestärkt in den Winter. Gemäht wird solange Zuwachs beobachtet wird. Laub und Fallobst sollte aus Rasenflächen entfernt und der Kompostierung zugeführt werden. Das Laub kann auch in Gehölz- und Staudenflächen als Mulchschicht verbleiben.

Im Blumenbeet können jetzt die üppig blühenden Herbststauden wie Astern, Fetthenne oder Chrysanthemen genossen werden. Auch Dahlien entwickeln bis zum ersten Frost noch reiche Blüte. Andere Stauden und Ein- und Zweijährige können entnommen werden, z.B. eintrocknende Funkien, Schildblatt, Taglilien, die Fröste nicht standfest überdauern. Auch Tagetes, Calendula, Cosmea und andere werden nach dem Abblühen kompostiert. Die Staudenflächen können mit Laub oder unkrautfreiem Rasenschnitt gemulcht werden.

Der Oktober ist auch noch gut geeignet Zwiebelpflanzen wie Tulpen, Krokusse, Narzissen, Kaiserkronen und viele mehr zu setzen. Jetzt gilt es die Blütenakzente für das zeitige Frühjahr zu platzieren.

Einige Sträucher bereichern den Garten nun durch buntes Herbstlaub oder dekorativen Fruchtschmuck. Efeu blüht üppig und lockt Insekten an. Auch einige Rosen, Hortensien und Hibisken zeigen noch bis zum Frost ihre Blüten. Beet- und Edelrosen können nach dem verblühen für den Winter auf ca. 50-70 cm eingekürzt und mit Gartenboden angehäufelt werden. Strauchrosen können etwas zurückgenommen werden.

Die Topfpflanzen von Balkon und Terrasse sollten jetzt auf das Winterquartier vorbereitet werden. Sie verbleiben so lange wie möglich im Freien, sollten aber hausnah gestellt werden. Das Gießen wird immer weiter reduziert. Auf Nachtfröste sollte schon geachtet werden.

 

Im Gemüsegarten werden die Herbstkulturen wie Sellerie, Kohl, Rote Beete, Karotten und Wintersalate weiter versorgt und bei Frost abgedeckt. Sie können so lange wie möglich im Beet belassen werden – der Boden ist noch sehr lange frostfrei. Eventuell kann von samenechten Gemüsesorten noch Samen für das nächste Jahr entnommen werden. Denken Sie an das Beschriften der Samentütchen. Abgeerntete Beete können noch gut mit schnell keimender Gründüngung, z.B. „Tempogrün“ bedeckt werden. Auch unkrautfreier Rasenschnitt und Laub sind zum Mulchen geeignet und können im Frühjahr einfach in die Gemüseflächen eingearbeitet werden.

Beim Obst sind jetzt noch viele Apfelsorten zu ernten und für den Winter einzulagern. Auch Birnen und Quitten gilt es zu verarbeiten. Haselnüsse und Walnüsse sollten ausgebreitet getrocknet werden, bevor sie eingelagert werden, da sie sonst im Lager schimmeln.

Grundsätzlich ist im Oktober noch optimale Pflanzzeit. Es ist noch ausreichend Wärme im Boden, um die Pflanzen gut anwachsen zu lassen. Obstgehölze, Sträucher und Stauden finden jetzt gute Anwuchsbedingungen. Wichtig ist bei Neupflanzungen je nach Witterung ausreichend zu wässern.

Schauen Sie, dass möglichst viel Laub im Garten verbleiben kann, Igel und viele Insekten erhalten so ein gutes Winterquartier und bereichern die Lebensvielfalt in Ihrem Garten.

Überlegen Sie sich auch schon wo Sie die Vogelfutterstellen für den Winter einrichten - gut erreichbar vom Haus aus und eventuell durch ein Fenster zu beobachten…

Viel Freude im Garten und einen Goldenen Oktober wünscht das „Grüne Team“ des Landratsamtes.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon: 0941 4009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

Herbstblüher
NOVEMBER

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Traditionell widmen wir im Spätherbst unseren Gräbern erhöhte Aufmerksamkeit. Verblühtes wird beseitigt, das Grab mit einer neuen Bepflanzung noch einmal aufgewertet. Gut geeignet hierfür sind Astern und Chrysanthemen, die mit einem breiten Farbspektrum über ersten Frösten hinaus durchhalten. Auch Horn- oder Alpenveilchen, Heidekraut und Stiefmütterchen setzen farbige Akzente.
Kombiniert wird mit ausdauernden Blattschmuckstauden wie z.B. dem Purpurglöckchen, die mit Blättern in unterschiedlichen Rottönen für Herbststimmung sorgen. Aber auch hier gilt: weniger ist oft mehr! Wenn zu viele Farben miteinander konkurrieren, kommt keine wirklich zur Geltung. Lieber mit nur drei Farben eine entschiedene Kombination zusammenpflanzen und mit einem grünen Rahmen aus geeigneten Bodendeckern einen zusätzlichen Kontrast setzen. Efeu, kleines Immergrün oder die Kriechspindel sind hierfür genauso geeignet wie das Sternmoos oder das Fiederpolster.
Im Unterschied zur Frühjahrs- oder Sommerpflanzung ist zu beachten, dass die Pflanzen jetzt nicht mehr an Größe zunehmen, sie müssen also enger pflanzen, um von Anfang an keine Lücken in der Pflanzung zu haben.
Im Garten hält der November hoffentlich noch ein paar sonnige Stunden für uns bereit. Auf den Gemüsebeeten finden sich noch Rosenkohl, Lauch und Feldsalat, die bereits abgeräumten Bereiche freuen sich über eine Laubschicht sofern nicht eine Gründüngung angesät wurde.
Viel organisches Material ist im Herbst angefallen und sollte zerkleinert und gut gemischt auf den Kompost wandern. Gemeinsam mit dem bereits halb verrottetem Material, das im Lauf des Sommers gesammelt wurde, wird nun umgesetzt und neu aufgeschichtet. So sorgt man für eine gute Sauerstoffzufuhr und beste Voraussetzungen zur Verrottung. Sobald der Behälter gefüllt ist wird er mit alten Jutesäcken oder- noch besser - ca. 200g/m² schwerem Vlies abgedeckt. Dieses ist in der Lage Niederschlagswasser abzuleiten und damit einen Nährstoffaustrag durch Auswaschung zu vermeiden.
Jetzt noch Werkzeug und Geräte pflegen. Dazu werden zuerst Reste von Erde entfernt und eventuell vorhandener Rost mit Stahlwolle abgebürstet. Spaten und Hacke werden bei Bedarf mit einer Feile geschärft. Eine dünne Schicht Pflanzenöl verhindert neuen Rost auf Metallteilen und pflegt Holzstiele von allen Werkzeugen. Schnittwerkzeug, wie z.B. Baumscheren werden ebenfalls gereinigt, geschliffen und zusätzlich desinfiziert um eine Übertragung von Krankheiten bei der nächsten Schnittmaßnahe zu vermeiden.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt - Telefon 0941/4009-361, -362, -619, 792 - gerne zur Verfügung.

Heidekraut
DEZEMBER
Monat Dezember

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Der Dezember ist erfahrungsgemäß ein relativ warmer Wintermonat. Das heißt für uns Gärtner, dass wir auch noch Gartenarbeiten durchführen können. Ideal ist die Zeit zum Pflanzen von laubabwerfenden Gehölzen (Sträucher, Obstbäume, Hausbäume). Die jetzt gepflanzten Gehölze wachsen wesentlich besser als die im Frühjahr gepflanzten.

Den Garten Aufräumen gehört eigentlich nicht in das gärtnerische Vokabular. Besonders die mit dem Begriff verbundenen Tätigkeiten wie Laub abräumen oder Stauden zurückschneiden. Dazu einige Tipps, die das Leben erleichtern und der Natur dienen:
- Lassen Sie das Laub unter den Bäumen auch mal liegen. Das meiste verrottet über den Winter und gibt den Bäumen wieder ihre Nährstoffe zurück
- Geben Sie überschüssiges Laub auf die abgeräumten Beete im Gemüsegarten oder zwischen die Stauden in den Blumenbeeten.  Der Boden dankt es mit Gesundheit und Ertrag
- Lassen Sie verblühte Samenstände von Blumen und Gräsern stehen. Sie dienen als Winternahrung für die Vögel und als Schutzraum für Insekten
- Lassen Sie auch „Wilde Ecken“ im Garten mit Totholz oder Steinhaufen zu. Sie sind begehrte Rückzugsräume für viel Kleintiere und Insekten.
- Mähen Sie den Rasen nur, wenn die Gräser länger als 10 cm sind und dann nicht zu tief, sonst können sich leicht Schäden durch Frost und Trockenheit einstellen.

Wenn Sie für den Advent oder Weihnachten Tannenäste oder sonstiges Wintergrün besorgen, denken Sie auch an Ihre Rosen oder sonstigen empfindlichen Zierpflanzen wie z.B. Tellerhortensien. Einige Zweige an der Basis in die Erde gesteckt dienen als Frost- und Sonnenschutz.

Zum Schluss noch ein Tipp fürs Wohlbefinden: Gehen Sie bewusst einmal durch den winterlichen Garten und stellen Sie sich vor, was im nächsten Jahr alles aus der Erde sprießen wird. Sie erleben den Garten als Wunder der Natur und Sie kommen dabei selbst zur Ruhe!


Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

JANUAR

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.


Die Gartenarbeiten im Januar sind relativ überschaubar. Dennoch gibt es einige Dinge, die es für den Freizeitgärtner zu beachten gilt.
Für den Winterschutz der Rosen dienen die „ausgedienten Zweige“ des Christbaumes. Hier geht es nicht vorrangig um den Frostschutz, als vielmehr durch Beschattung den aufsteigenden Saftstrom durch die Wintersonne zu minimieren.
Den Kübelpflanzen muss im Winterquartier regelmäßig hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden. Krankheitsbefallene Blätter entfernen, auf Schädlinge achten und diese gegebenenfalls beseitigen und die Kontrolle der Ballenfeuchtigkeit sind die wichtigsten „Arbeiten“, die hier anfallen.
Um die Vitaminzufuhr im Winter nicht zu kurz kommen zu lassen, ist das „Heranziehen“ von Keimsprossen eine willkommene Abwechslung. Kresse, Sojabohnen, Rettich, Radieschen und Broccoli sind nur einige der Köstlichkeiten, die der Fachhandel anbietet. Die Hygiene ist auch hier unerlässlich. Diese bezieht sich in der Regel auf mind. zweimaliges Ausspülen der Sämereien, die in den Keimboxen herangezogen werden. Auch das Antreiben von Schnittlauch ist eine begehrte Möglichkeit mit frischem, vitaminreichen „Grün“ den Speiseplan zu bereichern. Hierzu wird vor den starken Frösten der Ballen der Schnittlauchpflanze ausgegraben, getopft und ins warme Zimmer gestellt. Die Ernte der Schnittlauchtriebe beschränkt sich in der Regel auf zweimaliges Abschneiden, dann geht dem Ballen die Kraft aus. Aus diesem Grund, ist es besser mehrere Töpfe vorzubereiten und diese bei Bedarf in die warme Stube zu stellen.
Eingelagertes Obst und Gemüse muss hin und wieder, auf Faulstellen kontrolliert werden. Pilzliche Erkrankungen können unbemerkt in kurzer Zeit den ganzen Bestand infizieren.
Selbst wenn es verlockend sein kann, bei relativ warmen Temperaturen im Januar den Gehölzschnitt durchzuführen, sollte dieser doch erst nach den letzten Frösten im Frühjahr erfolgen. Winter- und frühjahrsblühende Gehölze werden ohnehin erst nach der Blüte geschnitten.
Ein immer wieder wiederkehrendes, aktuelles Thema ist: „Wie füttert man die Vögel im Garten richtig“. Der Landesbund für Vogelschutz steht hier immer mit Rat und Tat zur Seite. Auf der Homepage des Verbandes (www.lbv.de) finden Sie die entsprechenden, sehr hilfreichen Ratschläge.
Eine Anmerkung in eigener Sache; Gehölze und Stauden mit Frucht- und Samenständen, die den gefiederten Freunden im Winter zur Verfügung stehen sind nicht nur dekorativ, sondern tragen auch zum abwechslungsreichen Nahrungsangebot bei. Das ist ein Grund mehr, den Garten im Herbst nicht komplett „abzuräumen“.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

Wintergarten
FEBRUAR

Sicherlich ist der Winter die ruhigste Jahreszeit für den Gärtner. Es ist jedoch auch jetzt durchaus sinnvoll regelmäßige Kontrollgänge durch den Garten zu unternehmen. Bei relativ milden Temperaturen gibt es immer wieder etwas zu tun.
Solange es noch keine starken Fröste gegeben hat und das Wintergemüse noch nicht gänzlich geerntet ist kann immer noch verschiedener Kohl oder winterfester Salat unter Vlieslage belassen werden. Frühbeetbesitzer können die Gemüsesaison verlängern. Mit dem Anbau, z.B. von Salat, Spinat, Kohlrabi u.ä. kann schon begonnen werden. Für die Märzaussaat im Gemüsegarten werden jetzt die Planungen nochmals kontrolliert. Wie ist die Beeteinteilung? Ist alles Saatgut vorhanden? Wann können die Beete hergerichtet werden? Wird noch Kompost benötigt? Ist mal wieder eine Bodenprobe notwendig? In den Gärtnereien finden sich auch immer wieder neue Sämereien – vielleicht kann auch mal etwas Neues ausprobiert werden. Auch beim Sachgebiet Gartenkultur und Landepflege im Landratsamt gibt es eine Samenbörse –vielleicht gibt es da etwas zu entdecken. Zudem muss das Lagergemüse immer wieder kontrolliert werden, so dass Fäulnis und Schäden verhindert werden.
Bei den Kontrollgängen im Garten ist es auch wichtig im Obstgarten Himbeeren und Johannisbeere auf Gallenbefall zu kontrollieren. Im Winter sind diese Verdickungen am Trieb oder an den Knospen gut zu erkennen und können weggeschnitten werden. Frostfreie Februartage sind der richtige Zeitpunkt, um echten Wein zu schneiden. Die Triebe des letzten Jahres werden dabei stark auf Zapfen mit 2 Augen zurückgeschnitten. Bei den Obstbäumen kann man sich im laubfreien Zustand gut Gedanken machen, welche Äste beim Frühjahrsschnitt im März entfernt werden sollten. Wichtig ist es daran zu denken, dass ein starker Frühjahrsschnitt einen starken Austrieb zur Folge hat. Will man „mehr Ruhe“ im Obstbaum empfiehlt sich ein Sommerschnitt. Auch das Obstlager muss immer wieder gut durchgeschaut werden. Findet sich beschädigtes Obst, kann dies im Garten an die Vögel verfüttert werden.
Achten Sie bei Ihren Gartenrundgängen auf Unkraut in den Beeten– solange es keine starken Nachtfröste gibt und die Tagestemperaturen in die Plusgrade gehen, gibt es immer wieder auflaufende Unkräuter.
Im Ziergarten werden standfeste Stauden wie Gräser, Astern, Sonnenbraut u.ä. als Überwinterungsmöglichkeit für Insekten belassen, bis ein deutlicher Neuaustrieb zu beobachten ist. Winterblühende Gehölze wie Winterjasmin, Duftschneeball, Zaubernuss u.ä. zaubern jetzt schon Farbtupfer in den Garten. Naturnahe Gehölze wie Haselnuss, Feldahorn, Liguster, Hainbuche u.ä. können jetzt gut ausgelichtet werden. Robuste sommerblühende Gehölze, wie z.B. Sommerflieder werden an frostfreien Tagen zurückgeschnitten, damit ein starker Neuaustrieb angeregt wird. Frühjahrsblühende Gehölze werden erst nach der Blüte geschnitten. Die Laubmulchschicht auf den Beeten und unter den Sträuchern kann an einem sonnigen Tag mit der Mistgabel gewendet werden – so verrottet das Mulchmaterial besser und bildet Nährstoffe für den Start ins Frühjahr. Die Mulchauflage kann jetzt von Winterlingen, Schneeglöckchen und frühen Krokussen entfernen werden, so dass eine gute Entwicklung möglich ist. Die frühen Blüten bilden die erste Nahrung für Insekten, die an warmen Tagen bereits unterwegs sind.
Sollten Sie Bereiche haben, die Sie neu gestalten möchten ist jetzt noch Gelegenheit die Neupflanzungen zu planen und sich um die Beschaffung der Pflanzen für die Frühjahrspflanzung zu kümmern.
Bei den Kübelpflanzen wird immer wieder auf Schädlingsbefall kontrolliert. Gegossen wird nur mäßig- lieber stehen die Kübelpflanzen im Überwinterungsquartier zu trocken, als dass Nässe sie schädigt.
Denken Sie daran die Vögel in Ihrem Garten täglich zu füttern. Jetzt ist es auch höchste Zeit die Nistkästen im Garten zu säubern und zu platzieren.
Sehen Sie auch noch nach Ihrem Werkzeug, so dass alles einsatzbereit ist. Auch die Scheren sollten nocheinmal gesäubert, geschliffen und geschmiert werden.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.
Telefon 0941/4009-361, -362, -619.

Blühende Zwiebelpflanzen Ende Februar
MÄRZ

Die Tendenz der letzten Jahre setzt sich fort. Der Frühling kommt immer früher. Dabei ist für Gärtner nicht der meteorologische (1. März) oder der astronomische (20. März) sondern der phänologische Zeitpunkt von Bedeutung. Die Phänologie befasst sich mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen der Pflanzen. Es werden die Eintrittszeiten charakteristischer Vegetationsstadien (Phasen) beobachtet und festgehalten. Dabei wird auch genauer differenziert in den einzelnen Jahreszeiten. Statt der 4 bekannten Jahreszeiten spricht man hier von 10 Phasen. Der Frühling z.B. wird aufgeteilt in Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling. Für jede dieser Zeiten gibt es eine oder mehrere Zeigerpflanzen. Der Vorfrühling beginnt mit der Blüte der Schneeglöckchen und Haselnuss. Der Erstfrühling wird durch die Blüte der Forsythie eingeleitet. Das ist auch die Zeit, in der wir im Garten richtig loslegen können. Im Vollfrühling beginnen die Apfelbäume und der Flieder zu blühen. Laut Deutschem Wetterdienst hat sich seit 1961 die Vegetationsperiode, also die Wachstumszeit um über 2 Wochen über das ganze Jahr verlängert.
Für uns Gärtner ist das erstmal kein Problem. Wir können auch mit dem Garteln früher anfangen. Sobald der Boden oberflächlich abgetrocknet und ausreichend warm ist, kann mit der Bestellung im Gemüsegarten begonnen werden. Wenn Sie jetzt fragen: „Wann ist denn der Boden ausreichend warm?“ dann lautet die Antwort: „Wenn Sie mit der Hand in den Boden greifen und die Finger nicht mehr frieren!“
Jetzt können Sie auch erstmals wieder den Kompost umsetzen, um den Rottevorgang zu fördern. Hilfreich dafür ist die Verwendung mehrerer Kompostboxen nebeneinander. So können Sie das Material aus einem Behälter in den benachbarten leeren Kompostbehälter füllen. Dadurch erreichen Sie gleichzeitig die optimale Vermischung. Oft finden sich beim Umsetzen weiße dicke Käferlarven im Kompost. Das sind in der Regel Rosenkäverlarven. Die sollten Sie unbedingt am Leben lassen, denn sie tragen zur Zersetzung des Komposts bei. Wenn Sie bereits weitestgehend zersetzten Kompost haben, den Sie absieben können, dann ist das die ideale Startdüngung, sowohl für das Gartenbeet als auch für den Rasen. Im Gemüsegarten sollten Sie dabei max. die Menge von 2 Liter auf den Quadratmeter ausbringen. Für den Rasen können es bis zu 5 Liter sein. Bei Blumenbeeten ist eher Zurückhaltung angebracht. Hier sollte nur bei erkennbaren Nährstoffmängeln gedüngt werden.
Viele Gartenbesitzer versuchen im März das ungeliebte Moos mithilfe eines Vertikutierers oder gar mit chemischen Entmoosungsmitteln zu entfernen. Das ist vertane Mühe. Das Moos kommt garantiert wieder und der Vertikutierer ist kein Entmooser sondern ein Gerät zum Bodenbelüften. Moos wächst immer da, wo sonst nichts mehr wachsen kann oder will. Es hilft also, Lücken auf der Bodenoberfläche zu schließen. Grundsätzlich ist Moos kein Problem im Garten und kann getrost akzeptiert werden.


Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

Frühling im Garten

Gartentipp März 2020
Gartentipp März 2020 (396,3 KiB)
Gartentipp März 2019
Gartentipp März 2019 (331,6 KiB)
Copyright © Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege e.V.