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Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege e.V.
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Kreisverband

Gartenkultur und Landespflege

Beinahe 23000 Garten- und Naturfreunde in 85 Obst- und Gartenbauvereinen schützen und pflegen Natur und Umwelt, prägen Orte und gestalten Heimat im Landkreis Regensburg.

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Gartentipps

Nützliche Informationen von unseren Fachberatern für Gartenkultur und Landespflege

Damit Sie nichts Wichtiges vergessen, finden Sie in unseren Gartentipps die wichtigsten Gartenarbeiten nach Monaten sortiert. Hier erfahren Sie, wann Sie  z. B. an Obstgehölzen den richtigen Schnitt vornehmen, wie Sie am besten mit Kompost düngen, wie Sie bei Obst und Gemüse mit umweltgerechten Maßnahmen vorgehen um die Pflanzen vor Schädlingen oder Pilzen zu schützen und vieles mehr ...

Immer am Anfang jeden Monats können Sie hier die entsprechenden aktuellen Tipps als pdf herunterladen 

-schauen Sie wieder vorbei ...

OKTOBER
Monat Oktober

Im Gemüsegarten stehen jetzt noch Endivien, Zuckerhut, Radicchio, Rosenkohl, Winterrettich, oder Spinat auf den Beeten. Diese werden noch regelmäßig gewässert und bei Bedarf nachts mit Vlies vor Frost geschützt. Nicht bestellte Beete werden mit Mulchauflage aus Herbstlaub oder samenfreiem Rasenschnitt versehen, sofern keine Gründüngung eingesät wurde. So wird bereits für das Frühjahr vorgesorgt, denn das Laub kann in den Boden eingearbeitet und wie die Gründüngung als Bodenverbesserung verwendet werden.

Die Staudenbeete im Ziergarten zeigen sich im Herbst oft noch in voller Pracht. Fetthennen, Astern, Oktober-Silberkerzen, Chrysanthemen und Gräser zaubern noch bunte Vielfalt in den Garten. Lediglich frostempfindliche Stauden, wie Funkien, Taglilien o.ä. werden zurückgeschnitten sobald erste Frostnächte anstehen, um Fäulnis zu vermeiden. Gräser werden lediglich etwas zusammengebunden, dass sie nicht durch den Schnee im Winter auseinandergedrückt werden und faulen. Standfeste Stauden, wie Astern, Chrysanthemen, Herbstanemonen, Phlox und viele andere können den Winter über im Beet verbleiben. So können Insekten gut überwintern, bei Raureif entstehen schöne Bilder und es ist immer noch eine Höhenstaffelung im Staudenbeet ersichtlich. Erst im Frühjahr, mit dem Neuastrieb, erfolgt der Rückschnitt. Die Königin der Blumen, die Rose wird nun etwas eingekürzt und angehäufelt. Der eigentliche Rückschnitt erfolgt erst im Frühjahr. Im Oktober sollte überlegt werden, ob im Frühjahr noch Platz in den Staudenbeeten ist. Denn jetzt ist der optimale Zeitpunkt um Zwiebelpflanzen zu setzten. Es ist zu beachten, dass der Boden für die Zwiebeln durchlässig ist, Staunässe wird nicht toleriert. Gegebenenfalls wird bei der Pflanzung Sand und durchlässiges Material beigemischt. Auch Umgestaltungen können noch vorgenommen werden, solange der Boden offen ist. Es ist Pflanzzeit für Gehölze und Stauden, die bis zum Gefrieren des Bodens noch gut anwachsen können. Topfpflanzen werden jetzt auf das Winterquartier vorbereitet. Sie werden hausnah gestellt, die Gießabstände werden vergrößert und Vertrocknetes und Verblühtes wird entfernt. Sind Frostnächte angekündigt müssen die empfindlichen Topfpflanzen mit einer Abdeckung geschützt werden. Vom Rasen wird weiterhin das Laub entfernt. Solange die Tage warm und feucht sind wächst der Rasen weiter und muss somit auch gemäht werden. Nicht zu kurz, damit die Wurzeln vor Frost geschützt sind, und nicht zu lang, damit keine Fäulnis/Schimmel entstehen, so sollte der Rasen in den Winter gehen. 

Die Ernte im Obstgarten ist im vollen Gange. Lagerobst sollte vor der Vollreife geerntet werden, das verbessert die Haltbarkeit. Durch zu viel Fruchtbehang gebrochene Äste werden entfernen. Auch Fruchtmumien werden aus dem Baum entnommen. Sollten die abgetragenen Himbeer- und Brombeerruten noch nicht entfernt worden sein, kann das jetzt noch erledigt werden. Auch Johannisbeersträucher sollten regelmäßig von überalteten Trieben befreit werden. Bei den Erdbeeren ist es wichtig das alte Laub zu entfernen, das verbessert den Fruchtbehang im Folgejahr.

Pflegen Sie Ihren Garten nicht klinisch rein. Artenschutz kann vor der Haustür im eigenen Garten stattfinden. Belassen Sie das Herbstlaub auf Stauden- und Gemüsebeeten und schneiden Sie nur das Erforderliche zurück. Erst im Frühjahr wird das Laub in das Gemüsebeet zur Bodenverbesserung eingearbeitet. Das Laub  von den Staudenbeeten wird kompostiert. So entsteht ein natürlicher Kreislauf und Insekten und Kleinsäuger haben die Möglichkeit in Ihrem Garten zu überwintern.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

 

Herbststimmung im Kreislehrgarten
NOVEMBER

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

 

Keine Angst vor dem Laub! Falllaub ist eine natürliche Herbsterscheinung. Es ist Bestandteil eines ökologischen Kreislaufes und dient eigentlich dem Selbsterhalt des Gehölzes. Laub kann gut gelagert werden auf Gemüsebeeten (als Mulchauflage) oder auf dem Kompost. Durch seine natürliche Zersetzung werden Nährstoffe frei, die der Pflanze spätestens im Frühjahr auch wieder zugeführt werden sollten (in Form von Kompost). Laub in Hecken sollte unbedingt liegen bleiben und nicht mit dem Laubbläser oder sonstigen Ungetümen beseitigt werden. Für Kinder ist ein hoch aufgeschichteter Laubhaufen ein wunderbarer Spielplatz im Herbst.

Stauden und Gräser erst im Frühjahr zurückschneiden! Viel verblühte Stauden zeigen noch schöne Blattfärbungen oder tragen sogar Samen, die für die winterliche Vogelwelt wichtig sind. Gerade Gräser können, wenn sie im Herbst zurückgeschnittten werden, im Winter bei starken Frösten erfrieren. Es gibt also keinen Grund, jetzt schon mit der Gartenschere aktiv zu werden.

Wo Obst lagern? In diesem Jahr war in den meisten Obstgärten eine sehr gute Ernte, vor allem bei Äpfeln und Birnen. Wo ist denn nun der beste Lagerort? Der Keller scheidet aus, weil er zu warm ist. Einen Erdkeller hat nicht jeder im Garten. Die kühlsten Räume findet man in den Garagen oder in den Kellerschächten (am besten an der Nordseite des Hauses).  Falls Sie eine ausgediente Waschtrommel aus Edelstahl besitzen, können Sie damit ein praktisches Erdlager im Garten anlegen. Die Trommel wird so vergraben, dass nur noch die Öffnung aus dem Boden ragt. Darauf kann man noch einen Strohballen setzen, der gegen starke Fröste schützt. So können Sie über den ganzen Winter frisches Obst ernten. Übrigens funktioniert das auch bei Lagergemüse (Rettich, Kohl, Gelbe Rüben, Rote Beete, Lauch). Aus Betonschachtringen lassen sich ebenfalls Erdlager bauen, die je nach Ringgröße einige Kubikmeter Lagerraum aufweisen. Das erfordert allerdings schon einen erhöhten technischen Aufwand.

Umstechen im Garten – ist das sinnvoll im Herbst? Im Gemüsegarten eindeutig nein! Dabei werden wertvolle Bodenstrukturen zerstört und v.a. Nährstoffe ausgewaschen. Will man allerdings neue Pflanzflächen für Stauden oder einjährige Blumen im Garten anlegen, macht eine herbstliche Bodenbearbeitung Sinn. Falls die Fläche mit Rasen bewachsen ist, muss die Grasdecke nicht extra abgehoben werden. Das Bodenstück wird einfach auf den Kopf gelegt und fertig. Im Frühjahr muss die Oberfläche noch mit einem Kreil oder Rechen begradigt werden und schon ist das Pflanzbeet angelegt.

 

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt - Telefon 0941/4009-361, -362, -619, 792 - gerne zur Verfügung.

Auch abgeblühte Stauden haben ihren Reiz
DEZEMBER
Monat Dezember

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

Solange der Boden noch nicht durchgefroren ist können noch problemlos Gehölze gepflanzt werden. Selbstverständlich lassen sich auch Gehölze im Zuge von Umgestaltungen versetzen, oder umpflanzen. Die Winterfeuchte begünstigt bei der Herbstpflanzung das Anwachsen der Pflanzen, sowie die Entwicklung der Wurzeln. Mit der Pflanzung von Stauden sollte bis ins Frühjahr gewartet werden.

Immergrüne Gehölze, Eibe, Buchs & Co. brauchen vor den Bodenfrösten noch einmal ausreichend Wasser um Trockenschäden zu vermeiden. Mancher Kirschlorbeer hat im Frühjahr nicht durch den Frost, sondern durch Wassermangel braunes Laub bekommen.

Im Gemüsegarten gibt es bis auf die laufenden Ernten von Wintergemüse wie z. B. Zuckerhut, Radicchio, Endivien, Rosenkohl, Winterrettich, Porree, Kräutern nicht viel zu tun. Wurzelgemüse sollte vor den ersten größeren Frösten aus dem Boden genommen werden. Die Kulturen können bis zu den stärkeren Frösten mit einem Gartenvlies geschützt werden.

Der Laubfall ist bei manchen Gehölzen noch nicht ganz abgeschlossen. Hier gilt, die Blätter im Rasen werden entfernt. Mit anfallendem Laub lassen sich Beete und Pflanzflächen abdecken und somit schützen.

Winterzeit ist Planungszeit. Neuanlagen und Umgestaltungen müssen gut durchdacht sein. Die ruhigere Jahreszeit kann dazu ganz gut verwendet werden. Gott sei Dank ist ein Garten nichts Statisches. Er ist stetem Wandel und Veränderungen unterworfen. Auch den Neuheiten, ob Saatgut- oder Pflanzenzüchtungen sollte man sich nicht verschließen. Eigene Erfahrungen sind der beste Lehrmeister.

Die meisten Gartengeräte haben eine lange Saison hinter sich. Spaten, Grabgabel, Kreil Rechen, Pflanzschaufel u. a. sollten von Schmutz befreit und die Metallteile mit einem in z.B. Speiseöl getränktem Lappen eingefettet werden. Auch die Holzstiele danken die „Spezialbehandlung“ mit längerer Lebensdauer.

Bei Rosen ist die empfindlichste Stelle die Veredelung. Im Laufe der Jahre „wandert“ sie noch oben und liegt frei. Das Anhäufeln der Veredelungsstelle verhindert Frostschäden. Nadelholzreisig dient dazu die Triebe vor der Wintersonne zu schützen.

 Nach wie vor gilt; eingelagertes Obst und Gemüse sollte ständig kontrolliert werden. Kranke, schadhafte Stellen würden sich rasant ausbreiten und den gesunden Bestand gefährden. Wichtig zu erwähnen ist noch, dass Obst und Gemüse nicht zusammengelagert werden sollte.

Kübelpflanzen müssen im Winterquartier kontrolliert werden. Die Kellerräume sind meist alle zu warm. Den Feuchtigkeitsgehalt der Ballen darf man nicht aus den Augen verlieren. Hier gilt; immergrüne oder auch noch belaubte sommergrüne Kübelpflanzen verdunsten über ihre Blätter und brauchen dadurch etwas mehr Wasser. Kranke Pflanzenteile müssen auf jeden Fall entfernt werden. Über das Lüften an frostfreien Tagen freuen sich unsere „meist gestressten“ Überwinterungsgäste.

Barbarzweige werden am 4. Dezember, Barbaratag, geschnitten und ins Zimmer gestellt. Nach altem Brauch werden sie zum Weihnachtsfest in voller Blüte stehen.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

 

Winterstimmung
JANUAR

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.

In den Gärten herrscht aktuell Vegetationsruhe, die Zeit, in der mehrjährigen Pflanzen photosynthetisch inaktiv sind, also kein Wachstum und keine Blüten- oder Fruchtbildung zeigen. Sommergrüne Pflanzen haben längst ihre Blätter abgeworfen und so den Saftfluss auf ein Minimum reduziert um nicht zu erfrieren. Immergrüne Pflanzen hingegen behalten ihr Laub, sparen sich damit den jährlichen Kraftakt sich ein neues Laubkleid zu zulegen. Dies birgt aber Risiken: Wenn die Temperaturen tagsüber steigen und milde Temperaturen den Saftstrom aktivieren kann ein plötzlicher Temperaturabfall in der Nacht zu Erfrierungen in den Leitungsbahnen führen. Deshalb ist es gut bei stark wechselnden Temperaturen Immergrüne Gehölze – wie z.B. den Kirschlorbeer – mit einem Vlies zu schützen. Und zwar schon tagsüber, damit die lokale Erwärmung von der sonnenbeschienenen Seite reduziert wird.


Wer unsren Ratschlägen das Jahr über folgt und nach und nach sog. Vogelnährgehölze mit angepflanzt hat, also Sträucher, die mit Samen und Beeren den Winter über Vögeln Nahrung anbieten, hat automatisch beste Voraussetzungen geschaffen, damit diese nicht hungern müssen. Denn anders als bei einer exponierten Futterstelle sind sie hier geschützt davor, selbst zur Beute zu werden. Meisenringe, gefüllte Kokosschalen mit Fettfutter und selbstgebastelte Schmankerl ergänzen das Nahrungsangebot und können gleichzeitig eine schöne Winterdekoration darstellen. Wer aber weniger Platz hat oder einfach zusätzlich Streufutter anbieten möchte findet sicher noch Platz für ein Futterhäuschen. Das Angebot ist riesig, Futtertanks in denen die Körner und Samen trocken gelagert sind und nach und nach herausrieseln sind eine praktische Methode, wenn man nicht täglich nach dem Rechten schauen kann. Doch die Vögel freuen sich auch über weniger aufwändige Modelle, Hauptsache man hält die Futterstelle sauber.


Der Kreisverband für Gartenkultur bietet dieses Jahr Futterhäuschen als Bausätze, ein willkommener Bastelspaß für die ganze Familie! Unter #OGVRegensburg finden Sei auf Instagram alle weiteren Informationen, alternativ können Sie telefonisch bei Frau Fleiner (-370) und Frau Böhm (-550) bestellen und in der Geschäftsstelle abholen.


Denken Sie jetzt auch schon darüber nach, was Sie nächstes Jahr auf Ihren Gemüsebeeten anbauen wollen und stöbern Sie in den Vorräten ihrer Samensammlung. Wenn Sie einen Anbauplan erstellen ist es einfacher, die fürs neue Gartenjahr erforderliche Menge an Sämereien zu ermitteln und mittels Fruchtfolge den Boden fruchtbar zu erhalten. Auch wenn die Bestellung der Samen vielleicht noch nicht möglich ist macht es Spaß in den Katalogen zu stöbern und sich damit aufs kommende Frühjahr zu freuen.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

Futterhäusl zum selbst bauen
FEBRUAR

Wer einen Garten sein Eigen nennt, wird bestätigen können, dass immer wieder Zuwendung nötig ist.

Der Februar ist ein Wintermonat in dem die Nächte oftmals sehr kalt sein können und an reinen Sonnentagen hin und wieder schon Temperaturen im niedrigen zweistelligen Bereich erreicht werden. Diese Temperaturschwankungen stellen die Natur und damit die Tiere und Pflanzen in unserem Garten vor manche Herausforderung.

Nach der Saison ist vor der Saison. Das heißt, sind die Gartenarbeiten im Herbst abgeschlossen, so beginnt die Pflege der Werkzeuge und der Gärtner geht daran, die Planungen für das neue Jahr voranzutreiben.

Für den Gemüsegarten werden die Anbauplanungen gemacht. Wer gut organisiert arbeitet, nimmt die Beet Belegungen des letzten Jahres zur Hand, um die Aussaaten und Pflanzung für das Frühjahr festzulegen. Das noch vorhandene Saatgut wird gesichtet, so wird entschieden, was noch neu anzuschaffen ist. Im Sachgebiet Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt gibt es auch die Möglichkeit über eine Saatgutbörse an interessantes Saatgut zu kommen. Oft ist es ratsam eine Keimprobe seines Saatgutes zu machen, damit die Mühen des Ausbringens nicht umsonst sind. Viele Gemüsesorten werden schon im Februar gesät und auf der Fensterbank vorgezogen (z.B. Paprika, Aubergine, verschiedene Kohlsorten und viel mehr). Hierzu werden die Angaben auf den Samenpackungen zu Rate gezogen.

Im Obstgarten kann bei älteren Kernobstbäumen ein Winterschnitt erwogen werden. Möchte man den Baum dazu anregen, neue und junge Äste zu treiben, ist ein Schnitt in der Vegetationsruhe ab 5C° machbar. Es wird überaltertes, überhängendes und abgestorbenes Holz entfernt. Wichtig ist es dann den Obstbaum im Sommer zu korrigieren (Sommerschnitt). Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren werden im unbelaubtem Zustand auf Gallen kontrolliert, die abgeschnitten und entfernt werden. Hat man einen Rebstock im Garten wird der Februar genutzt, um die letztjährigen Ruten auf Zapfen mit 2 Augen zurückzunehmen. Dies sollte nicht zu spät erfolgen, da der Wein bereits früh im Saft steht.

Im Ziergarten gilt es bei größeren Schneemengen darauf zu achten, dass der oftmals nasse Pappschnee sehr schwer auf den Pflanzen lastet und eventuell entfernt werden muss, um die Bruchgefahr zu minimieren. Des Weiteren sollte man, Mitte / Ende des Monats, wenn die Schneedecke dünn oder weg ist, immer wieder Kontrollgänge machen und unter der Laubschicht des Herbstes schauen, ob die Knollen- und Zwiebelpflanzen treiben. Frühjahrsblüher wie Winterlinge, Schneeglöckchen, Krokusse usw. sind dann dankbar, wenn die Laubschicht etwas aufgelockert wird und der Durchtrieb somit erleichtert wird. Ist das Laub im Frühjahr abgetrocknet, verrottet es schnell, bringt guten Nährstoffeintrag und verbessert die Bodenstruktur. In den Staudenbeeten blühen jetzt die Christ- und Lenzrosen und Samenstände und Stängel dienen immer noch als Nahrungsquelle und Kälteschutz für Vögel und Insekten. Erst wenn ein Neuaustrieb zu beobachten ist, werden die vertrockneten Pflanzenteile entfernt. Bei frostfreiem Wetter kann mit dem Schnitt von Ziersträuchern begonnen werden. Sommerblüher wie Sommerflieder oder Bartblume vertragen kräftiges Einkürzen. Frühjahrsblüher (z.B. Forsythie, Blutjohannisbeere o.ä.) werden erst nach der Blüte geschnitten. Immergrüne Gehölze können durch Bodenfrost und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung in Stress geraten. Sie können aus dem gefrorenen Boden kein Wasser aufnehmen, verdunsten jedoch über ihre Blätter Wasser. Das Laub vertrocknet und wird braun- Wind verstärkt diesen frosttrocknis-Effekt noch zusätzlich. Solche Immergrünen (z.B. Kirschlorbeer, Buchs, Ilex) stehen am besten sonnenabgewand und eher halbschattig- schattig. Bei sonnigem Standort hilft es, die Pflanzen mit Vlies zu schützen.

Sollten Sie, trotz der langen Pflanzperiode im Herbst nicht alle Neupflanzungen geschafft haben, so ist jetzt die Zeit die Neuanschaffungen zu überdenken. Ende Februar, Anfang März, sobald der Boden wieder frostfrei ist, beginnt die Frühjahrspflanzzeit. Vor allem Rosen, Obstgehölze und andere frostempfindliche Pflanzen werden gerne im Frühjahr gesetzt. Wichtig ist es daran zu denken mit dem Gießen nicht nachlässig zu werden, sollte dieses Jahr wieder so trocken verlaufen, wie die vergangenen.

Denken Sie im Februar auch noch immer daran die Gartenvögel zu füttern. Mitte / Ende des Monats kommen bereits die ersten Zugvögel wie z.B. Stare zurück, die das Nahrungsangebot zusätzlich beanspruchen.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

Nach ist es Winter aber nicht mehr lange und der Frühling ist da
MÄRZ

die Freiluftsaison beginnt

Mit dem Monat März beginnt für uns Gärtner die Freilandsaison. Allerdings erst, wenn der Boden ausreichend warm und bearbeitbar ist. Die meiste Freude kommt jetzt im Gemüsegarten auf uns zu. Die Beete müssen für die Ansaat und Pflanzung vorbereitet werden. Richtige Bodenpflege – vor allem in Zeiten von Trockenheit und Hitze – ist die wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche und gesunde Ernte. Das wichtigste ist die richtige Art der Bodenlockerung. Hier gilt: Boden lockern aber nicht umwerfen! Das heißt, der Spaten hat Pause. Sie benötigen eher einen Sauzahn, Gartenkreil oder Eisernen Rechen für eine „nichtwendende“ Bodenbearbeitung. Damit schonen sie das Bodenleben und verhindern zu schnelles Austrocknen. Zur Humusanreicherung und Nährstoffversorgung kann eine Gabe Kompost (max. 5l Kompost auf den Quadratmeter) oberflächlich mit eingearbeitet werden. Wer genau wissen will, wieviel Dünger der Boden braucht, sollte eine Bodenprobe nehmen und auf Nährstoffe untersuchen lassen. Das kostet keine 20 € und hilft enorm für das Düngemanagement der nächsten Jahre. Generell erspart die vernünftige Verwendung von Kompost jede weitere Form von Düngern im Gemüsegarten.
Im Blumengarten können jetzt erste Stauden (mehrjährige Blumen) gepflanzt werden. Wählen Sie dabei solche Stauden, die auch mit längerer Trockenheit gut zurechtkommen. Typische Beispiele sind Kaukasusvergissmeinnicht, Blutstorchschnabel, Brandkraut, Fetthenne, Wolfsmilch, Ehrenpreis, Spornblume, Elfenblume. Jetzt ist auch die beste Zeit, die verdorrten Blatt- und Blütenstände vom Vorjahr zurückzuschneiden. Bei Ziergräsern kann der Winterschutz entfernt werden.
Bei Obstgehölzen ist es Zeit für den Frühjahrsschnitt. Der ist allerdings nur sinnvoll, wenn ein kräftiges Wachstum des Gehölzes gewünscht wird. Große Eingriffe sollten auf den Sommer verschoben werden. Ideal ist ein Schnitt bei den Beerensträuchern (Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren). Alles alte abgetragene Holz wird vollständig entfernt um den kräftigen neuen Trieben Platz zu machen.
Den Rasen mähen Sie bitte erst, wenn er schon kräftig im Wachstum ist. Ein zu frühes Mähen schadet eher der Gesundheit der Gräser. Rasenschäden durch Pilze oder Witterungseinflüsse sollten erst im Mai ausgebessert werden. Da wächst die Neuansaat schneller an.
Überwinterte Kübelpflanzen können schon mal in der Nähe des Hauses außen geparkt werden. Vorsichtshalber sollte aber ein Vlies zum Abdecken bei drohenden Nachtfrösten bereitgehalten werden.
Freuen Sie sich an den ersten Frühlingsboten im Garten, seien es Winterlinge, Schneeglöckchen, Krokusse, Tulpen und Narzissen und bleiben Sie gelassen!

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

Krokusse bieten für Bienen und andere Insekten die erste Nahrung

Gartentipp März 2021
Gartentipp März 2021 (396,9 KiB)
Gartentipp März 2020
Gartentipp März 2020 (396,3 KiB)
APRIL

Der Garten hat sich für viele Freizeitgärtner im Laufe des letzten Jahres zu einem ganz besonderen Ort entwickelt. Das eigene, „grüne Wohnzimmer“ gewann merklich an Bedeutung und stellte den einen oder anderen Interessierten oder Neueinsteiger dann doch manchmal vor besondere Herausforderungen. Um einen guten Start ins Gartenjahr im April zu ermöglichen erhalten Sie hier ein paar Tipps.


Falls noch nicht geschehen sollten schnellstmöglich die verdorrten, verblühten Triebe und Samenstände von Stauden, wie Fetthenne, Herbstaster, Sonnenhut usw. zurückgeschnitten werden. Die zarten Neuaustriebe spitzen schon aus dem Boden. Auch für Ziergräser, wird es höchste Zeit zum Rückschnitt.

Frühjahrsblühende Ziergehölze schneidet man erst nach der Blüte.

Der Rosenschnitt erfolgt laut einer alten Gärtnerregel in etwa zur Forsythien Blüte.

Im Gemüsegarten gilt; solange der Gartenboden noch nass und kalt ist, macht das aussäen und pflanzen wenig Sinn. Sie sollten es vermeiden in noch nasse und zu feuchte Beete zu steigen. Die Bodenstruktur und ein Teil des Bodenlebewesens würden zerstört. Eine Verdichtung des Bodens käme noch hinzu. Die Pflanzen und das Saatgut bevorzugen lieber einen trockenen und warmen Boden. Zur Bodenbearbeitung dienen Krail, Sauzahn und Eisenrechen. Der Boden soll gelockert und nicht umgegraben werden. Eine Gabe Kompost, rd. 3- 5l/m², dienen als Grundnährstoffversorgung.
Der eigene Kompost ist eine wunderbare Möglichkeit das eigene organische Material, das in Garten und Haushalt anfällt, wieder der Natur in Form von Bodenverbesserung und Dünger zurückzugeben. Es heißt ja nicht umsonst: “ der Kompost ist die Sparbüchse des Gärtners“.

Wer ein Hochbeet sein eigen nennen kann, wird feststellen, dass sich die Erde schneller erwärmt. Der Anbaubeginn kann dadurch etwas vorgezogen werden. Es werden dann erfahrungsgemäß die ersten Radieschen, Rettiche und Salate zuerst angebaut. Rucola, Dill und Petersilie ergänzen die Vielfalt und schon ist man in seinem Element. Anbauen und ausprobieren was schmeckt.

Vorgezogene, inzwischen zu groß gewordene Pflänzchen (meistens Tomaten, Paprika und Blumen), die noch im warmen Zimmer ihr Dasein fristen, müssen baldmöglichst an die „frische Luft“ um abgehärtet zu werden. Langsam an die Sonnenstrahlen gewöhnen. Vorsicht, auch Pflanzen können einen Sonnenbrand bekommen.

Ein Unkraut ist eine Pflanze, die dasteht wo sie nicht hingehört, so lautet eine der vielen Definitionen. Das heißt im übertragenen Sinn, dass das Beikraut frühzeitig aus Gemüse-, Staudenbeet etc. entfernt werden sollte. Wurzelunkräuter werden idealerweise mit der Grabgabel entfernt. Somit ist gewährleistet, dass möglichst viel zusammenhängendes Wurzelgeflecht entfernt werden kann. Auch Unkrautstecher leisten hier wertvolle Dienste, z. B. bei Löwenzahn.
Für Frühjahrskuren ist ja das eine oder andere Beikraut bestens geeignet. Giersch, Löwenzahn, Brennnessel und Vogelmiere sind nur eine paar der „Kandidaten“ die das Herz so manchen „Wildkrautgeniessers“ höherschlagen lassen.
Ein Tipp noch am Rande. Gehen Sie mit offenen Augen durch den Garten und entdecken Sie die sich ständig wandelnden Eindrücke und Veränderungen. Das Frühjahr ist dazu bestens geeignet.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.
 
 
 
leuchtendes Steinkraut
MAI

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.
Folgt man den Wettervorhersagen, so bleibt auch der Mai in der ersten Hälfte noch relativ kalt, die Gefahr von Nachtfrösten ist ja eh erst um die Monatsmitte mit den Eisheiligen vorbei. Dann dürfen auch die vorgezogenen Jungpflanzen von Tomate, Gurke oder Zucchini endlich ins Freie umziehen. Aber Vorsicht: sie müssen sich erst an die intensivere Sonneneistrahlung und die größeren Temperaturschwankungen gewöhnen! Also erst abhärten bevor die endgültige Pflanzung ins Beet erfolgt.
Mit den wärmeren Tagestemperaturen kommt es auch zu einem ersten Blütenhöhepunkt im Garten. Obstbäume strahlen mit Ziergehölzen um die Wette und die Frühlingsblüher im Staudenbeet konkurrieren mit den Gänseblümchen im Rasen. Sog. Vorfrühlingsblüher, wie z.B. Krokusse, Schneeglöckchen oder Winterling haben ihre Hauptblütezeit schon hinter sich und ziehen sich bereits wieder unter die Erde zurück. Wer vorhat die Bestände zu teilen oder umzupflanzen sollte sich jetzt die Stellen markieren, an denen sie wachsen. Erst nach vollständigem Einzug der Blätter werden sie dann im Sommer ausgegraben und verpflanzt.
Wenn die Tagestemperaturen steigen aber die Niederschläge fehlen, ist das Gießen gleich wieder eine der wichtigsten Arbeiten im Garten. Machen Sie sich Notizen, welche Bereiche oder Pflanzen am meisten unter der Trockenheit leiden. Vielleicht ist es an der Zeit diese Bereiche im kommenden Herbst neu zu bepflanzen mit trockenheitsresistenten Arten.
Nach den Eisheiligen dürfen auch frostempfindliche Kübelpflanzen wieder dauerhaft ins Freie. Auch hier gilt: langsam an die intensive Sonneneinstrahlung gewöhnen um Sonnenbrand zu verhindern. Ausreichend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen ist bei begrenztem Wurzelraum wichtig und deshalb freuen sich Kübelpflanzen über eine Portion neues Substrat. Wenn ein Umtopfen in einen größeren Topf nicht mehr möglich ist kann man auch vom bestehenden Wurzelballen die äußeren Wurzeln ringförmig mit glattem Schnitt entfernen und so wieder Platz für frisches Substrat schaffen. Alternativ bringt Flüssigdünger die erforderlichen Nährstoffe für gesundes Wachstum und Blütenfülle.
Ziersträucher, die bereits abgeblüht sind – wie zum Beispiel die Forsythie – werden am besten jetzt geschnitten. Ein gezieltes herausnehmen von 1-2 der ältesten Triebe an der Basis verhindert auf Dauer das Vergreisen des Strauches und regt den Austrieb junger frischer Triebe an.


Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt, Telefon 09414009-361, -362, -619, gerne zur Verfügung.

 

Rhododendronblüte in Ramspau
JUNI

Im, Ziergarten ist der Juni geprägt von einer üppigen Blütenfülle

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.


In diesem Jahr können wir seit langem mal wieder sagen: Der Mai war verhältnismäßig kühl und mit ausreichend Niederschlägen gesegnet. Wir Gärtner erwarten gespannt, welche Wetterverhältnisse uns der Juni beschert.
Im Ziergarten ist der Juni geprägt von seiner üppigen Blütenfülle. Stauden, Kräuter und Rosen erfüllen den Garten mit Farbe und Duft. Gräser und Funkien entwickeln sich in diesem Monat zu ihrer vollen Pracht. Die Irisarten setzen im Juli ihren Blütenreigen fort. Höher wachsende Stauden (z.B. Rittersporn, Astern u.ä.) bedürfen oftmals einer Stütze, denn vor allem wenn es regnet besteht die Gefahr, dass Pflanzenteile abbrechen. Erste Stauden verblühen bereits, es sollte darauf geachtet werden z.B. Akeleien zurückzuschneiden, wenn man die Ausbreitung über Samen vermeiden möchte. Kommt es im Juni zu Hitzetagen reagiert der Zierrasen empfindlich. Ohne Wässerung neigt er zum Verbräunen. Bei Regen reguliert sich das wieder. Im Zuge des Klimawandels, mit künftig zu erwartenden, trockenen, heißen Sommern sollte jedoch grundsätzlich die Überlegung erfolgen, ob ein reiner Zierrasen überhaupt noch zeitgemäß ist. Eine artenreiche Wiese oder ein pflegeleichtes Staudenbeet kann als Alternative angelegt werden. Der Juni ist auch der Auftakt für die Rosensaison. Öfter blühende Rosen werden Anfang Juni nochmal mit organischem Dünger versorgt, Ende des Monats wird die Düngung eingestellt. Verblühtes wird regelmäßig entfernt, so wird die Neubildung von Blüten bis zum Frost angeregt. Einmal blühende Strauchrosen können bei Bedarf nach der Blüte geschnitten werden. Man entnimmt bodennah einzelne ältere Triebe und regt so das Wachstum neuer junger Triebe an. Bei den Topfpflanzen und Balkonkästen ist es in den heißen Monaten wichtig auf regelmäßige Wässerung zu achten. Bei der Düngung sollten Langzeitdünger statt Flüssigdünger verwendet werden.
Im Gemüsegarten ist Erntezeit. Füllen Sie entstehende Lücken mit Herbstgemüse und achten Sie dabei auf die Fruchtfolge. Wässern Sie regelmäßig und durchdringend in größeren Abständen. Hacken und Mulchen (z.B. mit Rasenschnitt, Miscanthushäcksel o.ä.) ersetzt manchen Gießgang. Feinmaschige Kulturnetze werden jetzt gegen beißende und saugende Insekten eingesetzt. Bei Kohlkulturen gegen Kohlweißling, Kohleule, Kohlfliegen, bei Lauch gegen Motte und Minierfliege. Aber auch der Befall mit Blattlaus, Erdfloh und Weißer Fliege wird minimiert. Bei Tomaten wird auf Kraut- und Braunfäule Befall geachtet. Besonders in feuchten Jahren kann es zu großen Verlusten kommen. Die Tomaten stehen gut in großen Kübeln unter Vordach oder regengeschützt am Haus oder Schuppen. Beim Gießen sollte bodennah und tiefgründig gegossen werden, wenn die Pflanzen morgens welk aussehen. Wichtig ist auch eine ausgewogene Nährstoffversorgung.
Das Obst des Monats Juni ist wohl die Erdbeere. Sollten Sie ein Erdbeerbeet angelegt haben ist es ratsam mit Stroh oder Holzwolle zu mulchen, um Wasser und Schmutz von den Früchten fern zu halten und so Fäulnis zu verhindern. Rhabarber kann noch bis Johanni (24.06.) geerntet werden, danach steigen die Oxalsäurewerte stark an. Im Juni „säubern“ sich die Apfelbäume von zu üppigem Fruchtbehang – der sogenannte Junifall. Ab Johanni (24.06.) kann ein Sommerschnitt erwogen werden. Einzelne stärkere Äste können entnommen werden. Einjährige Langtriebe, die vor allem nach einem starken Winterschnitt wachsen, können durch Reißen entfernt werden. Am Spalierobst werden Jungtriebe pinziert, d.h. auf maximal 20 cm Länge entspitzt. So wird der Fruchtansatz für das nächste Jahr gefördert. Achten Sie auf Moniliabefall an Apfel und Mehltau an Apfel, Johannisbeere und Stachelbeere. Die ersten frühen Süßkirschsorten reifen bereits im Juni. Diese sind weniger mit Kirschfruchtfliegenmaden durchsetzt als die späten Sorten.
Genießen Sie, neben der Gartenarbeit, bei ihrem Rundgang durch den Garten auch das grandiose Naturschauspiel, das sich täglichen bietet. Beobachten Sie die Tiere in Ihrem Garten, z.B. die Vögel, die ihre 2. oder 3. Brut großziehen, aber auch Schädlinge und Nützlinge und das Gleichgewicht, das sich in einem vielseitig angelegten Garten meist auch ohne Anwendung von Chemie wiedereinstellt.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

Juniimpressionen aus dem Albert-Plagemann-Kreislehrgarten
JULI
der Schattenplatz - nicht nur für viele Pflanzen ein Wohlfühlort

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Freizeitgärtner von Interesse sind.


Nach einem kühlen Frühjahr hat uns jetzt die Hitze voll erwischt. Das bedeutet für uns: ab in den Garten unter einen schattigen Apfelbaum mit einem Glas Minz-Kracherl und einem schönen Gartenbuch (oder einer digitalen Plattform)!
Schattenplätze im Garten werden immer wichtiger
Deshalb sollten auch solche Plätze mit geeigneten Pflanzen gestaltet werden, um sie noch heimeliger zu machen. Oft scheuen allerdings Gärtner/innen solche Plätze, da sie meinen, nur in der Sonne könnten schöne Blütenpflanzen gedeihen. Hier einige tolle Schattenpflanzen, die auch mit wenig Sonne schöne Blühakzente liefern:
Eine beeindruckend große Blütenstaude ist der Waldgeißbart (Aruncus dioicus), der im Juni/Juli seine großen weißen Blütenstände leuchten lässt. Er ist absolut anspruchslos an Boden und Licht und braucht nicht viel Pflege. Durch seine Größe (bis zu zwei Meter Höhe) kann er jede Ecke schnell ausfüllen.
Die Wiesenraute (Thalictrum aquilegifolium) wirkt trotz der geringeren Höhe (bis zu 60 Zentimeter) eher zierlich und passt gut mit den wandernden Akeleien zusammen. Ihre feinen weiß-rosa Blütenbüschel schweben gleichsam über dem Blatt. Auch sie hat keine besonderen Ansprüche.
Viele der Funkien-Arten (Hosta) entwickeln sich zu prächtige bodendeckenden Kissen. Sie zählen zu den Blattschmuckstauden, da neben der Blüte im Juni/Juli die glänzenden Blätter in den verschiedensten Schattierungen bis in den Herbst hinein verzaubern. Aufgrund ihrer fleischigen Wurzelorgane vertragen sie auch längere Trockenperioden im Sommer. Die Blütenfarben reichen von Weiß bis hin zu Violett.
Einen besonderen Blütenaspekt liefert der Salomonsiegel (Polygonatum multiflorum). Seine weißen Glockenblüten hängen wie übergroße Tropfen am belaubten Stiel nach unten. Auch diese Staude eignet sich sehr gut – ähnlich der Funkie – für eine dichte Bodendeckung. Und auch sie ist sehr trockenheitsverträglich.
Gut zum Salomonsiegel passt die Sterndolde (Astrantia major). Die weißen Blüten erinnern wirklich an zart gefüllte, strahlenreiche Sterne. Bei dieser Art gibt es mehrere Sorten mit rosa gefärbten Blüten. Alle eignen sich auch für ganz schattige Bereiche.

Gehen wir bei den Wuchshöhen noch einen Schritt tiefer – zu den sogenannten Bodendeckern – dann gibt es auch hier eine Fülle an tollen Pflanzen. Sehr früh schon in der Blüte steht ab März die Elfenblume (Epimedium). Ihre gelben bis tiefroten Blütenstände schweben wirklich fast ohne Stütze – wie Elfen - über den schön gezeichneten Blättern. Und auch nach der Blüte schmückt das Laub den Boden bis zu den ersten Frösten im Herbst. Manche Arten lassen die Blätter sogar über den Winter leuchten.
Gehen Sie – unter Ihrem Schattenbaum – einfach mal auf die Suche nach weiteren Schattenpflanzen. Sie werden eine große Vielfalt mit verschiedensten Gestaltungsmöglichkeiten finden. Wir beraten Sie dazu gerne.
Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

Schattenplatz im Kreislehrgarten
AUGUST
Im Gemüsegarten ist noch Hochsaison

Im Gemüsegarten ist noch Hochsaison. Obwohl wir heuer in der komfortablen Lage sind, dass es doch ab und zu regnet (regional begrenzt) müssen wir die optimale Wasserversorgung im Auge behalten. Es wurde ja schon vielfach von uns auf eine optimale Bewässerung der Kulturen hingewiesen. Lieber 10- 20 l Wasser auf den m² als immer nur die Oberfläche benetzen. Gemüsekulturen wie Tomaten, Paprika, Zucchini, Gurken, Bohnen usw. sollten fortlaufend geerntet werden. So ist gewährleistet, dass sich neue Früchte bilden. Große Früchte schwächen die Pflanzen unnötig und mindern den Ertrag.
Freie Flächen im Gemüsegarten sollten zur Bodenschonung mit Folgekulturen wie Pflücksalat, Zuckerhutsalat, Endivien, Radicchio, Winterrettich, Radieschen, Rettich, Feldsalat etc. bestückt werden.
Gründüngungspflanzen sind ebenfalls bestens geeignet die freien Flächen zu begrünen. Im Handel gibt es dazu eine Reihe von geeigneten Mischungen.
Von gesunden, reichtragenden Erdbeerpflanzen, schneidet man mit einem scharfen Messer die bewurzelten Ableger ab und pflanzt sie auf ein freies Beet im Garten. Kräuter wie Bohnenkraut, Majoran, Salbei, Thymian usw. werden vor der Blüte abgeschnitten und in Büscheln an einem schattigen und luftigen Platz zum Trocknen aufgehängt.
Der Sommerschnitt an Obstgehölzen ist auch noch im August möglich. Auf die Vorteile wie reduziertes Wachstum und schnellere Wundheilung weisen wir in Schnittkursen immer wieder hin. Die natürliche Wachstumsbremse funktioniert – probieren Sie es einfach aus.
Gleich nach der Ernte werden die Beerensträucher ausgelichtet. Man muss sich diese Arbeit nicht bis zum Frühjahr aufheben.
Verblühte bodendeckende Stauden wie Frauenmantel, Katzenminze, Salbei oder Storchschnabel können, wenn nicht bereits geschehen, noch zurückgeschnitten werden. Sie bilden bis September zumindest noch grüne Polster oder kommen oft noch ein weiteres Mal zur Blüte. Lavendel wird am besten im Sommer zurückgeschnitten.
An den Gartenstauden lässt sich sehr gut erkennen, welche mit der zunehmenden Trockenheit und Hitze besser zu Recht kommen. Pflanzen wie z. B. Lavendel, Salbei, Brandkraut, Blutstorchschnabel stecken die wasserarme Zeit besser weg. Vor allem die Pflanzen, die mit mageren Standorten zurechtkommen zeigen jetzt ihre Stärken. In Zukunft wird man die eine oder andere schwächelnde Pflanze im Garten gegen robustere Gattungen, Arten und Sorten auswechseln.
Die klassischen Rasenflächen leiden bei längerer Hitze. Die Pflege beschränkt sich in den Sommermonaten größtenteils auf das Rasen mähen; am besten nicht zu tief. Mindestens 5- 6 cm sollten bei Hitze stehen bleiben. Sollten die Rasenflächen doch verbräunen; beim nächsten Regen sind sie wieder grün. Wenn nicht die gesamte Rasenfläche zur Freizeitgestaltung genutzt wird kann man ja ein paar Quadratmeter zu einer Blumenwiese umfunktionieren. Die Grasnarbe entfernen, den Boden lockern und eine für die Herbstaussaat geeignete Blumenmischung einsäen.
Falls Sie heuer den Urlaub zuhause verbringen, dann genießen Sie Ihren Garten. Er ist ein wunderbares Refugium um sich vom Alltagsstress zu erholen und neue Kraft zu tanken. Gute Erholung.

Kontakt: Für Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt gerne zur Verfügung.

Telefon 0941/4009-361, -362, -619.

SEPTEMBER

Der Sommer neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Der Garten braucht aber auch zu dieser Zeit die nötige Aufmerksamkeit.

Wenn auch nicht mehr so häufig wie an heißen Tagen, braucht der Gemüsegarten noch ausreichend Wasser um die Ernte und das Ausreifen der Kulturen nicht zu gefährden. Auch die Folgekulturen, die im Herbst unseren Vitaminbedarf sichern, sind für die nötige Pflege dankbar. Dies sind unter anderem: Zuckerhut, Radicchio, Endivien, Winterrettich, Radieschen, Rucola etc.
Leerstehende Flächen können immer noch mit einer Gründüngung angesät werden. Die Bodenpflege ist ein nicht zu unterschätzender Faktor im Garten.

Im Ziergarten lassen sich zu groß gewordene Stauden teilen. Wenn sie verblüht sind werden sie mit einem Spaten ausgegraben und in etwa faustgroße Stücke geteilt. Zu große Teilstücke wachsen schlechter an. Die geteilte Pflanze sollte mindestens zwei Triebspitzen haben und von kranken Wurzelteilen befreit werden. Auch wenn es für manche „unschön“ aussieht, warten Sie noch mit dem starken Rückschnitt der Stauden, die letzten Reserven werden noch von der Pflanze verarbeitet um besser durch den Winter zu kommen. Herbstblühende Stauden sollten ohnehin erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden.
Für immergrüne Gehölze ist der September der richtige Monat zur Pflanzung. Die Pflanze kann bis zum Winter noch einwurzeln und somit die wichtige Funktion der Wasserversorgung an frostfreien Tagen übernehmen.

Die Ernte im Obstgarten hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht. Um die Infektionsherde zu unterbrechen sollte auf jeden Fall das Fallobst regelmäßig entfernt werden. Die im Baum verbleibenden Fruchtmumien dienen ebenfalls der Verbreitung von Infektionsherden im nächsten Jahr – also auch diese konsequent abnehmen.

Nicht mehr benötigte Rasenflächen oder Gartenbeete lassen sich mit etwas Arbeitseifer und Naturverständnis in Blühflächen umwidmen. Wichtig ist die Ansaatflächen sorgfältig vorzubereiten. Die künftige Blühwiese sollte deshalb von Gräsern und Beikräutern befreit werden. Es gibt inzwischen einige, bewährte Blühsamen die für den Hausgarten geeignet sind. Wichtig ist aber bei der Aussaat im September, dass eine mehrjährige Mischung verwendet wird. Wir helfen da gerne weiter.

Wenn im Herbst die ersten Blätter fallen, kann man sie in den Pflanzflächen liegen lassen. In Rasenflächen und Gartenteichen haben sie allerdings nichts verloren und sollten regelmäßig entfernt werden. Laubhaufen im Garten werden auch sehr gerne von Igeln als Winterquartier genutzt. Wenn es dann doch zu viel werden sollte, kann das restliche Laub kompostiert werden und somit auch dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt werden.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

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