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Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege e.V.
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Gartenkultur und Landespflege

Beinahe 23000 Garten- und Naturfreunde in 85 Obst- und Gartenbauvereinen schützen und pflegen Natur und Umwelt, prägen Orte und gestalten Heimat im Landkreis Regensburg.

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Gartentipps

Nützliche Informationen von unseren Kreisfachberatern für Gartenkultur und Landespflege

Damit Sie nichts Wichtiges vergessen, finden Sie in unseren Gartentipps die wichtigsten Gartenarbeiten nach Monaten sortiert. Hier erfahren Sie, wann Sie  z. B. an Obstgehölzen den richtigen Schnitt vornehmen, wie Sie am besten mit Kompost düngen, wie Sie bei Obst und Gemüse mit umweltgerechten Maßnahmen vorgehen um die Pflanzen vor Schädlingen oder Pilzen zu schützen und vieles mehr ...

Immer am Anfang jeden Monats können Sie hier die entsprechenden aktuellen Tipps als pdf herunterladen 

-schauen Sie wieder vorbei ...

OKTOBER
Monat Oktober

Herbstzeit ist Pflanzzeit! Widerkehrende Blütenpracht ohne viel Aufwand bietet die große Palette an Zwiebelpflanzen. Neben Narzissen, Tulpen und Traubenhyazinthen gibt es noch viele weniger bekannte Arten, es lohnt sich also im aktuellen Angebot zu stöbern. Das Hasenglöckchen z.B. ist absolut robust und macht sich mit seinen blauen, weißen oder rosa Blüten im Garten breit ohne lästig zu werden während der Honiglauch eine stattliche Höhe von einem Meter erreichen kann und mit einer späten Blütezeit den Übergang von Frühjahr in den Frühsommer ziert. Alle Zwiebelpflanzen wollen einen durchlässigen Boden und versagen bei Staunässe. Als Faustregel gilt: die Zwiebel zwei - dreimal so tief setzen wie ihr Durchmesser ist, ein Korb aus Drahtgeflecht schützt vor gefräßigen Wühlmäusen. Gepflanzt wird immer in Gruppen und am besten in Kombination zu Stauden, die durch ihre Blattentwicklung im Frühsommer diesen Bereich überdecken können, so dass keine unschönen Lücken entstehen.

 Herbstzeit ist Erntezeit! Während die letzten Tomaten, Zucchini und Paprika noch nachreifen, sind viele Kohlarten jetzt erst voll ausgereift und können nach und nach geerntet werden. Endiviensalat, Lauch und Mangold werden laufend frisch vom Beet verwendet, mit einem schützenden Vlies bedeckt überstehen sie auch erste Frostnächte ohne Schaden. Bevor es ungemütlich und nass wird sollten Speisekürbisse geentet werden. Dabei den Stil nicht ausbrechen sondern ein Stück dran lassen, sonst kann die Frucht schnell faulen. Trocken gelagert hält er sich dann bis weit in den Winter. Die Ernte an den Obstbäumen fällt dieses Jahr sehr unterschiedlich aus, je nachdem wie sehr die Spätfröste im Frühjahr die Blüte erwischt haben. Erntereif sind die Früchte dann wenn sie sich mit einer Drehbewegung leicht vom Zweig lösen. Wenn Sie Äpfel einlagern wollen, sollten Sie die Früchte nicht vom Baum schütteln sondern pflücken. So vermeiden Sie Verletzungen, die auf Kosten der Haltbarkeit gehen. Ideal für die Lagerung ist ein frostfreier, möglichst kühler Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Äpfel werden am besten auf Holzregalen ausgelegt ohne sich gegenseitig zu berühren. Da Äpfel ein Reifegas ausströmen sollten sie separat von anderen Früchten gelagert werden, sonst verkürzt sich deren Haltbarkeit. Nach dem Einlagern gilt: möglichst einmal in der Woche lüften und das Obst auf Faulstellen kontrollieren.

 Herbstzeit ist Aufräumzeit! Vertrocknetes wird abgeschnitten, das Laub gerecht und entsorgt. Dabei kann man gerade jetzt viel für die Natur tun. So ist zum Beispiel für den Igel, der im Sommer gute Dienste als Schneckenvertilger leistet, ein Haufen aus Totholz, Reisig und Laub ein ideales Winterquartier. Marienkäfer überwintern in Laubhaufen von wo aus sie sich im Frühjahr wieder auf Blattlausjagd begeben und manche Schmetterlinge überdauern den Winter an vertrockneten Pflanzenstilen und haben nur eine Chance, wenn Staudenbeete erst im Frühjahr abgeräumt werden. Man muss ja nicht gleich den ganzen Garten verwildern lassen, aber schon ein paar wilde Ecken können sehr wertvoll sein.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

NOVEMBER

Der größte Teil der Ernte ist eingebracht, jetzt sollte man seinen Garten auch etwas Ruhe gönnen. Hier ein paar Tipps, die dem Garten und auch uns guttun:

Abgeerntete Gemüsebeete sollten über den Winter bedeckt werden. Gut geeignet ist frischer Kompost oder zusammengerechtes Laub. Umgraben ist nicht nötig. Es reicht eine oberflächige Bodenlockerung im Frühjahr.
Späte Gelbe Rüben und vor allem Pastinaken und Petersilienwurzeln können über den Winter auch im Beet bleiben und bei Bedarf geerntet werden (sofern der Boden frostfrei ist). Ebenso der Grünkohl und der Rosenkohl. Lauch und Zuckerhutsalat sollten vor stärkeren Frösten geerntet und kühl gelagert werden.

Nicht alles im Garten zurückschneiden. Alle oberirdischen Pflanzenteile bilden auch einen natürlichen Schutz gegen zu starke Sonneneinstrahlung und starken Frost. Samentragende Stängel sind eine wichtige Nahrungsgrundlage für die Vögel.

Jetzt ist die beste Pflanzzeit für alle laubabwerfenden Gehölze. Vor allem Obstbäume sind für eine Herbstpflanzung dankbar. Stauden sollten eher im Frühjahr gepflanzt werden.

Dicke Mulchauflagen (Rindenmulch, Mulchkompost) auf Baumscheiben, vor allem bei Obstbäumen, sollten jetzt entfernt werden. Sie fördern sonst Frostschäden und vor allem den Wühlmausbefall.

Leimringe an Obstbäumen sind jetzt sinnvoll. Sie fangen die Weibchen des Frostspanners, eines Obstbaumschädlings, die nicht fliegen können und deshalb „zu Fuß“ auf die Bäume klettern müssen. Spätestens im März sollten sie aber wieder entfernt werden.

Der Obstbaumschnitt verlagert sich zunehmend auf den Sommer. Dafür sprechen vor allem die „Wuchsbremse“ und die schnelle Heilung der Schnittwunden. Sie können also getrost Ihre Schnittwerkzeuge einwintern.

Die meisten Kübelpflanzen können am Haus auch noch kleinere Frosttage überstehen. Wer Probleme mit Dickmaulrüsslern hat, sollte vor dem Einwintern die Wurzelballen auf Befall kontrollieren. Bei Befallsverdacht sollte der Wurzelballen völlig von Erde befreit (mit Wasser auswaschen) und neu getopft werden. Gleichzeitig sollten die oberirdischen Triebe zur Hälfte zurückgeschnitten werden.

Haben Sie auch schon bemerkt, dass immer weniger Schmetterlinge sich im Garten tummeln? Dann ist es höchste Zeit für eine Blütenrevolution! Nehmen Sie sich die Zeit und informieren Sie sich über neue insektenfreundliche Blühmischungen im Garten. Wenn Sie neue Stauden und Blütengehölze pflanzen wollen, denken Sie daran, dass die Insekten von gefüllten Blüten nicht leben können. Lassen Sie sich nicht von der „Kiesgartenepidemie mit Krüppelkoniferen“ anstecken. Wenn schon Kies, dann mit Wildblumen angereichert – die Natur und auch das Auge danken es Ihnen!

Bei Fragen zu Gartenthemen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

DEZEMBER

Barbarzweige werden am 4. Dezember, dem Barbaratag, geschnitten und in die Wohnung gestellt. Nach altem Brauch werden sie zum Weihnachtsfest in voller Blüte stehen. Zweige von Forsythie, Kirsche, Apfel, Zwetschgen, Haselnuss, Birke etc. werden gerne verwendet.

Solange der Boden nicht gefroren ist, kann man noch seine ausstehenden Pflanzungen tätigen. Gehölze auf jeden Fall, Stauden lieber im Frühjahr.

Manche nicht so empfindliche Kübelpflanzen hatten bis jetzt noch einen geschützten Platz am Haus. Bei stärkeren Frösten werden sie ins Winterquartier verbracht. Hier können die Pflanzen, geschützt vor tieferen Temperaturen, die Wintermonate frostfrei überstehen.

Die Wintermonate sind bestens dazu geeignet, neu gewonnene Erfahrungen für das nächste Jahr mit zu berücksichtigen. Es gibt ständig Neuheiten gerade auf dem Pflanzensektor. Widerstandsfähige und auch resistente Sorten werden laufend neu gezüchtet und auch dem Freizeitgärtner zur Verfügung gestellt. Bei den Sämereien lohnt sich ein Blick auf die Verpackung und bei den Topf- und Containerpflanzen auf das Etikett.

Für Umplanungen oder gar zur Gestaltung von Neuanlagen eignen sich die Wintermonate hervorragend um die Gedanken aufs Papier zu bringen. Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse, die Gartenanlage braucht wieder einen neuen Schliff oder wurde vor 20- 25 Jahren unter ganz anderen Voraussetzungen angelegt.

Wenn Sie neue Stauden und Blütengehölze pflanzen wollen, denken Sie daran, dass die Insekten von gefüllten Blüten nicht leben können. Lassen Sie sich nicht von der „Kiesgartenepidemie“ anstecken. Die Pflanzen die dann in diese Kieswüsten gestellt werden, sind ökologisch nicht wertvoll. Wenn schon Kies, dann mit Wildblumen angereichert – die Natur und auch das Auge danken es Ihnen! In vielen Pflanz- und Verkehrsinseln funktioniert es ja auch.

Nicht vergessen, solange der Boden noch nicht durchgefroren ist, sind unsere „Immergrünen“ dankbar für Wasser. Die Blätter bzw. Nadeln bei Buchs, Kirschlorbeer, Eibe & Co. verdunsten auch im Winter Wasser. Bei gefrorenem Boden können sie aber keines aus dem Boden ziehen und so passiert es,, dass so manch „Immergrüner“ über den Winter nicht erfriert, sondern vertrocknet.

Nach den ersten Frösten ist es auch noch völlig ausreichend die Dahlienstöcke auszugraben. Die Knollen werden dann frostfrei und nicht zu feucht, z. B. in Sand überwintert.

Falls noch nicht geschehen, die letzten Blätter die der Wind noch im Garten verteilt hat müssen von der Rasenfläche entfernt werden. Gut geeignet ist ein Rasenmäher, wenn er noch nicht eingewintert ist, sonst kommt der Laubrechen noch einmal zum Einsatz. Das Laub kann in den Beeten verteilt, oder auf den Kompost gegeben werden.

Die Gartengeräte sind dankbar, wenn sie vor dem Einwintern gereinigt werden und mit einem getränkten Lappen, Speiseöl ist sehr gut geeignet, abgerieben werden. Die Metall- und Holzteile kann man gleichermaßen auf diese Weise einfetten.

JANUAR

Fehlt im Winter eine geschlossene Schneedecke, so leiden frostempfindliche Stauden besonders unter stärkeren Nachfrösten. Prachtkerze,  Herbst-Anemonen oder Verbene z.B. brauchen also eine lockere Abdeckung mit trocknen Laub oder Reisig. Lassen Sie die vertrockneten Blätter und Blüten über den Winter stehen, auch das stellt schon einen Winterschutz dar.

Auch Ziergräser sollten erst nach dem Winter zurückgeschnitten werden. In die abgeschnittenen Halme dringt sonst permanent Nässe ein, die Stöcke könnten faulen. Besser die Büschel zusammenbinden, dazu einen trockenen Tag wählen. So können die Halme nicht vom Wind durch den Garten gefegt werden und das Zentrum ist geschützt vor Kälte und Feuchtigkeit.

Nach starken Schneefällen – vor allem bei sehr nassem Schnee – Gehölze vorsichtig von der Schneelast befreien, damit die Zweige nicht brechen.

Noch nicht alle Balkonpflanzen eingeräumt? Nicht schlimm, einige vertragen durchaus ein wenig Frost - echte Feige, Granatapfel und Lorbeer sogar bis zu -10°. Im Winterquartier dann regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren, nur sparsam gießen und bei milden Temperaturen lüften.

Auch das eingelagerte Obst wird auf faule Stellen durchgesehen, die Schätze des vergangenen Jahres langsam aufgebraucht.

Knollen und Zwiebel von frostempfindlichen Stauden wie z.B. Dahlien, Montbretien oder Gladiolen lagert man am besten nebeneinander in Holzkisten – weich eingebettet in Holzspäne und natürlich frostfrei.

Mitte des Monats bereits an die Bestellung von Saatgut denken und wenn der Winter zu lange dauert, greifen Sie zu frischem Grün von der Fensterbank. Kresse aussäen kennt inzwischen jeder, aber probieren Sie doch auch mal Rettich- Radieschen- oder Brokkolisamen. Getreidekörner, Linsen und Bohnen lassen sich ganz einfach zu gesunden Sprossen ziehen und sogar die Köpfe von Sellerie, Möhre oder Kohlrabi kann man - mit der Schnittfläche in etwas Wasser gestellt – zum Austreiben animieren und das Kraut zum Würzen verwenden.

FEBRUAR

Dieser Winter hat uns wieder mal richtig Frost und Schnee beschert. Gerade jetzt im Februar mit den länger werdenden Tagen sollten sonnenbrandempfindliche Gehölze gegen zu starke Sonneneinstrahlung geschützt werden. Der Schnee verstärkt die Einstrahlungswirkung der Sonne auf Laub und Rinde. Gefährdet sind bei den Immergrünen besonders Lorbeerkirsche, Ilex (Stechpalme) und Rhododendron. Hier sollte mit einem Schutznetz oder einem Vlies abgedeckt werden. Junge Obstbäume mit einem Alter bis zu 15 Jahren bekommen gerne Längsrisse an der Südseite des Stammes. Hier hilft ein Brett, vor den Stamm gestellt oder Schilfrohrmatten. Das gleiche gilt für junge Ahornbäume. Im Handel gibt es Weißanstriche auf Kunststoffbasis (relativ teuer!). Der klassische Kalkanstrich mit Löschkalk hat sich nicht so gut bewährt.
Spätestens jetzt sollten unbedingt die Leimringe an den Stämmen der Obstbäume abgenommen werden. Sie haben nur Sinn im Herbst und können im Frühjahr eher schaden.
Der klassische Winterschnitt bei Obstgehölzen sollte auf den Sommer verlagert werden. Sinnvoll ist ein Schnitt nur, wenn die Gehölze kräftig neu austreiben und stark wachsen sollen. Ein Verjüngungsschnitt bei Ziergehölzen kann jederzeit durchgeführt werden. Schnittmaßnahmen sollten generell nicht bei längeren Frostphasen erfolgen.
Haben Sie einen Schnittlauch- oder Petersilienstock im Garten. Dann können Sie mal das „Antreiben“ an der Fensterbank versuchen. Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, wird mit der Grabgabel der Stock ausgegraben, auf Faustgröße geteilt bzw. verkleinert und im Blumentopf an einen warmen, hellen Platz im Haus gestellt. Nach wenigen Tagen und vorsichtigem Gießen treibt das frische Grün aus und kann die nächsten Wochen geerntet werden. Das erste frische Geschmackserlebnis im neuen Jahr aus dem Garten!

Kontakt:
Für Fragen zu Gartenthemen stehen Ihnen die Kreisfachberater ( Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

 

Christrosen beginnen den Blütenreigen im Garten bereits im Winter
MÄRZ

Der Winter verabschiedet sich jetzt mit schnellen Schritten. Schnee und vor allem das Eis verschwindet, nicht zuletzt durch den Regen, von unseren Anbauflächen. Aber, zum richtigen „Garteln“ kann man sich noch Zeit lassen, auch wenn es schon gewaltig in den Fingern juckt. Grundsätzlich sollte man mit der Bodenbearbeitung im Gemüsegarten noch warten, bis die Beete abgetrocknet sind. Mit Aussaaten und Pflanzungen wartet man bis sich der Boden erwärmt hat. Anschließend werden die bestellten Flächen mit einem Gartenvlies abgedeckt. Im Frühjahr lockert man den Boden nur oberflächlich mit Kreil oder Rechen. In Hochbeeten beginnen die Arbeiten erfahrungsgemäß früher, da sie sich wesentlich schneller erwärmen. Kohlrabi, Radieschen, Salat, Rucola, Petersilie sind nur ein paar Beispiele für einen erfolgreichen, frühen Anbau von Gemüse. Wer ein Gewächshaus sein eigen nennt, darf schon die ersten Salatpflanzen, Radieschen und Rettich Samen in die Erde bringen. Für die Aussaaten auf der Fensterbank kommen im März z. B. die Tomaten, Andenbeere, Petersilie, einjährige Kletterpflanzen, div. Blumen in Frage. Auch für Paprika ist es noch nicht zu spät, obwohl dies bereits im Februar geschehen kann. Wer seine Stauden im Herbst nicht „abgeräumt“ hat, konnte bei den vergangenen kalten Temperaturen beobachten, dass sich die Vögel durchaus an den Sämereien erfreuen. Jetzt wird es aber langsam Zeit, die alten Blütenstände abzuschneiden, bzw. herauszubrechen, wie es ja bei den Herbstastern praktisch getan wird. Allerdings sollte auch hier gewartet werden, vorausgesetzt man muss dazu in das Beet steigen, bis der Boden abgetrocknet ist. Gräser werden zurückgeschnitten, wenn der Neuaustrieb erkennbar ist. Auch wenn der grüne Rasen schon zum Mähen einlädt, sollte auch hier geduldig gewartet werden bis die Fläche trocken ist und das Grün anfängt zu wachsen. Selbst wenn der Verticutierer schon auf seinen Einsatz wartet, bändigen Sie ihn, bis der Rasen 2- 3-mal gemäht wurde. Den fachgerechten Ziergehölzschnitt kann man auch im März noch durchführen. Allerdings werden die Frühlingsblüher z. B. Forsythie und Zierjohannisbeere erst nach der Blüte geschnitten. Bitte immer bedenken, die Triebe sollten an der Basis, also kurz über dem Erdboden abgeschnitten werden. Für den Rosenschnitt gilt als grober Anhaltspunkt die Forsythienblüte. Obstgehölze treiben beim „Winterschnitt“ stark aus. Das kann gewollt sein, wenn man den Baum zum Wachstum anregen will. Ist das nicht gewünscht, ist der „Sommerschnitt- oder riss“ ab Ende Juni dazu besser geeignet. So wird der lästige Besenwuchs verhindert, der eigentlich nur Holz produziert und viel Arbeitszeit bindet, die anderweitig besser genutzt werden könnte.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

 

 

Gartentipp März 2017
Gartentipp März 2017 (155,8 KiB)
Gartentipp März 2016
Gartentipp März 2016 (158,9 KiB)
APRIL

Die Frühjahrsarbeiten im Garten sind nun in vollem Gange. Sobald die Forsythien blühen ist der richtige Zeitpunkt, sich an den Schnitt der Rosen zu machen. Vertrocknete oder erfrorene Triebe werden als erstes entfernt, die übrigen eingekürzt. Bei Beet- und Edelrosen lässt man vier bis sechs Knospen stehen, wobei die oberste Knospe nach außen zeigen sollte. Bei Strauchrosen entfernt man ein paar der ältesten Triebe, so wird die Neubildung von jungen Trieben angeregt und damit verhindert, dass der Strauch vergreist. Bei Kletterrosen sollte ein Gerüst aus älteren Trieben erhalten bleibe, die Seitentriebe werden dann auf ein bis zwei Knospen gekürzt. Stammrosen erhalten einen kräftigen Rückschnitt, die Krone wird auf ca. 20 cm zurück genommen.
Bei der Rasenpflege denken die meisten im Frühjahr als erstes ans Vertikutieren. Dabei kann gerade das dem Rasen jetzt schaden. Besser ist es erst mal das Wachstum in Schwung kommen zu lassen und evtl. mit einer Starterdüngung zu unterstützen. Mähen Sie beim ersten Mal nicht zu tief, mindestens 5 cm sollten stehen bleiben. Sofern das Vertikutieren erforderlich ist, erfolgt dies erst nach der zweiten Mahd und nur bei trockener Rasenfläche.
Im Staudenbeet sind alle vertrockneten Pflanzenteile vom Vorjahr entfernt und es blühen bereits die ersten Zwiebelpflanzen. Stauden, die im Sommer oder Herbst blühen können jetzt gepflanzt werden, auch die Aussaat von Einjährigen kann im April erfolgen. Wenn Schneeglöckchen, Krokus und Narzisse verblüht sind sollte man die grünen Blätter noch stehen lassen bis sie sich verfärben. Die Zwiebelpflanzen brauchen dieses Grün um Nährstoffe zu bilden.
Langsam werden auch die Kübelpflanzen wieder ins Freiland gebracht. Dabei sollte man sie sowohl vor zu intensiver Sonneneinstrahlung als auch vor möglichen Nachtfrösten schützen. Die letzten Tage im März haben gezeigt, dass die Temperaturschwankungen enorm sein können. Prüfen Sie auch ob die Wurzeln noch ausreichend Platz haben, oder ob es Zeit ist sie um zu topfen. Damit haben Sie auch gleich für eine erste Düngung gesorgt und die Schönheiten starten gestärkt in den Frühling. 
Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

Zeit der Tulpenblüte
MAI

Am Landratsamt Regensburg beraten die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten. Hier einige Themen, die jetzt für Hobbygärtner von Interesse sind.Nach April-typischen Kältephasen kann sich der Gärtner nun im Mai auf einen wachstumsfreudigen Monat einstellen.

In den Gewächshäusern oder Frühbeetkästen können schon die ersten Radieschen und Salate geerntet werden. Wichtig ist jetzt bei steigenden Temperaturen, dass ausreichend kühle Frischluft in die Häuser zugeführt wird, da ansonsten die Kulturen an Hitzestress leiden, der sich auch in erhöhter Krankeitsanfälligkeit oder Schädlingsbefall auswirkt.

Jetzt können im Gemüsegarten die Beete mit Saaten und Pflanzungen bestellt werden. Eine Ausnahme sind die wärmebedürftigen Bohnen oder auch die Süßkartoffel (Batata), da dürfen Sie ruhig noch bis Mitte oder Ende des Monats warten. Wichtig zur Bodenvorbereitung ist: keine tiefgründigen Grabungen durchführen sondern die Pflanzbeete nur oberflächlich lockern und einebnen! Durch den Temperaturanstieg der letzten Jahre lassen sich im Gemüsegarten zunehmend wärmebedürftige Arten kultivieren. Beispiele sind die Artischocke, die Cardy (verwandt mit der Artischocke), der Zuckermais, die Aubergine oder die Zuckermelone.

Im Obstgarten gab es hoffentlich nicht zu viele Ausfälle der Blüten durch die die letzten Spätfröste im April. Die letzten Massenblüher sind noch die Apfelbäume. Schnittmaßnahmen haben jetzt wenig Sinn, damit sollten Sie bis Ende Juni warten.

An den jungen Blättern der Obstbäume können jetzt vermehrt Blattläuse auftreten. Das ist normal und bedarf keiner Bekämpfungsaktion. Erfahrungsgemäß werden die Schädlinge durch Marienkäferlarven und sonstige Nützlinge wieder dezimiert.

Im Mai beginnt traditionell die Balkon- und Kübelpflanzensaison. Hier gibt es mittlerweile ein unübersichtliches Angebot an Arten und Sorten. Interessanterweise sind aber immer noch die guten alten Pelargonien (Geranien) Spitzenreiter was die Blütendauer, Haltbarkeit und Gesundheit betrifft. Als Ampelpflanze kommt mittlerweile die Batate (Süßkartoffel) immer mehr in Mode. Allerdings bringen die Zierformen nicht die gewöhnt großen Knollen wie im Gemüsegarten hervor.

Wenn noch nicht geschehen, können jetzt die Rosen noch geschnitten werden. Wenn sich die ersten Rosenblätter einrollen, ist das ein Hinweis auf Befall der Rosenblattrollwespe. Der Schaden ist eher optisch und kann durch Abpflücken des Blattes und Zerdrücken der Larve im Inneren behoben werden. Wenn die frischen Blütenköpfe zu stark mit Läusen bedeckt sind, lohnt sich ein Absprühen der Blüten mit einer Schmierseifenlösung (1 TL Schmierseife auf 1 Liter Wasser).

Noch ein Hinweis zum Düngen: Bevor Sie im Garten Dünger ausbringen, sollten sie wissen, ob die Pflanzen überhaupt welchen benötigen. Wenn keine Mangelsymptome (chlorotische Blätter, schwaches Wachstum) erkennbar sind, muss auch kein Dünger ausgebracht werden. Eine wichtige Hilfe ist eine Nährstoffanalyse des Bodens. Im Fachhandel erhalten Sie dazu notwendige „Bodenprobesets“.

 

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

Im Gemüsegarten: Jetzt gehts richtig los!
JUNI
Der Juni lässt die Gärten erstrahlen

Vielfältige Düfte und Farben sind ständige Begleiter, ob bei der Gartenarbeit oder bei Spaziergängen.

Im Gemüsegarten ist die Ernte voll im Gange. Abgeerntete Flächen sollten schnell wieder angesät, oder bepflanzt werden. Um Krankheiten zu minimieren sollte auf die richtige Fruchtfolge geachtet werden; Mischkultur heißt hier das „Zauberwort“.

So hilfreich das Vlies im Frühjahr und im Herbst ist, in den Sommermonaten muss es auf jeden Fall durch ein Kulturschutznetz ersetzt werden. Das Netz sollte eine Maschenweite von 0,8 mm haben. So werden saugende und beißende Insekten von den Gemüsekulturen ferngehalten.

Die Obstbäume schützen sich durch den Junifruchtfall vor zu starkem Behang. Falls nötig darf man ohne weiteres selbst Hand anlegen und zu dichte „Fruchttrauben“ oder besser „Buketts“ ausdünnen. Die Qualität der einzelnen Frucht wird erheblich gesteigert. Bei kurzstieligen Früchten sollen maximal drei Früchte pro Bukett verbleiben.

Beim Juniriss werden die krautigen Triebe, die nur Holz produzieren würden, weg gerissen.

Die Erdbeerernte ist im Juni in vollem Gange. Um die Früchte vor feuchter Erde und Schimmelbildung zu schützen, hilft es Strohmulch zwischen den Pflanzen zu verteilen.

Im Ziergarten kann man noch immer die frühjahrsblühenden Gehölze auslichten. Das heißt ältere Triebe fast bodeneben abschneiden.

Die Rasenlänge nach dem Schnitt sollte 5- 6 cm betragen. Zu tief geschnittener Rasen übersteht längere Trockenheit nur schlecht. Eine ausgewogene Düngung mit einem speziellen Rasendünger (Langzeitdünger) ist einer reinen stickstoffbetonten Düngung vorzuziehen.

Beim Umsetzen des „Komposthaufen“ (Durchlüftung) kommen den Bodenorganismen. die höheren Temperaturen zu Gute. Fertiger, reifer Kompost ist ein idealer Dünger für unsere Gartenpflanzen. Doch Vorsicht, je jünger (frischer) er ist, umso mehr Stickstoff ist in ihm enthalten.

Schnittlauch in voller Blüte
JULI
Die extremen Wetterumschwünge halten die Gartenbesitzer dieses Jahr ganz schön auf Trab.

Frühzeitiger Vegetationsbeginn gefolgt von Nachtfrösten, welche die ersten Obstbaumblüten vernichteten. Und dann Hochsommer im Juni – was für Sonnenanbeter ein Hochgenuss ist bedeutet für uns Gießen, Gießen, Gießen…

Alle Pflanzen benötigen jetzt regelmäßig Wasser, denn bei hohen Temperaturen verstärkt schon ein laues Lüftchen die Verdunstung enorm. Am besten gießt man in den frühen Morgenstunden, die Fläche trocknet dann über den Tag ab und die Schnecken haben es abends schwerer, ans frische Grün zu kommen. Gießen Sie dabei im Wurzelbereich und nicht über die Blätter, das fördert nur Blattkrankheiten. Dabei ist es besser alle drei Tage durchdringend zu wässern, so dass das Wasser auch in die tiefen Bodenschichten gelangt, als jeden Tag ein wenig oberflächlich drüber zu spritzen. Danach, oder wenn es zwischendurch mal kräftig geregnet hat, ist es sinnvoll die Beete einmal durch zu harken. Dadurch werden die feinen Bodenkanäle in der obersten Bodenschicht unterbrochen und die Verdunstungsrate erheblich gesenkt, die Feuchtigkeit bleibt länger im Boden.

Den Rasen gießen oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden. Wasser ist teuer und wertvoll und trockene Rasenflächen erholen sich nach einem ergiebigen Regenschauer ziemlich schnell wieder.  Ist also eher ein optisches Problem. Wer hingegen gießt muss auch mähen, dabei sollten aber 5-6 cm stehen bleiben, dann kommt der Rasen besser durch die Hitzetage. Wenn sie Ihre Buchshecken noch schneiden müssen, dann nur bei bedecktem Himmel. So vermeiden Sie, dass sich die frisch geschnittenen Blätter braun verfärben.

Das Abdecken der Gemüsepflanzen mit Kulturschutznetzen, um die Schädlinge auszusperren ist den ganzen Sommer über wichtig. Lauchmotte, Kohlfliege, Kohlweißling & Co. haben auf diese Weise keine Möglichkeit mehr unsere Kulturpflanzen zu schädigen. Dabei wird laufend geerntet und die entstehenden Lücken mit Salatpflanzen wieder gefüllt.  Oder man sät Kräuter, die laufend für den Frischekick im Salat sorgen. Basilikum, Dill, Kapuzinerkresse, Rucola zum Beispiel keimen schnell wenn das Saatgut ständig feucht gehalten wird.

Tomaten, Paprika und Gurken benötigen Dünger und ergiebige Wassergaben um Wachstumsstockungen zu vermeiden. Bei den Zucchini und Gurken sollte man die Früchte schon im jungen Zustand ernten, dann sind sie viel zarter, die Pflanze produziert laufend nach und der Erntezeitraum kann dadurch verlängert werden.

Topfpflanzen können in der prallen Sonne leiden, z.B. durch schnelles Austrocknen des Wurzelballens. Anders als Pflanzen im Boden können sie keine Wasserreserven in tieferen Schichten anzapfen. Hat man bei der Wahl des Pflanztopfes gespart und keinen doppelwandigen gekauft, kann sich das Substrat intensiv aufheizen. Je nach Herkunft der Pflanze kann die intensive Sonne – wie bei uns Menschen – auch zu Sonnenbrand auf den Blättern führen. Am wohlsten fühlen sie sich deshalb im Halbschatten, vielleicht unter einem Obstbaum. Oder man schützt wenigstens den Pflanztopf vor der größten Hitze.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

 

Rosenblüte im Kreislehrgarten
AUGUST

Auch im August gibt es im Garten viel zu tun. Hier ein kleiner Ausschnitt von Themen, die jetzt für Hobbygärtner von Interesse sind. Die Mitarbeiter des Sachgebiets Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt beraten darüber hinaus bei allen Fragen rund um den Garten.

Im Gemüsegarten ist Hochsaison. Gurken, Bohnen, Zucchini, Paprika etc. immer wieder ernten, um für Nachwuchs zu sorgen. Die Kohlweißlingsraupen in den Gemüsekulturen sollten abgesammelt werden, um stärkeren Schädigungen an den Pflanzen vorzubeugen. Große Früchte schwächen die Pflanzen unnötig und mindern den Ertrag.

Freie Flächen im Gemüsegarten sollten zur Bodenschonung mit Gründüngungspflanzen angesät werden. Im Handel gibt es dazu eine Reihe von geeigneten Mischungen.

Von gesunden, reichtragenden Erdbeerpflanzen, schneidet man mit einem scharfen Messer die bewurzelten Ableger ab und pflanzt sie auf ein freies Beet im Garten. Kräuter wie Bohnenkraut, Majoran, Salbei, Thymian usw. werden vor der Blüte abgeschnitten und in Büscheln an einem luftigen und schattigen Platz zum Trocknen aufgehängt. Es ist noch nicht zu spät, um Pflücksalate, Radieschen, Rettich usw. zu säen oder zu pflanzen. Für Zuckerhut, Endivien wird es langsam Zeit, um in die Erde zu kommen. Winterrettich kann auch noch gesät werden. Auf die abgeernteten Beete kann man Feldsalat und Spinat säen und mit etwas Glück Ende Oktober noch ernten.

Es ist auch im August noch möglich, einen Sommerschnitt an seinen Obstgehölzen vorzunehmen. Auf die Vorteile wie reduziertes Wachstum, schnellere Wundheilung haben wir schon öfter hingewiesen und dies in Schnittkursen gezeigt. Positive Reaktionen erfuhren wir von Freizeitgärtnern, die das zu Hause probiert und festgestellt haben, dass man dadurch teilweise den Winterschnitt vernachlässigen kann und die natürliche Wachstumsbremse wirklich funktioniert.

Beerensträucher werden gleich nach der Ernte ausgelichtet. Man muss nicht bis zum Frühjahr warten.

Verblühte bodendeckende Stauden wie Frauenmantel, Salbei oder Storchschnabel können jetzt noch vollständig zurückgeschnitten werden. Sie bilden bis September zumindest noch grüne Polster oder kommen sogar noch ein weiteres Mal zur Blüte. Lavendel wird am Besten im Sommer zurückgeschnitten.

Bei den Gartenstauden sieht man jetzt, was sich für die zunehmenden Trockenzeiten bewährt. Pflanzen wie z. B. Lavendel, Salbei, Brandkraut, Blutstorchschnabel stecken die wasserarme Zeit weg. Vor allem die sogenannten Steingartenpflanzen zeigen jetzt ihre Stärken. Vielleicht muss man für die Zukunft so manche Pflanze im Garten gegen robustere Arten und Sorten auswechseln?

Die Rasenpflege beschränkt sich in den Sommermonaten größtenteils auf das Rasen mähen. Selbst nach großer Hitze werden die braunen Rasenflächen beim nächsten Regen wieder grün.

Für weitere Auskünfte steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.


 

die Samthortensie
SEPTEMBER

Gemüsegarten: Jetzt wird das letzte Sommergemüse geerntet. Lücken im Gemüsebeet können sofort wieder aufgefüllt werden, z.B. mit der Pflanzung von Zuckerhut, Radicchio oder Chinakohl. Wenn Beete frei bleiben, sollten sie zumindest mit einer Mulchabdeckung (Rasenschnitt, grober Kompost) geschützt werden oder mit einer Gründüngung (Phazelia, Buchweizen, Mischungen) versehen werden. Das Bodenleben bleibt dadurch geschützt und die Bodenfruchtbarkeit wird gefördert. Für Aussaaten kommen jetzt noch Spinat, Feldsalat, Winterzwiebeln oder weniger bekannte Arten wie Winterportulak, Löffelkraut oder Winterkresse in Frage. Sie können auch immer noch Pflücksalate säen in der Hoffnung, dass ein warmer Herbst das Wachstum fördert.

Bei den Fruchtgemüsepflanzen (Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika, Auberginen) sollten neue Blüten entfernt werden. Hier bilden sich keine Früchte mehr und die Reifung der schon entwickelten Früchte wird gebremst.

Obstgarten: Jetzt beginnt die Erntezeit bei den meisten Obstarten. Bei Weintrauben sollte auf Befall der Kirschessigfliege kontrolliert werden. Eventuell kann Anfang des Monats noch ein Insektenschutznetz (Maschenweite max. 0,8 mm) einen weiteren Befall verhindern. Mittlerweile wurden auch schon selbstgemachte Fallen getestet, die durchaus einen Teilerfolg bringen. Die Lockflüssigkeit besteht aus Essig, Wasser und Wein. Wer experimentieren will, findet dazu im Internet Informationen.

Fallobst sollte auf alle Fälle abgesammelt werden. Damit lässt sich der Infektions- und Befallsdruck durch Pilze und Insekten vermindern.

Erdbeerbeete können mit dem Rasenmäher komplett abgemäht werden. Gleichzeitig sollten alle (nicht für die Vermehrung benötigten) Ausläufer beseitigt werden.

Anfang des Monats sind auch noch Veredelungen an Stein- und Kernobst möglich.

Blumen und Zierpflanzen: Viele abgeblühte Stauden können jetzt geteilt und verpflanzt werden (z.B. Pfingstrose, Garteniris, Geranium-Arten, Frauenmantel, Glockenblumen, Funkien, Eisenhut, Bergenien, Gräser). Gleichzeitig ist die beste Pflanzzeit für Knollen- und Zwiebelpflanzen (Tulpen, Narzissen, Laucharten). Gute Gärtnereien bieten mittlerweile schöne Mischungen von Blumen und Gräsern für Balkonkästen oder Kübel im Herbst an. Es lohnt sich, falls die Sommerblumen in den Balkonkästen schon verblüht sind. Damit hat man bis in den Winter frische und farbenfrohe Pflanzungen, die das Auge erfreuen.

Stark wachsende Ziersträucher wie z.B. Holunder, Forsythie, Liguster oder Flieder können jetzt bereits einem Verjüngungsschnitt unterzogen werden. Dadurch wird das Folgewachstum etwas gebremst und man spart sich Nachschnittarbeiten im kommenden Jahr. Die Technik ist ganz einfach. Alle alten Triebe und alles was überhängt wird am Boden abgeschnitten. Die jungen Triebe bleiben stehen. Diese Technik können Sie auch bei bereits verblühten (einmal blühenden) Strauchrosen anwenden.

Kontakt: Für Fragen zu Gartenthemen steht das „Grüne Team“ im Landratsamt (Telefon: 0941/4009-361, -362, -619) gerne zur Verfügung.

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