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Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege e.V.
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Gartenkultur und Landespflege

Beinahe 23000 Garten- und Naturfreunde in 85 Obst- und Gartenbauvereinen schützen und pflegen Natur und Umwelt, prägen Orte und gestalten Heimat im Landkreis Regensburg.

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Anleitungen und Kurztipps für Projekte "Tiere im Garten - Lebensräume für Kleinsäuger, Insekten und Vögel"

Naturbeobachtungen im eigenen Garten

- das geht immer!

Schön, dass Du hier bist!

In diesen außergewöhnlichen Zeiten, in denen wir nicht zur Schule, nicht unseren Sport im Verein, nicht zu unseren OGV Kindergruppen-Treffen gehen können und auch nicht unseren Alltags-Beschäftigungen nachgehen können, wird klar, was für ein Luxus es sein kann, wenn man einen Garten oder Balkon vor der Tür hat, wo man "garteln" und spielen darf. Auch wenn unser Alltag in Teilbereichen eingefroren ist, der Frühling hat Einzug gehalten und in der Natur gibt’s keinen Stillstand.

Geh raus vor Deine Haustür, es gibt viel zu entdecken.

 

Lebensräume im Hausgarten

Nur durch eine große Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen kann sich die Natur bei Störungen weitgehends selbst helfen. Je mehr unterschiedliche Lebensräume wir in unseren Gärten schaffen, desto größer ist die Vielzahl von Pflanzen und Tieren.
Lebensräume:
o Totholzhaufen / in einer versteckten Ecke findet der Igel seinen Unterschlupf. Insekten und Käfer erobern sich diesen Bereich.
o Hecken / Vögel finden Schutz und Nistmöglichkeiten aber auch Nahrung.
o Steinhaufen / wärmeliebende Tiere wie Eidechsen und Salamander und so manche Käfer finden hier den idealen Lebensraum und werden sich schnell ansiedeln.
o Wasser / bei wenig Platz in Wannen oder Trögen, als Teich oder Wasserlauf, bietet vielen Tier- und Pflanzenarten den idealen Lebensraum
o Erde, Komposthaufen, Laubhaufen / hier fühlen sich 1000-de von Kleinstlebewesen, sowie Würmer wohl.
o Magerrasen, Feuchtwiesen / Lebensraum für Kleinsäuger, Insekten und Vögel
o Fassadenbegrünungen / ein Lebensraum in der dritten Dimension.

Aufgesch(l)aut

Wer wenig Platz hat kann mit Kletterpflanzen die dritte Dimension nutzen. Es entsteht ein zusätzlicher Lebensraum.
Efeu oder Wilder Wein sowie ein Spalierbäumchen an der Hauswand, bieten einer Vielzahl von Gartenbewohnern ein Quartier.
Insekten, Spinnen und Vögel finden hier Unterschlupf.

 

Nützlinge / Schädlinge

Je bunter und vielfältiger der Garten ist, desto größer ist das Beziehungsgeflecht seiner Bewohner und desto höher ist die Chance, dass sich Schädlinge und Nützlinge sowie Pflanzen im Gleichgewicht befinden. Der Garten kann so ohne größere Eingriffe durch den Menschen gedeihen.
Wildbienen, Schmetterlinge und Co. sind wichtige Bestäuber, ohne sie gibt es keine reiche Ernte. Sie sind zudem schön anzuschauen.
Wir können aber auch tierische Gäste in unserem Garten beobachten, die uns nicht so gut gefallen. Auf den Blättern der Salatpflanzen oder Rosen sind oftmals Blattläuse anzutreffen, die im Idealfall von Marienkäfern, den Larven von Schweb- oder Florfliegen gefressen werden und so zu unverzichtbaren Gartenhelfern werden.
Ein Haufen aus Laub, Ästen und Gestrüpp bietet dem Igel Unterschlupf. Auf seinem Speiseplan stehen oft Schnecken, Larven und Co., so können sich diese pflanzenfressenden Plagegeister nicht allzu ungehemmt ausbreiten.
Vögel im Garten bereichern uns durch Ihren Gesang und deren Nachwuchs verzehrt Unmengen an Insekten, Raupen und Larven.

 

 

Aufgesch(l)aut

Was sind Nützlinge was sind Schädlinge?
In der Natur gibt es diese Einteilung nicht, nur wir Menschen machen diese Unterscheidung.
Nützlinge unterstützen uns in unseren Bemühungen, von Schädlingen sprechen wir dann, wenn uns z.B. die Raupen den Salat wegfressen.
Es gibt aber auch Tiere die im Laufe ihres Lebens sowohl Nützling als auch Schädling sein können. Ein Beispiel ist der Schmetterling. Seine Raupen können ganze Gemüsebeete leerfressen, als Schmetterling hingegen bestäubt er unsere Pflanzen.

Komposthaufen – Regenwürmer Treffpunkt

In jedem Quadratmeter Boden befinden sich unzählige kleinste Helfer die den Abfall wegschaffen. Wenn Laub und Rasenschnitt liegengelassen werden ist das nach einer gewissen Zeit buchstäblich vom Erdboden verschluckt. Hier sind hunderte Arten von Asseln, Würmern, Tausendfüßlern, Milben und Nematoden zugange, die das abgestorbene Material in den Boden ziehen und zerkleinern. Was sie ausscheiden, bauen Mikroorganismen und Pilze weiter ab, bis schließlich Humus entsteht - das Gold des Gärtners.
Weltweit gibt es 3000 Arten Regenwürmer, hierzulande helfen uns mehrere dutzend Arten unseren Boden zu durchlüften. Ihre Gänge gehen weit in die Tiefe, ihre Nahrung besteht aus vielen Kilogramm Laub und abgestorbenen Pflanzenteilen. Das pflanzliche Material wird nach der Verdauung als feinste Gartenerde wieder ausgeschieden.

Aufgesch(l)aut

In einem Quadratmeter Wiesenboden können bis zu 400 Regenwürmer leben, die täglich 1 kg Wurmkot - sprich feinste Gartenerde produzieren.
Im Komposthaufen fühlen sich die Würmer besonders wohl, da es hier ein reichliches Nahrungsangebot für sie gibt. Gemeinsam mit den anderen Kleinstlebewesen verwandeln sie Gartenabfälle zu gutem Humus.
Nimm eine Hand voll Kompost und beobachte wie viele verschiedene Lebewesen und Würmer Du siehst. Wo ist eigentlich beim Wurm vorne? Der Gürtel, die „sattelartige“ Verdickung des Wurmes, liegt näher am vorderen Ende, diese hat er übrigens nur, wenn er geschlechtsreif ist.

Wildbienenbehausungen DIY: Schale für Sandbienen

Schale für Sandbienen:

Material: Blumenschale mind. 10 cm hoch / Mischung aus Sand und Lehm im Verhältnis 1:1 / Pflanzen für sonnige Standorte / leere Schneckenhäuser.

Und so geht’s:

  • Schale mit Sand-Lehm-Mix befüllen und gut andrücken.
  • Die Hälfte der Schale mit gut sonnenverträglichen Pflanzen bepflanzen. In der freien Fläche können die Bienen Ihre Brutlöcher graben.
  • Für Wildbienenarten, die ihre Brutzellen in leeren Schneckenhäuschen unterbringen, legst Du einige Schneckenhäuschen so in die Schale, dass die Öffnung gut zugänglich ist.

(Quelle: Nisthilfen, Insektenhotels & Co  GU)

Aufgesch(l)aut

Wildbienen mögen es warm.
Platziere alle Nisthilfen daher an einer vollsonnigen Stelle im Garten.

 

Wildbienenbehausungen DIY: Wohnkonserve für Wildbienen

Wohnkonserve für Wildbienen:

Material:
Hübsche Blechdosen mind. 10 cm hoch / Schrauben / Schilfhalme


Und so geht’s:
o In die gut gereinigte Dose jeweils am Boden ein Loch bohren, damit die Dose später mit einer Schraube an der Wand befestigt werden kann.
o Schilfhalme entsprechen der Dosengröße mit einer Gartenschere zurechtschneiden. Sie sollten nicht über den Dosenrand rausragen.
o Dosen an eine Haus- oder Holzwand schrauben und dicht mit Schilfhalmen befüllen.

 

(Quelle: Nisthilfen, Insektenhotels & Co  GU)

Aufgesch(l)aut

Wildbienen mögen es warm.
Platziere alle Nisthilfen daher an einer vollsonnigen Stelle im Garten.

 

Wildbienenbehausungen DIY: Schilf-Mobile

Schilf-Mobile


Material:
Schilfmatte, ca. 1 m breit / Kordel / Geschenkband


Und so geht’s:
o Schilfmatte zu einer ca. 7-8 cm dicken Rolle aufwickeln und mit einem Seitenschneider von der restlichen Rolle abschneiden.
o Rolle mit zwei Drähten zusammenbinden, sodass die Schilfhalme an jeder Seite gut 2-3 cm überstehen.
o An einem Zierband mehrere Rollen in unterschiedlichen Abständen an einem Ast in einem Obstbaum aufhängen.

 

(Quelle: Nisthilfen, Insektenhotels & Co  GU)

Aufgesch(l)aut

Wildbienen mögen es warm.
Platziere alle Nisthilfen daher an einer vollsonnigen Stelle im Garten.

 

Beobachtungstipps im April

Der Frühling ist da - wir können es deutlich an wärmeren Temperaturen spüren, wir können es am Duft zahlreicher Blüten riechen und wir können es am Gesang der Vögel hören. Die Rufe des Kuckucks sind jetzt im Frühjahr oft zu hören.

Schau genau:
• Wie schnell ist eigentlich der Frühling?
Im Vorfrühling blühen Schneeglöckchen, Salweide und Haselnuss.
Im Erstfrühling blühen Löwenzahn, Forsythie und danach Kirsche und Schlehe.
Im Vollfrühling blühen Apfel und Flieder, danach Himbeere und Austriebe der Stieleiche.
Die Blüten halten sich nicht an ein Datum, hier sind ausschlaggebend wie sich die Temperaturen entwickeln und das ist jedes Jahr ein bisschen anders. Man spricht hier auch vom Phänologischen Kalender. Die Zeigerpflanzen sind für Gärtner, Landwirte und Imker wichtige Parameter für ihre Arbeiten. Schreibe Dir über ein paar Jahre hinweg das Datum der Blüte z.B. des Obstbaumes in Deinem Garten auf und mache Dir ein paar Notizen zum Wetter dazu und Du wirst sehen, wie sich dies von Jahr zu Jahr verändert. Vielleicht hast Du sogar Kontakt zu Verwandten und Freunden in anderen Teilen Deutschlands, frag mal nach wann da die Blüte ist. Je nach Region können sich die Zeiten verschieben.

• Vögel und ihre Brutzeiten
Es gibt die Freibrüter z.B. auf einer Astgabel und die Höhlenbrüter. Bei den Höhlenbrütern gibt es wiederum die Unterscheidung der Halbhöhlenbrüter und der „echten“ Höhlenbrüter. Bei den echten Höhlenbrütern gibt es schon immer einen großen Konkurrenzkampf um verlassene Specht Löcher, Astlöcher oder geeignete Bruthöhlen in alten Bäumen. Diese werden jedoch immer weniger und so sind viele Vogelpaare auf künstliche Nisthilfen angewiesen. In der Geschäftsstelle gibt es für alle OGV Kinder Bausätze für Nistkästen zum Preis von 10,- € zu kaufen. Einfach anrufen: 0941/4009-370, -550.
Man kann die Vögel bei der Brutpflege oftmals gut beobachten. Hierzu gehört der Schutz des Geleges, das bebrüten der Eier, das Füttern der Jungvögel, sowie das Vermitteln von lebenswichtigen Verhaltensweisen.

Aufgesch(l)aut

Wenn Sie schwere tonige Erden im Gemüsegarten haben, ist es sinnvoll, durch Zugabe von Sand die Böden leichter zu machen. Dabei sollten sie nicht sparen. Mindestens 100 Liter Sand auf den Quadratmeter ist sinnvoll. Dies kann die nächsten Jahren auch wiederholt werden.

Beobachtungstipps im Mai

Der Frühling ist in vollem Gange, es summt und brummt, nicht nur der Maikäfer auch Bienen und Hummeln sind auf der Suche nach Blüten voll mit Nektar. Viele Schmetterlingsarten tanzen auf den Pflanzen und Mauersegler sowie Fledermäuse fliegen rasant und elegant eng an Bäumen und Häusern vorbei.


Schau genau:
Der Maikäfer
Er gehört zur größten Familie der Insekten zu den Blatthornkäfern. Ihre Fühler haben am Ende kleine Blättchen, (deshalb der Name Blatthornkäfer) die wie ein Fächer gespalten sind. Bei den Männchen sind die Fühler größer, sie haben sieben Blättchen, bei den Weibchen sind die Fühler kleiner, sie besitzen nur 6 Blättchen. Auf den Fühlern sitzen die Geruchssensoren. Und weil die Männchen größere Fühler haben, besitzen sie auch mehr davon als die Weibchen.
Maikäfer werden zwei bis drei Zentimeter lang. Sie haben - wie alle Insekten - sechs Beine. Typisch für Maikäfer sind die braunen Flügel, das schwarze Halsschild sowie das schwarzweiße Zickzackmuster an der Seite.
Manche Maikäfer sind behaart. Unter den beiden dicken, starren Deckflügeln liegen geschützt zwei dünne Hautflügel. Maikäfer leben in ganz Mittel- und Nordeuropa und in den gemäßigten Klimazonen von Asien. Ihr Lebensraum ist bevorzugt der Laubwald, da die Blätter der Bäume ihre Nahrungsgrundlage sind.
Die Larven, die sogenannten Egerlinge, leben 3-4 Jahre im Boden bis sie völlig entwickelt sind. Der Maikäfer selbst lebt ca. 4-6 Wochen. Nach der Begattung sterben die Männchen; die Weibchen sterben nach der Eiablage.

 

 

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